• vom 07.11.2017, 16:26 Uhr

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Update: 07.11.2017, 16:53 Uhr

Buch Wien

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  • Die zehnte Buch Wien ist internationaler denn je und gibt sich zur Eröffnung am Mittwoch politisch.

Hält am Mittwoch die Eröffnungsrede der Buch Wien: Karl-Markus Gauß.

Hält am Mittwoch die Eröffnungsrede der Buch Wien: Karl-Markus Gauß.© APAweb, Herbert Pfarrhofer Hält am Mittwoch die Eröffnungsrede der Buch Wien: Karl-Markus Gauß.© APAweb, Herbert Pfarrhofer

Wien. Mit einer Rede des Schriftstellers und Publizisten Karl-Markus Gauß und der bereits traditionellen "Langen Nacht der Bücher" wird am 8. November die zehnte Buch Wien eröffnet. 451 Veranstaltungen, 381 Autoren und 350 Aussteller sind für die Wiener Buchmesse angekündigt. Im Vorjahr war mit 43.000 Besuchern ein neuer Rekord erzielt worden, ein Ergebnis, das die Veranstalter bei der diesjährigen Ausgabe noch zu übertreffen suchen.

Zum Jubiläum werde die erneut in der Halle D der Messe Wien abgehaltene Veranstaltung "internationaler als je zuvor", versprach Benedikt Föger, der Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels bei der Programmpräsentation. Auch Programmdirektor Günter Kaindlstorfer versicherte, man wolle es zum Geburtstag "krachen lassen" und habe "so viele internationale Literaturstars wie noch nie" eingeladen.

Information

Buch Wien

Internationale Buchmesse & Lesefest.
8. bis 12. November 2017

http://www.buchwien.at/

Literatur aus 20 Nationen

20 Nationen werden auf den 8000 Quadratmetern Ausstellungsfläche der Buch Wien vertreten sein, neben einem kleinen Slowenien-Schwerpunkt werde auch Frankreich, das diesjährige Schwerpunktland der eben zu Ende gegangenen Frankfurter Buchmesse, sowie Schweden und Kroatien besonders präsent sein.

Der Österreichische Buchpreis wurde nach Frankfurter Vorbild erneut am Vorabend der Messe-Eröffnung, also am 7. November, vergeben. Die Preisträger des neben dem Hauptpreis verliehenen Debütpreises werden auf der regulär von 9. bis 12. November geöffneten Buch Wien Auftrittsmöglichkeiten erhalten.

Als politisch kündigte Kaindlstorfer die Eröffnungsrede von Karl-Markus Gauß an: "Viele Menschen gehen davon aus, dass sich in diesem Herbst viel verändern wird in diesem Land. Wohin diese Veränderungen gehen könnten, darüber wird er in gewohnt kritischer Manier reflektieren." Bei der bis Mitternacht dauernden "Lange Nacht der Bücher" werde Moderator Florian Scheuba ("Er sagt, das sei einer seiner Lieblingsjobs") Michael Köhlmeier, Ingo Schulze, Adele Neuhauser, die Science Busters und YouTube-Star Michael Buchinger auf der Bühne begrüßen. Dazu als bewährte Fixpunkte: Poetry Slam, eine Kochbuch-Bühne und ein Bücherquiz.

Ein großer Schwerpunkt gelte heuer dem Bereich "anspruchsvolles Sachbuch", sagte Kaindlstorfer. Wie immer schlagen sich dabei einige Gedenkjahre nieder: Zu 100 Jahre Oktoberrevolution habe Gerd Koenen mit seinem 1000-seitigen Wälzer "Die Farbe Rot" "das spannendste Buch zum Thema" geschrieben, dem Prager Fenstersturz und dem Dreißigjährigen Krieg widmet sich Herfried Münkler. Aus London reist Gareth Stedman Jones an, der seine kritische Marx-Biografie vorstellt. Auch das kommende Republik-Jubiläum 2018 mache sich bereits in vielen Neuerscheinungen, unter andrem von Heinz Fischer, Hannes Androsch, Hannes Leidinger, Anton Pelinka und Manfred Rauchensteiner, bemerkbar.

Ein Buch für eine Stadt

Gratisbuch ist heuer "Letzte Nacht" von Stewart O’Nan. Mit Robert Harris reise ein weiterer Weltstar an: "In ‚München‘ es geht es in einer thrillerartiger Camouflage um die Münchner Konferenz von 1938, wo das Schicksal der Tschechoslowakei entschieden wurde", erzählte Kaindlstorfer. Neben Ljudmila Ulitzkaja, Meir Shalev und Ales Steger wird auch die norwegische Bestsellerautorin Maja Lunde ("Die Geschichte der Bienen") und der nach Deutschland geflüchtete Syrer Aeham Ahmad erwartet. Natürlich werde auch "die ungeheure Vielfalt der österreichischen Neuerscheinungen" abgebildet - Robert Menasse und Marlene Streeruwitz haben ebenso ihre Messeauftritte wie Doron Rabinovici, Radek Knapp, Olga Flor oder Karin Peschka.

Auch heuer gibt es wieder ein dichtes Kinder- und Jugendbuch-Programm, die "Donau Lounge" für Literatur aus dem Donauraum, sowie einen kleinen Schwerpunkt auf antiquarische Bücher, wo man etwa Buch-Restauratoren bei der Arbeit zuschauen kann. Comics-Fans werden unter anderem mit einem Comic Festival der Frankophonie oder einem Auftritt von Nicolas Mahler bedient, der seine Version von "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" vorstellt.

Laut Hauptverbands-Geschäftsführer Gustav Soucek gibt es heuer erstmals freien Verkauf bei allen Ständen. Das begleitende Lesefest findet von 8. bis 12. November an 33 Veranstaltungsorten bei freiem Eintritt statt.





Schlagwörter

Buch Wien, Buchmesse

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-11-07 16:29:13
Letzte Änderung am 2017-11-07 16:53:29



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