Im Falle des Martinigansls ist punkto Weinauswahl Bedachtsamkeit angeraten. - © Johann Werfring

Weinjournal

Der passende Wein zur Gans4

  • Die Weinempfehlungen zum Martinigansl unterscheiden sich mitunter erheblich und sorgen nicht selten für Verunsicherung. Wir haben zwei prominente Weinmacher gefragt, warum sie bestimmte Rebensäfte als Speisenbegleiter bevorzugen.

Das Burgenland gilt traditionell als Gänseland und Pilgerstätte für Martinijünger. Der heilige Martin wurde bekanntlich in der Spätantike in Pannonien geboren, weshalb er bis heute als Landespatron des Burgenlandes fungiert. In der wohl schönsten Gemeinde des Burgenlandes, namentlich in Rust am Neusiedler See, treffe ich auf Gerhard Triebaumer... weiter




Martin Minkowitsch mit seiner Baumpresse aus dem Jahr 1820. - © Johann Werfring

Weinjournal

Erfrischender Charakter14

  • In Mannersdorf an der March im südlichen Weinviertel keltert Martin Minkowitsch Weißweine mit bestechendem Trinkfluss. Den aktuellen Jahrgang 2017 hat er bravourös gemeistert.

Seit 2014 betreibt Martin Minkowitsch Weinbau in Mannersdorf an der March. Sein Onkel, Roland Minkowitsch, von dem er den Betrieb übernommen hat,  etablierte in den vergangenen Jahrzehnten eines der besten Weingüter des Weinviertels. Wie wir uns bei einer kürzlich erfolgten Verkostung überzeugen konnten... weiter




Max Natmessnig vor dem Ort seines Schaffens am Arlberg. - © HablesreiterInterview

internationale Küche

"Ein Menü ist wie eine Oper"9

  • Spitzenkoch Max Natmessnig über Nachhaltigkeit und wie das Internet die Gastronomie beeinflusst.

"Wiener Zeitung": Herr Natmessnig, warum sind Sie Koch geworden? Max Natmessnig: Das war ein Kindheitstraum. Niemals wäre für mich ein anderer Beruf in Frage gekommen. Also besuchte ich nach der Matura die Wiener Tourismusschule "Modul". Mein Glaube, dort spitzenmäßig kochen zu lernen, wurde aber schwer enttäuscht... weiter




"Aber heuer, wenn du irgendwo anrufst und sagst, du brauchst Birnen, fragen sie dich: zehn oder hundert Tonnen?" - © Rebhandl

Schnapsbrennen

Ein Stamperl von der Streuobstwiese12

  • "Nach zwanzig Jahren Brennen lässt du jedes Jahr einen Fehler weg, und ein neuer kommt dazu": Besuch bei einem Schnapsbrenner in Oberösterreich.

Rechtzeitig zum Ende des Sommers lädt mich ein Freund in sein kleines Voralpenhäuschen ein, auf dem "ad rem", also "auf der Sache", ein altes "Maria-Theresien-Privileg" liegt. Dies ist ein Sammelbegriff für eine Fülle von Einzelbegünstigungen aus jener Zeit, u.a. eben das Brennrecht landwirtschaftlicher Betriebe... weiter




Nach Landessitte von Bali bunt beschirmt zog die vinophile Monarchin im Zeremonialwagen mit ihrem Hofstaat auf dem Festgelände ein. - © Johann Werfring

Weinjournal

Tattendorfer Winzerkönigin mit balinesischem Hofstaat17

  • Ein Jahr lang repräsentiert Isabella Schödinger als "Isabella I." die Weinkultur des Traditions-Weinortes südlich von Wien.

Am 16. September war in Tattendorf praktisch der ganze Ort auf den Beinen. Wieder einmal ging das traditionsreiche Weinlesefest über die Bühne. Den Auftakt bildete der Umzug mit den aufgeputzten Traktoren samt dekorierten sowie thematisch inszenierten Anhängern. Unter anderem erfreuten dabei tuckernde Oldtimer-Traktoren das Ohr und Auge des... weiter




An ihr kann man sich die Finger verbrennen: Die metallene "Main chaude" (l.) bringt Handschuhe auf die gewünschte Größe. Meister Jean-Marc Fabre im Atelier. - © Maison Fabre

Frankreich

"Jede Haut ist wie ein Buch"4

  • Die südfranzösische Stadt Millau ist ein altes Zentrum der Handschuhindustrie des Landes. - Ein Besuch in der renommierten Manufaktur Fabre.

