• vom 03.09.2018, 16:31 Uhr

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Von Petra Paterno

  • Wolfgang Kraliceks Theaterkritiken in Buchform.

"Schlagt ihn tot, den Hund! Es ist ein Rezensent", heißt es bekanntlich bei Goethe. An dieser Haltung gegenüber Kritikern hat sich bis heute leider wenig geändert. Das Geschäft des Kritikers ist hart und undankbar, zumal als Theaterkritiker in einer theaterverliebten Stadt wie Wien hat man einen schweren Stand. Ist man zu freundlich, wird einem Kumpanei vorgeworfen, ist man zu kritisch, ist man sowieso unten durch. Egal wie, den schlechten Ruf wird man nicht los.

Auf diesem heiklen Terrain bewährt sich der profilierte Theaterkritiker Wolfgang Kralicek wie kaum ein anderer. 20 Jahre lang schrieb er für die Wiener Stadtzeitung "Falter", seit langem ist er Korrespondent für das Branchenblatt "Theater heute" und die "Süddeutsche Zeitung".


Im Wiener Aboverlag sind nun unter dem Titel "Stück für Stück. Wolfgang Kralicek geht ins Theater" vier schmale, überaus ansprechend gestaltete Bände erschienen, die einige seiner Kritiken, Porträts und Betrachtungen zum Wiener Theaterleben zusammenfassen.

In der Zusammenschau entfaltet sich ein kurzweiliger Überblick über Tendenzen des Gegenwartstheaters - vom Diskurstheater à la René Pollesch bis zu immersiven Großprojekten des Theaterkollektivs Signa. Vor allem Kraliceks kenntnisreiche Auseinandersetzungen mit einzelnen Aufführungen (etwa "Wunschloses Unglück") vergegenwärtigen sonst unwiederbringlich verlorene Theaterabende.

Sachbuch

Stück für Stück.

Wolfgang Kralicek
geht ins Theater, Bd. 1 bis 4

Aboverlag 2018, je 28 Seiten

Einzelheft: 8 Euro

Vier Hefte: 26 Euro




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Dokument erstellt am 2018-09-03 16:41:55


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