• vom 16.07.2016, 12:17 Uhr

Bier

Update: 11.08.2016, 16:54 Uhr

Bier im Visier / Wiener Journal

Wo die Biere geschmiedet werden


Mario Scheckenberger hämmert sanft Geschmack ins Bier. - © Fotos: Simon Rainsborough  Sieh mal, wer da Hämmert...  Ein Märzen ohne Muff ist das Werkstück. 



  • Sehenswert (1)




Von Edit Rainsborough

"Wenn du liebst, was du tust, wirst du nie wieder arbeiten müssen." Nach diesem konfuzianischen Motto machte Mario Scheckenberger sein Hobby zum Beruf und gründete die Bierschmiede.


"Schmied ist einer der ältesten Handwerksberufe" erzählt Mario Scheckenberger. Um an dieHandwerkstradition seines Großvaters anzuknüpfen, erfand er den Beruf des Bierschmieds. Seit einem Jahr wir bei ihm "der Geschmackins Bier gehämmert". Und auch wenn der Slogan etwas martialischklingt, geschieht dies hier eher sanft. Denn Scheckenberger gibtseinen Bieren viel Zeit zum Reifen, damit sie ihren Charakterentwickeln können.

Mit handwerklicher Sorgfalt gibt er seinem "Werkstück", einem unaufgeregt-erfrischenden Märzen den Feinschliff mit Aromahopfen. Was fehlt, ist der oft so typische Märzenmuff. Sein "Meisterstück" ist ein fein-fruchtig gehopftes Pils. Doch von "Aroma-Bomben" hält der Bierschmied nicht viel. Die Trinkbarkeit seiner Biere ist ihm viel wichtiger, als modische Extravaganzen. Die findet man bei ihm ebensowenig, wie fades Allerweltsbier. Mit handwerklichem Können und bodenständigen Bieren überzeugt Scheckenberger den konservativsten Biertrinker wie auch Bierkenner.

Information

Bierschmiede

Seefeld 56

4853 Steinbach am Attersee

www.bierschmiede.at


Vom 14. bis 20. Juli ist die Bierschmiede bei den Ottakringer Braukultur-Wochen in Wien.

Mit der Bierschmiede in Steinbach am Attersee hat sich Scheckenberger einen Lebenstraum verwirklicht. Nachdem er als Hobbybrauer unter dem Namen "ScheckiBräu" bereits etliche Auszeichnungen bekam, gab er seinen Marketingjob bei der BrauUnion auf und baute das ehemalige Kulturzentrum im Ort zu einer Brauereium. Sein Projekt ist schließlich "viel größer geworden, alsgeplant", erzählt Scheckenberger. Mit neun verschiedenen Sorten,dem G'schäftl und einer Braustub'n, in der man zum Bier Schmankerln von Bauern aus der Umgebung bekommt, hat er vorerst mehr als genug zutun.

Erschienen im Wiener Journal vom 15. Juli 2016.





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Dokument erstellt am 2016-07-16 12:19:05
Letzte Änderung am 2016-08-11 16:54:55

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