Krimi

Mordklamauk am Wörthersee

  • Kurt Frischengrubers "Tödlicher Chatroom" ist voller überzeichneter Figuren.

Kurt Frischengruber mag sich als Krimiautor Peter Patzakzum Vorbild genommen haben. Denn die Art und Weise, wie er seinen Roman umeinen Serienfrauenmörder, der seine via Internet gefundenen Opfer skalpiert,erzählt, wirkt ein wenig, als wäre "Kottan ermittelt" an den Wörthersee verlegt worden. In der Klagenfurter Mordkommission tummeln... weiter





Krimi

Nur drei Stunden

  • Chris McGeorge: "Escape Room" - eine Mördersuche als perfides Kammerspiel.

Reality-TV-Detektiv Morgan Sheppard wacht gefesselt in einem Hotelzimmer auf, zusammen mit fünf anderen Personen – und einer Leiche. Ihr Entführer gibt Sheppard genau drei Stunden Zeit, den Mörder zu finden, der einer der sieben Lebenden im Zimmer ist, andernfalls sterben sie alle. Der von Alkohol... weiter




Starb vor 55 Jahren, genau am selben Tag wie J. F. Kennedy: Aldous Huxley. - © Charles Sheeler / Getty Images

Literatur

Zerrbild der Ideenträger6

  • Der englische Schriftsteller Aldous Huxley hielt der Londoner Upper-Class in seinem Roman "Kontrapunkt des Lebens" einen wenig schmeichelhaften Spiegel vor.

Sein Tod am 22. November 1963 war nahezu unbeachtet geblieben. Dass am selben Tag, als in Texas Präsident Kennedy ermordet wurde, in Los Angeles ein bedeutender englischer Autor gestorben war, konnte die Weltöffentlichkeit inmitten der Aufregung, die damals herrschte, nicht erreichen. Aldous Huxley war wenige Stunden nach den Schüssen von Dallas... weiter




Literatur

Melancholische Vermessungen

  • Andreas Maiers ironischer Kolumnistenblick: "Was wir waren".

"Neulich": Unter diesem Kolumnentitel tut der deutsche Autor Andreas Maier seine Meinung in der Literaturzeitschrift "Volltext" kund. Eine erste Sammlung der Beiträge in Buchform erschien 2010 ("Onkel J. Heimatkunde"). Nun folgt eine nächste Auswahl: "Was wir waren". Wobei die Krux in dem "Wir" steckt - wie der Autor darlegt: Wann fing es nur an... weiter




Literatur

Kartografie des Verschwundenen

  • Judith Schalanskys außerordentliches Prosabuch "Verzeichnis einiger Verluste".

Der Tod des Romans ist schon öfters ausgerufen worden. Stets fälschlicherweise. Diese Erzählform ist nämlich fürs Erste nicht totzukriegen, obwohl man beim Blick in die deutschsprachige Gegenwartsliteratur geneigt ist, zum Schluss zu kommen, dass sich die Gattung mittlerweile durchaus überholt hat. Wirklich herausragende Beispiele für die Form... weiter




Literatur

Spurensuche im eigenen Leben1

  • Hoch poetisch: "Der rote Schal" von Yves Bonnefoy.

Der namhafte französische Lyriker Yves Bonnefoy (1923-2016) spürt in diesem Band, der ganz zu Ende seines Lebens entstand, seiner eigenen Geschichte und der seiner Eltern nach. Anhand eines vor langer Zeit angefangenen und niemals fertiggestellten Gedichts, dessen Anspielungen und Hinweise ihm selbst erst in der Arbeit des Schreibens klarer werden... weiter




Krimi

Tödlicher Kakao

  • Tom Hillenbrand: "Bittere Schokolade" - ein Krimi mit Unterhaltungs- und Mehrwert.

Nach Rationalität darf man bei Tom Hillenbrands Luxemburger Kulinarik-Krimis nicht fragen. Denn sinnvoll ist das nicht, dass ein Koch, nachdem seine Jugendliebe vor seinen Augen ermordet wurde, der Polizei wesentliche Informationen vorenthält und auf eigene Faust schnüffelt (und dich damit natürlich in Gefahr bringt)... weiter




Ein genauer Beobachter: Janko Ferk. - © Günther Pichlkostner/First Look/picturedesk.com

Literatur

Aus dem großen See der Wörter3

  • Der österreichische Schriftsteller Janko Ferk wartet mit so lustvoll wie feinsinnig gefertigten Kürzestgeschichten auf.

In einem Zug von Klagenfurt nach Wien, in den nach dem Aussteigen einer aufgeregt lärmenden und herumwuselnden Schülergruppe etwas Ruhe Einzug gehalten hat, sitzt ein Autor in einem Abteil und schreibt. Er hat eine Schreibunterlage auf den Knien, neben ihm liegt eine zerknautschte Tasche, in der sich mindestens zehn Bücher und etwas Wäsche befinden... weiter




Psychothriller

In der Sekte

  • Helen Callaghan schildert in "Lügen. Nichts als Lügen" die fatale Abhängigkeit von einem selbsternannten Guru.

Als Sophia die erhängte Leiche ihrer Mutter findet und daneben ihren schwerverletzten Vater, ist ihr sofort klar: Das kann kein Suizid mit Mordversuch gewesen sein. Doch was wirklich hinter der Tat steht, zieht ihr den Boden unter den Füßen weg. Denn Sophia findet Tagebücher, die ihre Mutter für sie geschrieben hat und offenbar veröffentlichen... weiter




Gestaltet mit großem Kalkül: Verena Roßbacher. - © Elmar Kremser/dpa Picture Alliance/picturedesk.com

Literatur

Eine Art ständiges Dräuen2

  • Die österreichische Schriftstellerin Verena Roßbacher vermengt - dramaturgisch versiert - Sein und Schein: Ihr neuer Roman, "Ich war Diener im Hause Hobbs", hat doppelten Boden.

Verena Roßbachers dritter Roman, "Ich war Diener im Hause Hobbs" (nach "Verlangen nach Drachen" und "Schätzen und Schlachten"), ist mit großem Kalkül gestaltet. Die Autorin riskiert das Spiel mit einer passiven Hauptfigur, die eigenschaftslos bleibt ("ich bin eine Schlaftablette, die nicht richtig wirkte" ist gleich mehrfach zu finden... weiter




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