Sieg und Niederlage geben der Geschichte ihre Gestalt. - © Fotolia/Shawn Hempel

Sachbuch

Des Siegens nicht mehr mächtig25

  • Ein Essay blickt auf die Auseinandersetzung mit dem politischen Islam.

Es ist reichlich paradox: Der Westen, also ein loser Verbund von USA, Europa und ein paar anderen Demokratien wie Australien oder Kanada, ist seit 1945 die mit Abstand stärkste Militärmacht der Welt - und hat trotzdem in diesen sieben Jahrzehnten keinen Krieg wirklich gewonnen, von Vietnam über Afghanistan bis zum Irak... weiter





Literatur

Macht der Bilder3

  • Ein packender Roman von Hanno Millesi.

Ein Mann - der Ich-Erzähler - und eine Frau besuchen mit vier Kindern ein Museum (aufgrund der beschriebenen Gemälde als das Kunsthistorische erkennbar). Eines der Kinder erschrickt ob einer altmeisterlichen Szenerie, wo ein Krokodil zum Beutezug ansetzt. Als die kleine Gruppe den Saal wieder verlassen will, wird sie vom Aufseher daran gehindert... weiter




Literatur

Ein Flaneur in Berlin2

  • Leander Steinkopfs feinsinnige Erzählung "Stadt der Feen und Wünsche".

Der Flaneur hat es nicht leicht in der Großstadt des 21. Jahrhunderts. Statt unter verträumten Arkaden muss er durch gestylte Konsumtempel schlendern, die Nachverdichtung füllt noch die letzten Brachflächen mit öder Einheitsarchitektur, und an die Stelle individueller Läden treten die immergleichen Filialen irgendwelcher Ketten... weiter




Der christliche Nationalismus, in dem Dostojewski das Heil sah, feiert heute in Russland wieder kniefällige Urständ. Im Bild: Mariä-Verkündigungs-Kathedrale, Kreml. - © Aniacra / Wiki CC

Literatur

Die Welt ändern mit Schönheit8

  • Dostojewskis Hang zu einem religiösen Nationalismus hinterließ im Roman "Der Idiot" tiefe Spuren. Die inneren Zerreißproben des Autors lotet eine neue Biographie aus.

Vor 150 Jahren, als er seinen Roman "Der Idiot" fertigstellte, empörte sich der in Europa herumziehende russische Dichter Fjodor Michailowitsch Dostojewski über den sich ausbreitenden Nihilismus im Westen. Materialismus, liberale Ideen, Sozialismus, Frauenemanzipation - das alles stieß ihn heftig ab und suchte er von Russland fernzuhalten... weiter




Joyce Carol Oates vermittelt ein seltenes medizinisches Phänomen in Form einer schmerzhaften erzählerischen Grenzerkundung. - © David Livingstone / Getty Images

Literatur

In ewiger Gegenwart gefangen2

  • Die US-amerikanische Schriftstellerin Joyce Carol Oates scheut heikle Romanthemen auch im Alter nicht: Wie lebt man bei extremem Verlust des Kurzzeitgedächtnisses? Am 16. Juni begeht die Autorin ihren 80. Geburtstag.

Unendlich viel hat Joyce Carol Oates schon geschrieben - allein mehr als 60 Romane, und in den letzten Jahren ist sie immer wieder als heiße Nobelpreiskandidatin gehandelt worden. Mit ihrem neuen Roman, "Der Mann ohne Schatten", der kurz vor ihrem 80. Geburtstag erschienen ist, hat sie noch einmal ein völlig neues thematisches Terrain betreten... weiter




Fake! - Ein Trump-Imitator präsentiert in Oval-Office-Attrappe das Buch. - © Eamonn M. McCormack/Getty Images)

Literatur

Ein Held wie aus Hollywood

  • Ex-Präsident Bill Clinton und Bestsellerautor James Patterson haben in lukrativer Kooperation den Politthriller "The President Is Missing" verfasst.

Die Lage ist extrem unsicher. Die nationale Sicherheit ist bedroht. Cyberterroristen haben sich die USA zum Ziel genommen, um mit dem Dark-Ages-Computervirus alle zentralen Netzwerke anzugreifen und lahmzulegen. Hacker als Krieger neuen Typs: Die Uhr tickt, es bleibt nur noch ein Tag Zeit, um das Unglück abzuwenden... weiter




Literatur

Glück ist Illusion1

  • Iris Murdochs erbarmungslos humorvoller Roman "Ein abgetrennter Kopf".

Martin liebt Antonia. Und er liebt Georgie. Antonia liebt Palmer, ihren Psychoanalytiker. Dieser liebt seine unansehnliche Stiefschwester Honor, eine Ethnologin. Währenddessen verliebt sich Antonia in Martins bildhauernden Bruder Alexander. Der will aber Georgie heiraten. Am Ende brechen Palmer und Georgie in ein neues Leben auf... weiter




Krimi

Ein nächtliches Mitbringsel3

  • "Es lebe der Zentralfriedhof" wäre der ideale Soundtrack für Johann Allachers "Der Knochentandler".

Nach einer durchzechten Nacht hat der Bummelstudent Erki Neubauer (die Figur ist Johann Allachers Lesern bereits aus dem Krimi "Der Watschenmann" bekannt) mit einem dicken Schädel zu kämpfen (auch dieses Motiv ist bereits bekannt). Doch dem nicht genug: Nach seinem nächtlichen Ausgang hat er ein weiteres Objekt mit nach Hause gebracht... weiter




Literatur

Fatale Lebenslüge2

  • Winckelmanns Tod in Triest in einer lesenswerten "Psychobiografie".

"Edle Einfalt und stille Größe"- so lautete das ästhetische Credo jenes Gelehrten, der Männern nicht nur in Gestalt antiker Statuen einiges abgewinnen konnte: Johann Joachim Winckelmann. So klar das Schönheitsideal des Klassizisten, Kunsthistorikers und Archäologen war, so komplex war seine Persönlichkeit... weiter




Literatur

Ewig rollt der Ball1

  • Von der WM 2014 bis zum Unglück von Südamerika: Neue Bücher beweisen einmal mehr, dass große Momente des Fußballs von wunderbarer Zeitlosigkeit sind.

Auch das neue Buch kommt wieder wie ein Ziegelstein daher. 640 Seiten. Darunter macht es Karl Ove Knausgård offenbar nicht. Und wieder geht es vor allem um ihn, sein Leben und seine Ansichten, wenn auch diesmal in "Kein Heimspiel" nicht so eindeutig und ausschließlich wie in seiner zuletzt erschienenen Reihe "Min Kamp"... weiter




zurück zu Literatur


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Des Siegens nicht mehr mächtig
  2. Große Fragen eines Kindes
  3. h.c. artmann
Meistkommentiert
  1. Religionen machtlos halten
  2. Des Siegens nicht mehr mächtig