• vom 11.02.2019, 09:30 Uhr

Bücher aktuell


Literatur

Indische Familiengeschichte




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Jeannette Villachica

  • Achtung, Zungenbrecher: Der Roman "Ghachar Ghochar" von Vivek Shanbhag.



Der achte Roman des indischen Schriftstellers Vivek Shanbhag beginnt ruhig und harmlos: Der junge Mann, dem man in einem Coffee House begegnet, scheint viel Zeit zu haben. Man erfährt, dass er als Frühstücksdirektor von seinem Onkel ausgehalten wird, seit 30 Stunden nicht mehr zu Hause war, dass seine Familie dort auf ihn wartet, auch der Onkel, dem alle ihren Reichtum verdanken.

Als sein Vater noch als kleiner Handelsvertreter die Familie ernähren musste, hielten Mitgefühl, Anteilnahme und ein gemeinsames Ziel die Mitglieder zusammen. Der Wohlstand und die geweckten Bedürfnisse haben ihre Moral zersetzt. Um den Lebensstandard zu erhalten, zahlen alle einen hohen Preis - beziehungsweise lassen andere dafür zahlen.

Information

Vivek Shanbhag
Ghachar Ghochar

Roman. Aus dem Englischen von Daniel Schreiber. Aufbau Verlag, Berlin 2018, 152 Seiten, 18,50 Euro.

Immer bedrohlicher wird die Atmosphäre: Korruption, Ungleichheit und familiäre Strukturen der indischen Gesellschaft oder der Gewürzhandel vor dem Hintergrund der Geschichte des Landes sind nur einige Themen dieser spannenden, an Anspielungen reichen Familiengeschichte.

Vivek Shanbhag hat "Ghachar Ghochar" in der Sprache des südindischen Bundesstaates Kanataka geschrieben. Die deutsche Fassung wurde aus dem Englischen übertragen.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2019-02-08 15:02:07
Letzte Änderung am 2019-02-08 15:16:33



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Nicht ohne meinen Klon
  2. Thomas Bernhard, noch immer - naturgemäß
  3. Mensch und Maschine in Symbiose?
Meistkommentiert
  1. Thomas Bernhard, noch immer - naturgemäß
  2. Else Lasker Schüler, alias "Prinz Jussuf von Theben"
  3. Hach, ist das schön!

Werbung




Werbung