"Wenn ein junger Mann beim Vater seiner Angebeteten wegen einer künftigen Eheschließung vorstellig wurde, musste er unbedingt Handschuhe tragen", erzählt Christine Vanicate. Und das ist noch nicht allzu lange her. Bis in die 1970er Jahre bestand diese Verpflichtung für französische Brautwerber. Christine ist Führerin im Museum von Millau... weiter




Links: Blaufränkisch-Traube am Stock; rechts: Edgar Brutler im Weinkeller. - © Johann Werfring, Nachbil

Weinjournal

Blaufränkisch: "Die ideale Rotweinsorte für Osteuropa"12

  • Nicht nur in Österreich, sondern auch international bemühen sich Weinmacher um Blaufränkisch-Weine in guter Qualität. Zu den raren Blaufränkisch-Meistern im Ausland zählt ein Rumäne mit Österreich-Connection: Edgar Brutler.

Bei der kürzlich in der Wiener Hofburg abgehaltenen Weinmesse VieVinum hatte die Österreich Weinmarketing (ÖWM) ein interessantes Event als Rahmenprogramm organisiert: Eine Anzahl an österreichischen Blaufränkischen wurde Gewächsen derselben Sorte aus Deutschland, aus der Slowakei, aus Slowenien, aus Tschechien... weiter




Weinberge in der idyllischen Serra Gaúcha im Bundesstaat Rio Grande do Sul. - © Lichterbeck

Brasilien

Reben im Regenwald6

  • Italiener brachten die ersten Rebstöcke. Das Vale dos Vinhedos steigt nun zu einer Region für Spitzenweine auf.

Man rollt über kurvenreiche Straßen, die Nachmittagssonne wirft ihr weiches Licht auf pittoreske Steinhäuschen, die Wegweiser führen zu Anwesen mit Namen wie Agostini oder Bolsoni. Als man an einer Kirche hält, um nach der Abzweigung zu den Pizzatos zu fragen, antwortet ein älterer Herr, der auf der Bank davor sitzt, in einer Sprache... weiter




Der Umweltpsychologe Eike von Lindern. - © Dialog N

Interview

"Kontraste fördern die Erholung"5

  • Der Umweltpsychologe Eike von Lindern über die wichtigsten Erkenntnisse seines Fachs im Hinblick auf Urlaub und Entspannung.

"Wiener Zeitung": Herr von Lindern, Sie sind "Umweltpsychologe": Täusche ich mich oder hat die Psychologie die Natur erst in den letzten Jahren als Forschungsgebiet für sich entdeckt? In den meisten psychologischen Disziplinen wird die materielle Umwelt nur am Rande thematisiert, es stehen häufiger kognitive Prozesse oder soziale Interaktionen im... weiter




Steile Passstraßen, hohe Wasserfälle und Kunst-Winter auf dem Berg: die Enklave Lesotho. - © Spreitzhofer

Landesporträt

Ski-Resort und Schlepperwesen

  • Lesotho, das "Königreich im Himmel" inmitten von Südafrika, ist das höchstgelegene Land der Welt. Doch soziale Probleme überschatten die Enklave.

Können Sie sich die österreichische Flagge mit einem grünen Tiroler Filzhut in der Mitte vorstellen, wahlweise mit Feder oder Kordel? Heimatliebe kann weit gehen, und so kamen gar keine Modediskussionen auf, als Lesotho seine blau-weiß-grüne Trikolore mit dem Mokorotlo, einem kegelförmigen Strohhut, einführte... weiter




Die Kathedrale und der Stiftsbezirk von St. Gallen. - © St. Gallen-Bodensee Tourismus

Schweiz

Ostschweizer Farbenspiele5

  • Rote Gegenwart, barocke Vergangenheit und pittoreske Ausblicke begleiten einen bei Erkundungen durch St. Gallen und seine Umgebung.

Roter Platz? - Da steht man mitten in St. Gallen, und sieht plötzlich rot. Und zwar durchgängig. Man ist aber keineswegs in einer spontanen Zeitreise nach Moskau versetzt worden, noch hat einen der Zorn übermannt (was freilich nie ganz ausgeschlossen werden kann). Man steht schlicht und einfach inmitten des Kunst-Projekts "Stadtlounge"... weiter




Ein raumgreifender Mann - mit Hang zum Gesamtkunstwerk: Mariano Fortuny (1871-1949). - © yourtoursinvenice

Kunstgeschichte

Homo Universalis1

  • Der spanische Designer, Maler und Kostümschöpfer Mariano Fortuny fand - gemeinsam mit seiner Geliebten Henriette Negrin - erst in der Serenissima zu seiner wahren Form und Begabung. Ein venezianisches Capriccio.

Das also auch noch. Doña Cecilia de Madrazo ist beunruhigt. Über ein Jahrtausend lang hatte der Campanile di San Marco den Zeiten getrotzt. El parón de casa (sic!, venez. Dialekt), wie ihn die Venezianer nennen, der Hausherr. Der Glockenturm der Markuskirche ist mit seinen knapp hundert Metern das höchste Gebäude der Stadt... weiter




zurück zu Themen Channel   |   RSS abonnieren


Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Erfrischender Charakter
  2. Der passende Wein zur Gans
Meistkommentiert
  1. Der passende Wein zur Gans