• vom 14.08.2018, 11:15 Uhr

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Drama

Don't kiss, drink and drive




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Von Mathias Ziegler

  • Jennifer L. Armentrout behandelt ein sehr wichtiges Jugendthema in Form einer verzwickten Liebesgeschichte.



Lena ist verliebt in ihren ältesten und besten Freund Sebastian, doch der darf das nicht wissen. Denn während Lena die Mittelmäßigkeit in Person ist, ist Sebastian der Star des Footballteams und Schwarm der Highschool, und Lena hat Angst vor einer großen Blamage. Zumal Sebastian sich selbst offenbar mehr als Bruder sieht, den Lena nie wollte.

Doch von einer Sekunde auf die andere wird alles noch komplizierter: Lena steigt nämlich nach einer Party ins Auto eines alkoholisierten Freundes - und es kommt zu einem tödlichen Unfall. Als einzige Überlebende steht Lena vor der bisher brutalsten Frage ihres jungen Lebens: Hätte sie den Unfall verhindern können, ja müssen? Hat sie fahrlässig gehandelt, weil sie die tödliche Fahrt zugelassen hat? Und kann sie vor allem Sebastian je wieder unter die Augen treten?

Jennifer L. Armentrout legt all die Schwere dieses Themas in ihren Jugendroman, in dem es nicht nur um Schuldgefühle geht, sondern auch um Gruppenzwang und die Angst, als verklemmt oder bieder zu gelten in einer Gesellschaft, die sich ach so freizügig gibt. Lena ist dabei der Prototyp des Mauerblümchens, das Angst vor der eigenen Courage hat. Gleichzeitig macht sie aber auch Hoffnung auf eine positive Entwicklung. Bis dahin ist es allerdings ein etwas steiniger Weg, denn die Einleitung bis zum Unfall ist recht langwierig, zumindest wenn man kein eingefleischter Fan des Genres Mädchen-Liebesroman ist, als den die Autorin ihr Jugenddrama verpackt hat (wohl um neue Leserschichten zu erschließen). Mit dem weiteren Fortlauf der Handlung nimmt die Geschichte allerdings an Fahrt auf. Und als weitere Komponente bringt die Autorin auch noch das (Nicht-)Verhältnis Lenas zu deren abgehauenen Vater ins Spiel, der sich in Folge des schweren Unfalls seiner Tochter wieder meldet. Viel Stoff also für reichlich schwere Gedanken, die in dieser Coming-of-Age-Ich-Erzählung gewälzt werden.

Jennifer L. Armentrout: Und wenn es kein Morgen gibt
cbt; 412 Seiten; 13,40 Euro





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-10 11:18:40
Letzte Änderung am 2018-08-10 22:04:19


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