Literatur

Der vergiftete Brunnen

  • Julia Schochs sezierend-analytischer Roman "Schöne Seelen und Komplizen".

"Das war die große Freude beim Schreiben, dass man jedem Gerechtigkeit widerfahren lassen konnte", erklärte Julia Schoch kürzlich über ihren neuen Roman "Schöne Seelen und Komplizen". 16 Schüler eines Elitegymnasiums im Potsdam der Vorwendezeit stehen im Mittelpunkt der zweigeteilten Handlung. Der erste Teil ist in der Zeit zwischen 1989 und 1992... weiter




Literatur

Dunkles Kuba1

  • Erzählungen des auf der Karibikinsel verfemten Autors Ángel Santiesteban.

Der Kubaner Ángel Santiesteban, Jahrgang 1966, war ein gefeierter und vielfach ausgezeichneter Autor seiner Generation. Als er aber einen regimekritischen Blog schrieb, wurde er interniert; aktuell ist er auf Bewährung frei, darf aber in Kuba nicht publizieren. Nun sind 16 seiner Erzählungen unter dem Titel "Wölfe in der Nacht" auf Deutsch... weiter




Lyrik erlesen

Durchgerüttelt aus dem Lesesattel5

  • Lyrik erlesen: Neue Gedichte von Thomas Kunst, Matthew Sweeney und Jochen Jung.

Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre wurde im deutschsprachigen Literaturbetrieb heftig darüber debattiert, was denn alles Platz in einem Gedicht habe. Es war die Zeit der experimentellen Poesie, der Agitprop-Lyrik und der einsetzenden Woge der Alltagslyrik, und diese neuen lyrischen Töne bedurften der poetologischen Untermauerung... weiter




Literatur

Die Kunst des Durchschauens

  • Der deutsche Dramatiker und Essayist Botho Strauß handelt das Große und Ganze ab - auf beträchtlichem Niveau und ohne Verständigungsangebote zur Güte.

"Leben ist immer lebensgefährlich", wusste schon Erich Kästner, und wir wissen es auch. Diese Einsicht ist schlagend, und je länger ein Leben währt, in dem man sich als letztlich wohl doch nur zufällig anwesende Person einzurichten hatte, desto mehr stimmungsdämpfende Gedanken lassen sich daraus beziehen... weiter




Nicht zu stoppen: Martin Walser, Jahrgang 1927. - © Ullsteinbild/Ulrich Baumgarten

Literatur

Wider den Zeitgeist9

  • Martin Walser legt in seinem neuen Roman eine ironische und zugleich schonungslos ehrliche Beichte ab. Ein Kolloquienband schärft das Profil des Autors nach.

Martin Walser ist, selbst im 90. Lebensjahr, nicht zu stoppen: Nun ist er sogar unter die Blogger gegangen! Zumindest fiktional, denn sein neuer Roman "Gar alles" ist vorgeblich ein Weblog, den sein fiktionaler Protagonist Justus Mall beginnt, um so "Briefe an eine unbekannte Geliebte" zu schicken, wie der Untertitel verrät... weiter




#erzschlag

frühling79

farbe hin, farbe herfarbe da, farbe dort dunkle farbe, helle farbe farbnummerierungen und farbschattierungen nicht zu verstehen bloß zu sehen weiter




Gehaltvolle Nahrung: jopa jotakin. - © Andrea Knabl

Kultur

Alles für die Fisch4

  • Freitagabend präsentiert jopa jotakin seine Lese-Performance "keine kochrezepte" im Wiener Kulturverein Einbaumöbel.

Wien. "jopa jotakin kam in einer stürmischen herbstnacht des jahres 1986 schlafend zur welt. kann finnisch und dada", so die Selbstdarstellung des auf Kleinschreibung bestehenden jopa jotakin: "jopa macht seine texte unter vollem einsatz seines stattlichen körpers erlebbar - laut und deutlich. trinkt bier. prinzessin & hausfrau... weiter




Wenn Kriminalisten kochen: Walker setzt auch Frankreichs Küche literarisch in Szene. - © Diogenes/SchweitzerInterview

Neuer Bruno-Krimi

Die Macht der Vergangenheit5

  • Der schottische Krimi-Autor Martin Walker über religiöse Konflikte, die Katastrophe Brexit und, natürlich, Whisky.

