• vom 17.05.2015, 11:30 Uhr

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Von Gunther Neumann

  • "Die Sprachlosigkeit der Fische", ein Roman von Margit Mössmer



Gerda bereist die Welt, vom Weinviertel über Floridsdorf und Istanbul bis Mexiko. Magie ohne Esoterik-Touch dringt allerorten in Gerdas Leben, wuchernde Eindrücke führen zu poetischen Verwerfungen, aus dem Tag geschälte Episoden werden zu lautmalerischen Miniaturen.

Margit Mössmer, Preisträgerin des Ö1-Literaturwettbewerbs WÖRTER.See, beherrscht in ihrem Debüt eine Vielzahl von Tönen, manchmal lakonisch, durchwegs heiter, mit treffsicheren Dialogen im Wiener Vorstadtidiom und mit markanten Sprachbildern. "Gerda hing an der Schönheit ihrer hasserfüllten Reden wie ein Kind am Verbotenen". Kunterbunt gemischte, leichtfüßig-vergnügliche Geschichten, manchmal nur Szenen enden nach phantastischen Wendungen oft im wahrsten Sinne abgefahren. Und es gibt nicht nur eine Gerda, es sind derer viele, vom Au-pair-Mädchen in London über eine sizilianische Bürgermeisterin bis zur alten Dame in einem skurrilen Pflegeheim. Sie alle besucht und begleitet der Leser mit großem Vergnügen.


Margit Mössmer

Die Sprachlosigkeit der Fische

Roman. Edition Atelier, Wien 2015, 136 Seiten, 16,95 Euro.




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Dokument erstellt am 2015-05-15 16:47:07


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