• vom 31.01.2014, 10:51 Uhr

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Update: 15.08.2014, 19:55 Uhr

#erzschlag

Dominik Tatarka




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Von Stephan Eibel Erzberg


    als ich dich das allererste mal sah vor dem großen aschenbecher
    in dem der mond, die sonne und der mars platz gehabt hätten
    warst du schon der erste poet der slowakei

    jahre später-du hattest noch immer publikationsverbot-
    standen juray spitzer und ich vor deinem grab und rissen
    filter von unseren zigaretten wie kinder blüten von blumen
    dominik ist tot, dominik ist nicht tot, dominik ist tot, und
    steckten die filterlosen zigaretten in die frische, dunkle erde


    am 27.10.2003 hörte ich von einem informierten großherrn
    aus prag: dominik tatarka war ein spitzel und kein kleiner
    marta simeckova, die dominik bis heute verehrt,
    wurd täglich verraten
    milan martin simecka, der dominik vergöttert,
    wurd täglich verraten
    nur mir konnte dominik nicht schaden
    ich wohnte über der grenze

    und endlich heute, am 13.11. 2003 um 11 uhr garantiert mir
    der dichter jiri grusa: selbst wenn dominik gewollt hätte,
    wärs ihm nicht gelungen-er war doch viel zu versoffen




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
    Dokument erstellt am 2014-01-31 10:56:02
    Letzte Änderung am 2014-08-15 19:55:00



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