• vom 02.02.2007, 09:39 Uhr

Wein

Update: 22.01.2012, 21:18 Uhr

Werfrings Weinjournal

Vinaria Trophy 2007




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Von Johann Werfring

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  • Lebenswerk-Ehrung für Weinbaupionier Anton Kollwentz aus Großhöflein.

Anton Kollwentz (Mitte) freut sich über die "Vinaria Ehren-Trophy 2007" für sein Lebenswerk. Links: Vinaria-Verkostungsleiter Viktor Siegl; rechts: Vinaria-Chefredakteur Peter Schleimer.

Anton Kollwentz (Mitte) freut sich über die "Vinaria Ehren-Trophy 2007" für sein Lebenswerk. Links: Vinaria-Verkostungsleiter Viktor Siegl; rechts: Vinaria-Chefredakteur Peter Schleimer.© Foto: Martina Lex Anton Kollwentz (Mitte) freut sich über die "Vinaria Ehren-Trophy 2007" für sein Lebenswerk. Links: Vinaria-Verkostungsleiter Viktor Siegl; rechts: Vinaria-Chefredakteur Peter Schleimer.© Foto: Martina Lex

Bereits in den 1960er-Jahren, als hierzulande noch kaum jemand eine Vorstellung von Qualitätsweinbau hatte, kelterte der österreichische Weinbaupionier Anton Kollwentz in Großhöflein Weine auf Top-Niveau. Für seine großartigen Leistungen und Verdienste um den österreichischen Qualitätsweinbau erhielt Kollwentz kürzlich von der renommierten Fachzeitschrift "Vinaria" die heuer zum ersten Mal vergebene "Ehren-Trophy für das Lebenswerk".

Eines der Brauvourstücke von Anton Kollwentz war die Begründung der Cabernet Sauvignon-Tradition in Österreich. 1983 kelterte er den ersten reinsortigen Cabernet Sauvignon Österreichs und löste durch dessen Erfolg einen regelrechten Cabernet Sauvignon-Boom aus. Verdient machte sich der weinkundige Grandseigneur auch um die Sorte Zweigelt. In den 1970er- und 1980er-Jahren, als der Zweigelt landesweit noch als grobschlächtiger Schankwein verschrien war, hatte er das Potenzial dieser Traube längst erkannt und exzellente Qualitäten daraus erzeugt.


Pionierhaft wirkte Kollwentz auch bei den trockenen Weißweinen. Während im Burgenland früher von den Winzern allseits ein ganz und gar lieblicher Weintyp favorisiert wurde, war Anton Kollwentz der erste, der einen trockenen hochqualitativen Weißwein erzeugte. Ebenso hatte er schon früh bei hochqualitativen Cuvées die Nase vorn. 1986 kreierte er seine erste Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und Zweigelt, die heute als "Steinzeiler" zu den gesuchtesten Rotweinen Österreichs zählt. 1995 gründete Anton Kollwentz gemeinsam mit anderen hoch angesehenen Weinmachern die Winzervereinigung "Renommierte Weingüter Burgenland" (RWB), der er zehn Jahre lang als Präsident vorstand.

Neben der "Lebenswerk"-Trophy vergab Vinaria noch Preise in sieben weiteren Kategorien. Bei der Sorte Grüner Veltliner erreichte F. X. Pichler aus Oberloiben mit "M 2005" Rang 1. Bei den Rieslingen holte sich der Langenloiser Fred Loimer mit einem 2005er aus der Ried Seeberg die Trophy. In der Gruppe Burgunder weiß brillierte der Wiener Fritz Wieninger mit "Chardonnay 2003 Grand Select". In der Kategorie Sortenvielfalt weiß errang das südsteirische Weingut Tschermonegg mit "Traminer Trio 2004" den ersten Platz. Bei den Süßweinen ging die Trophy an Anton Kolwentz' Sohn, Andi Kollwentz, für "Scheurebe 2004 Trockenbeerenauslese". In der Gruppe Rotwein Cuvée siegte der Golser Gernot Heinrich mit "Salzberg 2003". Bei den sortenreinen Rotweinen ging die Vinaria Trophy 2007 ex aequo an das Schützener Weingut Prieler für "Blaufränkisch Goldberg 2003" und den Neckenmarkter Winzer Heribert Bayer für "Blaufränkisch In Signo Sagitarii 2004". Und in einer Sonderkategorie wurde Alexander Stauder vom Wiener Innenstadtgasthof "Zum weißen Rauchfangkehrer" als "Weinwirt" mit der Vinaria Trophy 2007 ausgezeichnet.

Info: www.vinaria.at

Artikel erschienen am 2. Februar 2007
in der Kolumne "Werfrings Weinjournal"
In: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 44




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Dokument erstellt am 2007-02-02 09:39:32
Letzte Änderung am 2012-01-22 21:18:02

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