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Update: 02.09.2013, 09:12 Uhr

Geschichte

Männer, die 1938 Farbe bekannten




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Von Heiner Boberski


    Der erste Österreicher, der 1938 in einem Konzentrationslager ums Leben kam, war Hans Karl Zessner-Spitzenberg, Professor an der Universität für Bodenkultur in Wien und Monarchist, von Jugend an aktiv im Verband der Farben tragenden katholischen Studentenverbindungen. Ihm gilt eine von über 550 Biografien, die den Hauptteil eines neu aufgelegten Buches ausmachen und aufzeigen, wie viele Mitglieder katholischer Korporationen es unter den Gegnern des NS-Regimes gab, darunter auch später sehr prominente wie die Bundeskanzler Leopold Figl und Alfons Gorbach oder den Bischof Reinhold Stecher.


    Heuer, 75 Jahre nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland, hat man das bereits 1988 erschienene Buch "Farben tragen, Farbe bekennen" in einer wesentlich erweiterten Ausgabe neu aufgelegt. Ein 13-köpfiges Team fachkundiger Autoren, dem unter anderen der Grazer Kirchenhistoriker Maximilian Liebmann und Wolfgang Neugebauer, der langjährige Chef des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, angehören, beleuchtet das damalige Geschehen und vor allem die Rolle von Angehörigen der katholischen Studentenverbindungen.

    Sachbuch

    Farben tragen, Farbe bekennen. 1938-1945. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung.

    Herbert Fritz, Peter Krause (Hg.)

    Österreichischer Verein für Studentengeschichte (1180 Wien, Weimarer Straße 5

    E-Mail: oevfstg@aon.at), 704 Seiten, 28 Euro




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    Dokument erstellt am 2013-04-29 14:44:03
    Letzte Änderung am 2013-09-02 09:12:37


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