An ihr kann man sich die Finger verbrennen: Die metallene "Main chaude" (l.) bringt Handschuhe auf die gewünschte Größe. Meister Jean-Marc Fabre im Atelier. - © Maison Fabre

Frankreich

"Jede Haut ist wie ein Buch"3

  • Die südfranzösische Stadt Millau ist ein altes Zentrum der Handschuhindustrie des Landes. - Ein Besuch in der renommierten Manufaktur Fabre.

"Wenn ein junger Mann beim Vater seiner Angebeteten wegen einer künftigen Eheschließung vorstellig wurde, musste er unbedingt Handschuhe tragen", erzählt Christine Vanicate. Und das ist noch nicht allzu lange her. Bis in die 1970er Jahre bestand diese Verpflichtung für französische Brautwerber. Christine ist Führerin im Museum von Millau... weiter




Links: Blaufränkisch-Traube am Stock; rechts: Edgar Brutler im Weinkeller. - © Johann Werfring, Nachbil

Weinjournal

Blaufränkisch: "Die ideale Rotweinsorte für Osteuropa"11

  • Nicht nur in Österreich, sondern auch international bemühen sich Weinmacher um Blaufränkisch-Weine in guter Qualität. Zu den raren Blaufränkisch-Meistern im Ausland zählt ein Rumäne mit Österreich-Connection: Edgar Brutler.

Bei der kürzlich in der Wiener Hofburg abgehaltenen Weinmesse VieVinum hatte die Österreich Weinmarketing (ÖWM) ein interessantes Event als Rahmenprogramm organisiert: Eine Anzahl an österreichischen Blaufränkischen wurde Gewächsen derselben Sorte aus Deutschland, aus der Slowakei, aus Slowenien, aus Tschechien... weiter




Weinberge in der idyllischen Serra Gaúcha im Bundesstaat Rio Grande do Sul. - © Lichterbeck

Brasilien

Reben im Regenwald6

  • Italiener brachten die ersten Rebstöcke. Das Vale dos Vinhedos steigt nun zu einer Region für Spitzenweine auf.

Man rollt über kurvenreiche Straßen, die Nachmittagssonne wirft ihr weiches Licht auf pittoreske Steinhäuschen, die Wegweiser führen zu Anwesen mit Namen wie Agostini oder Bolsoni. Als man an einer Kirche hält, um nach der Abzweigung zu den Pizzatos zu fragen, antwortet ein älterer Herr, der auf der Bank davor sitzt, in einer Sprache... weiter




Der Umweltpsychologe Eike von Lindern. - © Dialog N

Interview

"Kontraste fördern die Erholung"5

  • Der Umweltpsychologe Eike von Lindern über die wichtigsten Erkenntnisse seines Fachs im Hinblick auf Urlaub und Entspannung.

"Wiener Zeitung": Herr von Lindern, Sie sind "Umweltpsychologe": Täusche ich mich oder hat die Psychologie die Natur erst in den letzten Jahren als Forschungsgebiet für sich entdeckt? In den meisten psychologischen Disziplinen wird die materielle Umwelt nur am Rande thematisiert, es stehen häufiger kognitive Prozesse oder soziale Interaktionen im... weiter




Steile Passstraßen, hohe Wasserfälle und Kunst-Winter auf dem Berg: die Enklave Lesotho. - © Spreitzhofer

Landesporträt

Ski-Resort und Schlepperwesen

  • Lesotho, das "Königreich im Himmel" inmitten von Südafrika, ist das höchstgelegene Land der Welt. Doch soziale Probleme überschatten die Enklave.

Können Sie sich die österreichische Flagge mit einem grünen Tiroler Filzhut in der Mitte vorstellen, wahlweise mit Feder oder Kordel? Heimatliebe kann weit gehen, und so kamen gar keine Modediskussionen auf, als Lesotho seine blau-weiß-grüne Trikolore mit dem Mokorotlo, einem kegelförmigen Strohhut, einführte... weiter




Die Kathedrale und der Stiftsbezirk von St. Gallen. - © St. Gallen-Bodensee Tourismus

Schweiz

Ostschweizer Farbenspiele5

  • Rote Gegenwart, barocke Vergangenheit und pittoreske Ausblicke begleiten einen bei Erkundungen durch St. Gallen und seine Umgebung.

Roter Platz? - Da steht man mitten in St. Gallen, und sieht plötzlich rot. Und zwar durchgängig. Man ist aber keineswegs in einer spontanen Zeitreise nach Moskau versetzt worden, noch hat einen der Zorn übermannt (was freilich nie ganz ausgeschlossen werden kann). Man steht schlicht und einfach inmitten des Kunst-Projekts "Stadtlounge"... weiter




Ein raumgreifender Mann - mit Hang zum Gesamtkunstwerk: Mariano Fortuny (1871-1949). - © yourtoursinvenice

Kunstgeschichte

Homo Universalis1

  • Der spanische Designer, Maler und Kostümschöpfer Mariano Fortuny fand - gemeinsam mit seiner Geliebten Henriette Negrin - erst in der Serenissima zu seiner wahren Form und Begabung. Ein venezianisches Capriccio.