Eine lange wenig bekannte Gegend erobert die Gunst der Touristen: das Périgord. Ausgerechnet ein Schotte rückt die Region im Südwesten Frankreichs liebevoll und kenntnisreich in den Fokus. Der Journalist, Historiker und Romanautor Martin Walker schuf mit dem französischen Polizisten Bruno eine literarische Kultfigur... weiter




Bedrohtes architektonisches Erbe New Yorks: typische Brownstone-Townhouses. - © Mike Tauber / Getty Images

John Freeman GIll

Die Geister New Yorks3

  • US-Journalist John Freeman Gills besticht mit einer Liebeserklärung an das alte, untergegangene Manhattan und dessen Gebäude: "Die Fassadendiebe" - ein gelungenes Romandebüt.

Liebeserklärungen an New York gab es viele - und gibt es noch immer, wenn auch in geringerem Ausmaß, zumindest was Manhattan betrifft. Weil kaum noch New Yorker Autoren dort wohnen, da die Mieten, ganz zu schweigen von Eigentumswohnungen, unleistbar geworden sind. Auch deshalb spielen New-York-Romane in der Regel in den anderen boroughs der... weiter




Literatur

Krasse Klischees1

  • "Schwarz und weiß" - ein Roman voller Gegensätze von Irene Dische.

Selten ist ein Titel so aussagekräftig wie beim opulenten Epos "Schwarz und Weiß" der meist in Berlin lebenden US-Autorin Irene Dische. Sie erzählt die unkonventionelle Liebesgeschichte zwischen einem ungebildeten, dunkelhäutigen Mann aus Florida und der Tochter einer intellektuellen jüdischen Emigrantenfamilie aus New York... weiter




"Mein Stil ist nun einmal essayhaft": Heinrich Steinfest im elterlichen Garten in Wien. - © Jaschke

Literatur

Der Phantast1

  • Eine Frau, die sich selbst bestraft, ist die Heldin von Heinrich Steinfests neuem Roman "Die Büglerin". Der Autor spricht über sein Œuvre, seine Ängste und seine Wiener Wurzeln.

Tatsächlich - seine Hose hat Bügelfalten. Darauf haben Journalisten und Leser bei Heinrich Steinfest, dem Schöpfer des einarmigen Detektivs Cheng und wahrhaft phantastischer Romanwelten, neuerdings ein Auge. Denn die Protagonistin seines neuen Romans "Die Büglerin" ist eine Frau, die Bügeln zum Beruf macht - mehr als das: Bügeln zur Kunst erhebt... weiter




Gerhart Hauptmann im Garten seiner Villa Wiesenstein, um 1942. - © Ullsteinbild

Literatur

Ein undeutlicher Mann

  • Der deutsche Schriftsteller Hans Pleschinski würdigt seinen berühmten Zunftgenossen Gerhart Hauptmann mit dem ungewöhnlichen Roman "Wiesenstein".

Eine Zeitlang war er der wohl berühmteste Dichter in Deutschland, ein Mann von Stand und repräsentativem Auftreten, der seine Außenwirkung dann auch über seine äußere Erscheinung bezog, den bemerkenswerten Kopf und das prächtig abstehende, weiße Haupthaar. So stellt man sich einen Dichter und Denker vor, der es im Leben zu etwas gebracht hat... weiter




- © afp/Jonathan Nackstrand

Literatur-Nobelpreis

"So eine Jury kann nicht funktionieren"2

  • Der Nobelpreis für Literatur wird 2018 gar nicht, 2019 dafür doppelt vergeben.

Stockholm/Wien. Was bisher nur den beiden Weltkriegen geschuldet war, hat nun auch die interne Vertrauenskrise in der Schwedischen Akademie nach sich gezogen: Erstmals seit knapp 70 Jahren wird 2018 kein Literaturnobelpreis verliehen werden. Im Folgejahr sollen dafür zwei Preisträger gekürt werden. Die Statuten des seit 1901 ausgelobten Preises... weiter




Kinderbuch

"Bring mich zurück in meinen Garten!"

  • Isabella Diessl: "Die Frau aus dem Apfel" - wie eine antike Göttin einer Zehnjährige Kopfzerbrechen bereitet.

Als ob das Leben als Zehnjährige mit getrennt lebenden Eltern nicht ohnehin schon schwierig genug wäre, wird Pilvi, die gerade dabei ist, ihre beste Freundin an eine andere zu verlieren, und ausgerechnet mit ihrem verhassten Klassenkollegen Charles gemeinsam ein Referat halten muss, mit einer schier unglaublichen Sache konfrontiert: Als ihre neue... weiter




#erzschlag

gipfelstürmer66

über den baumwipfeln hinweg gibt’s den blick zum gipfel davor ein großes schild: sterben war noch nie so billig ihr bestattungsbetrieb weiter




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