• vom 03.12.2011, 06:00 Uhr

Kulinarik


Wärme, die von innen kommt




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Von Anita Ericson

  • Wir haben auf den Weihnachtsmärkten in der City nachgefragt, was denn so drinnen ist im wärmenden Getränk. Selbstverständlich haben wir uns auch durchgekostet und möchten hiermit gleich vier Punschstandeln aufs Podest bitten.

- © Thomas Francois - Fotolia

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Rund 30.000 Liter alkoholische Heißgetränke werden auf Wiens Straßen und Christkindlmärkten ausgeschenkt - täglich! Der Klassiker ist der Glühwein, dessen Wurzeln bis in die Antike zurückreichen: Roter oder weißer Wein wird gezuckert und mit Gewürzen erhitzt. Eine Variante davon ist der Glühmost, als Basis dient Mostwein aus Äpfel und/oder Birnen anstelle herkömmlichen Traubenweins.

Die Alternative auf den Wiener Weihnachtsmärkten dazu ist der Punsch, der den ordinären Glühwein auf der Beliebtheitsskala um Längen schlägt. Punsch stammt ursprünglich aus Indien. Der Name leitet sich vom Hindi-Wort "pansch" für fünf ab, was sich auf die Anzahl der Zutaten bezieht: Arrak, Zucker, Zitrone, Tee und Gewürze.


Im Gegensatz zum Glühwein, der in der Tat nur Wein, Zucker und Wasser enthalten darf, sind die Zutaten beim Punsch nicht gesetzlich geregelt. Das eröffnet der Fantasie freien Lauf und es lohnt sich durchaus nachzufragen, auf welcher Basis der Punsch hergestellt wurde; Tee ist in den seltensten Fällen daran beteiligt und wenn, dann ist es meistens ein Früchtetee. Am häufigsten kommen in Wien Punsche auf Fruchtsaftbasis zur Ausschank, aber auch Punsche auf Weinbasis sind im Angebot. Egal ob Glühwein, Glühmost oder Punsch: Das Getränk sollte niemals auf mehr als 80 Grad Celsius erhitzt werden, da dann der Alkohol zu verdampfen beginnt und die Gewürze ihren feinen Geschmack verlieren.

Für unsere Punschverkostung haben wir die schönsten Weihnachtsmärkte im Zentrum Wiens besucht. Erfreulicherweise erhielten wir, bis auf eine Ausnahme im Museumsquartier, bei jedem Stand Auskunft über die verwendeten Zutaten. Im hippen MQ waren wir überhaupt ein wenig enttäuscht, denn obwohl hier ein Standl am nächsten steht, konnte uns dennoch keines restlos überzeugen - einmal fehlte die Freundlichkeit, einmal war der Punsch zu kalt.

Bei unseren beiden Testsiegern am Karlsplatz hingegen stimmte jedes Detail. Zudem haben wir hier die beiden Punschmeister höchstpersönlich angetroffen, die mit großem Enthusiasmus Frage und Antwort standen. Die Sorgfalt, mit der man hier Punsch herstellt, schlägt sich 1:1 im Geschmack nieder und so sind diese beiden mit beachtlichem Vorsprung auf Platz eins und zwei unseres Punschtests, von dem wir Ihnen nun die insgesamt acht interessantesten präsentieren:

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Dokument erstellt am 2011-11-30 18:09:12
Letzte Änderung am 2011-12-01 15:14:11


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