• vom 06.08.2014, 17:15 Uhr

Politik & Recht

Update: 06.08.2014, 17:26 Uhr

Migration

Paris verschärft Grenzkontrollen zu Italien




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  • Knapp 3.700 Menschen im Jahr 2014 nach Italien "zurückgeschoben".

Rom/Paris. Die Flüchtlingsproblematik in Italien ruft nun auch die französischen Behörden auf den Plan. Paris hat die Kontrollen am italo-französischen Grenzübergang Ventimiglia verschärft, um die Einreise von Asylsuchenden nach Frankreich zu verhindern. 3.682 Migranten wurden 2014 von Frankreich nach Italien abgeschoben, berichtete die Turiner Tageszeitung "La Stampa" am Mittwoch.

Die meisten Flüchtlinge versuchen mit dem Zug Frankreich zu erreichen. In der französischen Ortschaft Menton wurden seit Jahresbeginn tausende Migranten angehalten und abgeschoben. Grundlage ist die sogenannte Dublin II-Verordnung, die vorsieht, dass jenes Land für die Asylanträge zuständig ist, in dem die Migranten als erstes europäischen Boden betreten.

Appell zu Solidarität mit Flüchtlingen


Oft versuchen die Migranten auch zu Fuß die Grenze zu überqueren. Dutzende Afrikaner übernachten auf dem Strand oder auf dem Bahnhof Ventimiglias in der Hoffnung, jemand zu finden, der sie mit dem Auto nach Frankreich mitnehme, schrieb die Zeitung. Die ligurischen Behörden riefen die Regierung Renzi auf, Druck auf Frankreich auszuüben. "Die Franzosen können nicht so tun, als wären sie von der Flüchtlingsfrage nicht betroffen", sagten lokale Politiker.

Aufgrund des guten Wetters und des damit verbundenen ruhigen Seegangs erreichen im Sommer besonders viele Migranten aus Nordafrika die italienische Küste. In diesem Jahr sind nach offiziellen Angaben bereits rund 70.000 Menschen angekommen. Allein am Mittwoch erreichten knapp 2.000 Flüchtlinge italienische Häfen, wie die Küstenwache bekannt gab. 1.003 wurden nach Reggio Calabria gebracht, 958 in das sizilianische Pozzallo.




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Dokument erstellt am 2014-08-06 17:19:25
Letzte Änderung am 2014-08-06 17:26:07


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