• vom 18.06.2018, 10:54 Uhr

Politik & Recht

Update: 18.06.2018, 11:08 Uhr

Libyen

Italien verspricht Investitionen in Libyen




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Von WZ Online, APA

  • Innenminister Matteo Salvini kündigte eine Libyen-Reise und Ausbau von Infrastrukturen vor Ort an. Kritik äußerte er an NGOs.

Aziz Porogo, ein 28-jähriger Flüchtling aus Burkina Faso, scrollt durch seine Fotos, die er in Libyen von sich gemacht hat. Zwischen 2009 und 2011 schlug er sich in Libyen mit Gelegenheitsjobs durch. Nach dem Tod Gadaffis machte er sich auf nach Europa. Italiens Innenminister will Libyen mit Investitionen helfen - und damit sich selbst vor Flüchtlingen schützen. - © APAweb / AFP, Christophe Archambault

Aziz Porogo, ein 28-jähriger Flüchtling aus Burkina Faso, scrollt durch seine Fotos, die er in Libyen von sich gemacht hat. Zwischen 2009 und 2011 schlug er sich in Libyen mit Gelegenheitsjobs durch. Nach dem Tod Gadaffis machte er sich auf nach Europa. Italiens Innenminister will Libyen mit Investitionen helfen - und damit sich selbst vor Flüchtlingen schützen. © APAweb / AFP, Christophe Archambault

Rom. Die italienische Regierung will sich um stärkere Investitionen in Libyen bemühen. Innenminister Matteo Salvini kündigte eine Reise nach Libyen an. Italien wolle verstärkt im nordafrikanischen Land in Straßen, Infrastruktur und Krankenhäuser investieren, sagte Salvini im Interview mit der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" (Montagsausgabe) an.



Salvini richtete neue Kritik gegen die bei der Flüchtlingsrettung im Mittelmeer engagierten NGOs. "Sie werden direkt von Personen wie (dem ungarischstämmigen US-Milliardär George) Soros finanziert, die nicht Kindern auf der Flucht helfen, sondern neue Sklaven schaffen wollen. Daher werden wir weiterhin die Einfahrt von NGO-Schiffen in Italien verbieten", so Salvini. Schiffe der italienischen Marine und Küstenwache werden dagegen weiterhin Flüchtlinge retten.

Italien wolle sich um Flüchtlingseinrichtungen in Libyen, Nigeria, in Tunesien und Ägypten einsetzen. Die Regierung werde sich außerdem um ein großes Gipfeltreffen Afrika-EU bemühen. Salvini plant am Mittwoch ein Treffen mit seinem österreichischen Amtskollegen Herbert Kickl (FPÖ) in Rom.





Schlagwörter

Libyen, Italien, Flüchtlinge

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Dokument erstellt am 2018-06-18 10:56:46
Letzte Änderung am 2018-06-18 11:08:35


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