Francesca Melandri , 1964 in Rom geboren, ist auch eine erfolgreiche Drehbuchautorin. - © Elisabetta Claudio

Literatur

Das Giftkraut des Faschismus2

  • Die italienische Autorin Francesca Melandri leuchtet im Roman "Alle, außer mir" am Beispiel eines römischen Familienclans die kolonialen Schattenzonen Italiens aus.

Identität und Entwurzelung, Flucht und Verdrängung sind die Grundthemen im neuen Roman "Alle, außer mir" der Italienerin Francesca Melandri. Er wird als "Buch der Stunde" gehandelt, und das ist auch sein größter Vorzug: er greift mitten hinein in das bedrängende Problem der Massenmigration, insbesondere aus afrikanischen Ländern... weiter





Literatur

Trockene Pseudo-Didaktik

  • Eberhard Rathgebs enttäuschender Roman "Karl, oder der letzte Kommunist".

Wenn die Literatur, als im Digitalzeitalter antiquierte Kunstform, noch eine noble Aufgabe hat, dann jene, an vermeintlich oder tatsächlich überholten Positionen festzuhalten. So wie Karl, der letzte Kommunist, trauriger Held von Eberhard Rathgebs neuem Buch. Doch vieles, allzu vieles stimmt nicht mit diesem Roman... weiter




Ein einst umkämpfter Ort der Arbeiterschaft als Kunsttempel: die Pinacoteca Giovanni e Marella Agnelli auf dem ehemaligen Fiat-Gelände in Turin. Ein Symbolbild für die Symbiose von Ökonomie und Kultur. - © Daniele Venturelli/WireImage

Wirtschaft

Waren, die an Wert gewinnen1

  • Die französischen Soziologen Luc Boltanski und Arnaud Esquerre widmen sich in einer Studie der "Bereicherungsökonomie" - und stellen die Frage nach Profiteuren des exklusiven Phänomens.

Das Zeitalter einer neuen kapitalistischen Gesellschaftsform ist angebrochen - die Ära der Bereicherungsökonomie, die darin besteht, dass bestimmten vorhandenen Waren wie Luxusgütern, Immobilien, exklusiven Reisen oder Kunstwerken ein besonderer Wert zugesprochen wird. So lautet die zentrale These der französischen Soziologen Luc Boltanski und... weiter




Erzählt diesmal völlig unaufgeregt - und sogar spannend: Maxim Biller. - © ullstein bild - INTRO/David Ausserhofer

Literatur

Ein ungelüftetes Geheimnis1

  • Maxim Biller hat mit seinem neuen Roman, "Sechs Koffer", zu einer adäquaten Erzählstimme gefunden - und ist damit auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis gelandet.

Maxim Biller pflegt seit fast drei Jahrzehnten sein Image als "enfant terrible" des deutschsprachigen Literaturbetriebs und inszeniert sich selbst gern als nonkonformistischer Schwimmer gegen den Strom des Zeitgeistes. Zunächst mit seiner Kolumne "100 Zeilen Hass", später mit seinem Roman "Esra" (2003)... weiter




Als Kultkrimi-Autor überzeugender: Wolf Haas. - © Karl Schöndorfer/picturedesk.com

Literatur

Peinlicher Abklatsch8

  • Der österreichische Schriftsteller Wolf Haas wartet in seinem dritten Non-"Brenner" mit einer Initiationsgeschichte auf. Ein kunst- und mutloser Versuch.

Auf Seite 184 passiert dann doch noch ein Wunder. 41 mehr oder weniger kurze Kapitel lang hat man sich bis dorthin gequält mit einem Buch, bei dem man immer wieder auf den Umschlag schauen musste, um auch sicher zu sein: Ja, es stammt tatsächlich von Wolf Haas. Und dann, in Kapitel 42, ist da urplötzlich wieder dieser Sound: "Ich hatte noch nie... weiter




Biografie

Die Geschichte des "Tonic Water"3

  • Günther Thömmes: "Der Limonadenmann"

Kennen Sie Jacob Schweppeus? Nein? Aber "Schweppes Tonic Water" ist Ihnen schon ein Begriff, oder? Eben. Genau deshalb hat Günther Thömmes diesmal kein Bierbuch geschrieben, wie es seine Leser sonst von dem Bitburger Autor gewohnt sind, sondern sich mit der Lebensgeschichte des Limonadenerfinders befasst... weiter




Das Buch "Fear: Trump in the White House" ist ab 11. September erhältlich. - © APAweb / AP, Simon & Schuster

Sachbuch

"Nervenzusammenbruch" im Weißen Haus27

  • Neues Buch des legendären Watergate-Reporter Bob Woodward charakterisiert Trump als wütend und paranoid.

Washington. Ein neues Enthüllungsbuch über das Weiße Haus setzt US-Präsident Donald Trump weiter unter Druck. US-Reporterlegende Bob Woodward charakterisiert Trump in seinem Buch "Fear: Trump in the White House" (Angst: Trump im Weißen Haus) als paranoiden Ignoranten, dessen Mitarbeiter ständig versuchen, ihren Chef davon abzuhalten... weiter




Wirft unbequeme Fragen auf: Herman Koch. - © Annaleen Louwes

Literatur

Wohlstandssatt und skrupellos

  • Der niederländische Schriftsteller Herman Koch führt in seinem Roman "Der Graben" vor, wie chronisches Misstrauen ein gutes Leben zerstört.

Robert Walter ist 60 Jahre alt, Bürgermeister von Amsterdam und will nicht verraten, aus welchem südlichen Land seine schöne Frau stammt. Man habe ja so viele Vorurteile, positive wie negative, er selbst eingeschlossen. Dürfe man es dem "Volk" seiner Frau übel nehmen, dass es gewohnt sei zu lügen? Was an ihrem Verhalten sei ihrem kulturellen... weiter




Literatur

Insel-Träume1

  • Sophie Van der Lindens neuer Roman "Eine Nacht, ein Leben".

Von Land und Meer, "De terre et de mer" (französischer Originaltitel) sind die Existenzen in Sophie Van der Lindens drittem Roman geprägt. Der auf Meeresliteratur spezialisierte Hamburger mare Verlag brachte die deutsche Übersetzung von Valerie Schneider unter dem Titel "Eine Nacht, ein Leben" heraus... weiter




Wählt jedes Detail, jedes Wort mit Bedacht: Alex Capus. - © Amrei-Marie / Wiki CC

Literatur

Sternstunde der Erzählkunst13

  • Der Schweizer Erfolgsautor Alex Capus verbindet in einem akrobatischen Zeitsprung zwei Liebesgeschichten mit zwei Jahrhunderten europäischer Geschichte.

Die Schweiz ist ein Land mit vielen hohen Bergen, und genau diesen Umstand macht sich Alex Capus in seinem neuesten Roman, "Königskinder", gleich mehrfach zu Nutze. Er lässt seine beiden zeitgenössischen Protagonisten, Tina und Max, die man bereits aus seinem letzten Buch "Das Leben ist gut" kennt, sehr leichtsinnig und selbstherrlich über einen... weiter




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