• vom 15.03.2018, 15:37 Uhr

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"Linzer Appell" für Integrationsmaßnahmen




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Von WZ Online, APA

  • Eine Gruppe von 13 Prominenten stemmt sich gegen die geplanten Integrationskürzungen. Die FPÖ reagiert: "Traumwelt".

Linz. Ein vom oberösterreichischen Integrationslandesrat Rudi Anschober (Grüne) am Mittwoch veröffentlichter "Linzer Appell" gegen einen "Kahlschlag bei Integrationsmaßnahmen" ist von 13 Prominenten - unter anderem Vertreter der Kepler Uni, der Stadt Linz, der Caritas und der Volkshilfe unterzeichnet worden. Der FPÖ-Klubobmann im Landtag Herwig Mahr reagierte darauf mit dem Begriff "Traumwelt".



Die Unterzeichner sehen die bisherigen Erfolge in der Integration durch Unsicherheiten, fehlenden Dialog und die Ankündigung drastischer Kürzungen durch die Bundesregierung gefährdet. In dem Appell wird sie aufgefordert, rasch den Dialog für eine gemeinsame Planung der künftigen Integrationsarbeit zu ermöglichen, das bisherige Angebot an Deutschkursen für Asylwerber und Asylberechtigte zumindest im bisherigen Umfang rasch fortzusetzen und Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zu verstärken. Weiters sollte das verpflichtende Integrationsjahr in vollem Ausmaß für Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und dem Iran umgesetzt werden.

Weiters verlangen die Unterzeichner, den Zugang zum Arbeitsmarkt im Bereich der Mangelberufe zu erleichtern und gemeinsam mit dem Land Oberösterreich gezielt Maßnahmen für die Wohnungsintegration zu unterstützen. Asylwerber in Ausbildung dürften nicht abgeschoben werden.

FPÖ-Klubobmann Mahr reagierte in einer Presseaussendung auf "Anschobers Traumwelt": Integration funktioniere auch in Zeiten der Budget-Konsolidierung. Aber Asylmissbrauch und Geldverschwendung werde nun der Kampf angesagt. Integration solle nur jenen ermöglicht werden, die auch sicher bleiben dürfen. So werde es auch künftig Deutschkurse geben, jedoch müsse die Sinnhaftigkeit, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit mitberücksichtigt werden. Die vielen Schulungsmaßnahmen des AMS, die speziell Asylberechtigten zur Verfügung gestellt wurden, könnten grundlegende Bildungs- und Qualifizierungsmängel nicht sanieren. Dafür seien sie nicht ausgelegt, diagnostizierte Mahr. Zugewanderte, welche die Bleibevoraussetzungen erfüllen und bei denen der nachweisliche Wille besteht, die vorherrschende Lebensweise zu übernehmen, würden unterstützt. Nichterfolg und Verweigerung hingegen müssten Sanktionen nach sich ziehen verlangte der FPÖ-Klubobmann.





Schlagwörter

Prominente, Integration, Appell, Linz

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Dokument erstellt am 2018-03-15 15:55:20


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