• vom 13.04.2018, 16:47 Uhr

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Nobelpreis

Flächenbrand in der Nobelpreis-Jury weitet sich aus




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    Stockholm. Die Schwedische Akademie, die Jury für den Literaturnobelpreis, zerbricht nach ihrem Korruptions- und Belästigungsskandal mehr und mehr: Am Donnerstag trat die Ständige Sekretärin Sara Danius zurück. Sie gebe nicht nur den Vorsitz, sondern auch ihren Sitz in der Akademie auf, sagte Danius nach einer Sitzung des Gremiums am Abend.

    "Das war der Willen der Akademie, und nach diesem Willen richte ich mich." Die 56 Jahre alte Literaturwissenschaftlerin war 2015 zur Ständigen Sekretärin ernannt worden und damit die erste weibliche Vorsitzende des Gremiums, das den Literaturnobelpreisträger oder die Literaturnobelpreisträgerin auswählt.


    Keine Bestellungen möglich
    Zuletzt war Danius wegen ihres Umgangs mit einem Belästigungs- und Korruptionsskandal in der Akademie stark kritisiert worden. Drei Mitglieder hatten ihre Arbeit niedergelegt, weil die Akademie keine ausreichenden, auch personellen Konsequenzen aus der Affäre habe ziehen wollen.

    Am Donnerstag trat nun auch das umstrittene Mitglied Katarina Frostenson zurück, die mit ihrem Mann im Mittelpunkt des Skandals steht. Sie hatte jahrelang mit über Subventionen der Akademie für den Kulturverein ihres Mannes entschieden, ohne dass die anderen Mitglieder das wussten. Außerdem soll sie die Namen von sieben Nobelpreisträgern vorzeitig ausgeplaudert haben. Ihrem Mann warfen 18 Frauen im Herbst sexuelle Belästigung vor.

    Sogar der schwedische König Carl XVI. Gustaf hatte sich in der Krise eingeschaltet und die Mitglieder der Akademie aufgefordert, ihrer Verantwortung für die Kulturinstitution gerecht zu werden. Die Nobelpreisstiftung hatte gewarnt, der Skandal werde dem Ansehen aller Nobelpreise schaden. Von einst 18 Mitgliedern sind jetzt nur noch 11 aktiv. Um neue Mitglieder zu berufen, müssen mindestens 12 abstimmen.




    Schlagwörter

    Nobelpreis, Krise, Jury

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    Dokument erstellt am 2018-04-13 16:51:12



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