• vom 10.07.2018, 11:15 Uhr

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Update: 10.07.2018, 11:19 Uhr

Auszeichnung

Martin Pollack erhält Johann-Heinrich-Merck-Preis




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Von WZ Online, APA

  • Auszeichnung wird mit dem Georg-Büchner-Preis am 27. Oktober in Darmstadt verliehen.

Die Jury lobte in ihrer Begründung Pollacks Beschäftigung mit "den vergessenen und verdrängten Ereignissen in der mitteleuropäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts".

Die Jury lobte in ihrer Begründung Pollacks Beschäftigung mit "den vergessenen und verdrängten Ereignissen in der mitteleuropäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts".© APAweb, Georg Hochmuth Die Jury lobte in ihrer Begründung Pollacks Beschäftigung mit "den vergessenen und verdrängten Ereignissen in der mitteleuropäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts".© APAweb, Georg Hochmuth

Darmstadt/Wien. Der oberösterreichische Autor Martin Pollack erhält den diesjährigen Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay. Die von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vergebene Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert und wird gemeinsam mit dem Georg-Büchner-Preis am 27. Oktober in Darmstadt verliehen. Ebenfalls prämiert wird Wolfgang Kemp, der den Sigmund-Freud-Preis erhält.

Die Jury lobte in ihrer Begründung Pollacks Beschäftigung mit "den vergessenen und verdrängten Ereignissen in der mitteleuropäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts", wie es in einer Aussendung heißt. "Mit Akribie und Beharrlichkeit rekonstruiert er Geschehnisse, Tatorte und Lebenswege, folgt mündlichen Hinweisen ebenso wie kaum noch sichtbaren Spuren in der Landschaft. Wie sehr Geschichte eine Landschaft formt und dadurch wiederum das Leben der Menschen, die in ihr wohnen, wird durch die Essays von Martin Pollack begreifbar."

 "Topografie der Erinnerung"

Letztlich sei das Werk des am 23. Mai 1944 in Bad Hall geborenen Autors "unverzichtbar". Der ehemalige "Spiegel"-Korrespondent, der auch als Übersetzer aus dem Polnischen arbeitet, wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er etwa den Georg-Dehio-Buchpreis (2010), den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2011), den Kulturpreis des Landes Oberösterreich (2015) sowie den DIALOG-Preis der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (2017). Zuletzt war von ihm der Sammelband "Topografie der Erinnerung" (2016) erschienen.

Der deutsche Kunsthistoriker Wolfgang Kemp (72) erhält den ebenfalls von der Deutschen Akademie ausgelobten Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa (20.000 Euro) für ein "staunenswert breites Themenspektrum", dem er sich widmet. "Mit großer stilistischer Sicherheit vermag er dem Leser komplexe Werke der Bildenden Kunst in einer anschaulichen, begriffsklaren, theoretisch durchdachten und ästhetisch sensiblen Prosa zu erschließen." Wie der Merck-Preis wird auch diese Auszeichnung gemeinsam mit dem Georg-Büchner-Preis übergeben. Dieser geht heuer an die Schriftstellerin und Übersetzerin Terezia Mora (47).





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-10 11:16:30
Letzte Änderung am 2018-07-10 11:19:56


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