Das also auch noch. Doña Cecilia de Madrazo ist beunruhigt. Über ein Jahrtausend lang hatte der Campanile di San Marco den Zeiten getrotzt. El parón de casa (sic!, venez. Dialekt), wie ihn die Venezianer nennen, der Hausherr. Der Glockenturm der Markuskirche ist mit seinen knapp hundert Metern das höchste Gebäude der Stadt... weiter




Stilgerechter G’spritzter-Ausschank im klassischen Henkelglas in einem Wiener Gastgarten. - © Johann Werfring

Weinjournal

Der G’spritzte: Labsal in der Sommerhitze14

  • Das österreichische Nationalgetränk aus prickelndem Wasser und Wein ist ein Erfrischungsgetränk ersten Ranges und wird als Durstlöscher auch von Weinbeißern geschätzt.

Der G’spritzte hat in Österreich einen derart hohen Stellenwert, dass er sogar in einer Rechtsnorm definiert ist. Laut Paragraph 3 der österreichischen Weinbezeichnungsverordnung dürfen die Bezeichnungen "G’spritzter" sowie "Spritzer" verwendet werden, wenn das Getränk zu mindestens 50 Prozent aus Wein besteht... weiter




Erich Scheiblhofer ist einer der erfolgreichsten Winzer des Landes. - © Martina Lex

Weinjournal

Scheiblhofer: ein Winzer als Hotelier11

  • Das Weingut Scheiblhofer in Andau im burgenländischen Seewinkel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der wirtschaftsmächtigsten Weinbaubetrieben des Landes gemausert. Nach Errichtung des neuen Weinguts und der "Hall of Legends" wird nun ein 4-Sterne-Wein-Wellness-Hotel mit 100 Betten hinzukommen.

Mit einer Jahresproduktion von einer Million Flaschen Wein hat Scheiblhofer im Burgenland neue Maßstäbe gesetzt. In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat Scheiblhofer (nach dem Vorbild des "American Dream") gewissermaßen den "Burgenländischen Traum" generiert. Gar nicht so wenige transleithanische Winzer versuchen mittlerweile die... weiter




Punta Arenas an der Magellanstraße: einst internationaler Umschlagplatz für Waren und Menschen. - © Andreas Faessler/Wikimedia - Creative Commons

Chile

Ringstraßenpalais am Ende der Welt10

  • Die Stadt Punta Arenas im äußersten Süden von Chile erlebte ihre eigene Belle Époque. Der Panamakanal setzte der Blütezeit ein jähes Ende.

Die Stadt Punta Arenas kann nicht gerade als vorrangiges touristisches Ziel gelten. Im Ringen um die südlichste Stadt der Welt ist sie dem argentinischen Ushuaia nur knapp unterlegen, und das Klima hier ist feuchtkalt - das ganze Jahr über. Trotz dieser doch etwas ernüchternden Aspekte stellt man fest, dass man sich hier, in der Nähe des Südpols... weiter




Ein Stadt- und Sittenbild: Die Ruine des Bicentennial Monuments in Port-au-Prince. - © Marc Tornow

Haiti

Fluch der Karibik2

  • Haiti ist landschaftlich pittoresk und paradiesisch schön. Die Folgen von Diktaturen und Naturkatastrophen belasten die Insel-Nation und ihre bitterarme Bevölkerung aber bis heute.

"Ach, Sie wollen alleine los", Jean Baptiste lächelt gequält. "Das ist gegen die Abmachung." Der 32-jährige Haitianer berät ausländische Unternehmen in Sicherheitsfragen. Seine Präsentation hat nur einen Inhalt: die Unversehrtheit von Personen in und um Port-au-Prince. Etwa die Hälfte der haitianischen Hauptstadt sollte gar nicht erst betreten... weiter




Koloniales Erbe in Limas Altstadt. - © Villachica

Peru

Vertraute Fremde7

  • Unsere Autorin reist mit ihrem Vater durch sein Heimatland Peru: Auf den Spuren ihrer Familie, der Entwicklung des Landes - und mit Fragen nach ihrer Identität im Gepäck. Die Geschichte einer Annäherung.

Ein Gräberfeld in Limas Stadtteil La Molina. Mein 78 Jahre alter Vater kniet vor einer kleinen Steinplatte mit dem Namen und den Lebensdaten seiner Mutter. Er füllt eine Vase mit Wasser, stellt einen frischen Blumenstrauß hinein - das war’s. Konventionelle Grabpflege, die unsere Hände beschäftigt hätte, ist unnötig... weiter




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