Wählt jedes Detail, jedes Wort mit Bedacht: Alex Capus. - © Amrei-Marie / Wiki CC

Literatur

Sternstunde der Erzählkunst13

  • Der Schweizer Erfolgsautor Alex Capus verbindet in einem akrobatischen Zeitsprung zwei Liebesgeschichten mit zwei Jahrhunderten europäischer Geschichte.

Die Schweiz ist ein Land mit vielen hohen Bergen, und genau diesen Umstand macht sich Alex Capus in seinem neuesten Roman, "Königskinder", gleich mehrfach zu Nutze. Er lässt seine beiden zeitgenössischen Protagonisten, Tina und Max, die man bereits aus seinem letzten Buch "Das Leben ist gut" kennt, sehr leichtsinnig und selbstherrlich über einen... weiter





Krimi

Mördersuche am Kriegsende4

  • Ursula Heinrich: "Melange ohne" - wie ein junger Soldat nach der Rückkehr von der Front in eine private Zwickmühle gerät.

Viel zu jung an die italienische Front eingerückt, kommt Gymnasiast Max 1918 aus dem großen Krieg zurück nach Wien – und wird damit konfrontiert, dass ein Freund der Familie, für den er in Bozen eine kleine Passierschein-Trickserei begangen hat, nun unter Mordverdacht steht: Stefan soll den von ihm zuvor lautstark abgelehnten Verlobten... weiter




Krimi

Tödliche Weine

  • Michael Böckler: "Falscher Tropfen" - ein Winzerkrimi für Südtirol-Genießer.

Michael Böckler liebt Südtirol, vor allem seine Weine. Und so sind die Krimis um den schrulligen Privatier Emilio von Ritzfeld-Hechenstein, der zum Zeitvertreib Morde aufklärt, ein bisschen auch Mittel zum Zweck, denn ein Schlückchen Wein muss immer sein (auch im 50-seitigen Anhang). Kein Wunder also... weiter




Krimi

Tätowierte Tote4

  • Ein Schlossermeister als Krimiautor: Michael Bübl legt sein neues Werk über einen Serienkiller vor.

Schwere Kost für Krimifans: Mangels Geld für ein professionelles Lektorat weist das neue Eigenverlagswerk es Wiener Schlossermeisters Michael Bübl nicht nur stilistische und handlungstechnische Schwächen auf, sondern strotzt auch vor Rechtschreib-, Grammatik- und Satzbaufehlern. Immerhin ist er Plot mitreißend – im wahrsten Sinn des Wortes:... weiter




Literatur

Schauen, wo man bleibt5

  • Marie Gamillschegs Debütroman "Alles was glänzt" ist ein vielstimmiges Porträt einer Schicksalsgemeinschaft.

Marie Gamillschegs Debütroman "Alles was glänzt" beginnt mit dem unerwarteten Tod des jungen Dorfbewohners Martin, der bei einem Autounfall auf etwas rätselhafte Art und Weise ums Leben kommt. Was wie ein Provinzkrimi startet, verwandelt sich im Laufe der Lektüre aber sehr rasch zu einer ebenso stimmungsvollen wie mysteriösen Geschichte einer... weiter




Literatur

Unterwegs auf der Wehmutsbahn1

  • Die deutsche Autorin Anne Reinecke besticht mit ihrem fein-ironischen Romandebüt "Leinsee", das vom Künstlerbetrieb erzählt - und von einer ungewöhnlichen Liebe.

Kunst und Künstlern, gerne auch Literaten und Literaturkritikern, trauen wir, die wir uns für Normalsterbliche, ohne Anspruch auf Nachruhm, halten müssen, noch immer nicht so recht über den Weg. Das liegt wohl vor allem am Betrieb, in dem die Künste, die nicht immer schöne Künste sind, zelebriert werden; etwas Bemühtes... weiter




Literatur

Ein Haus als Mikrokosmos4

  • Über das gelungene Romandebüt von Doris Fleischmann.

Es ist ein schmaler Band, das Romandebüt der in Wien lebenden Autorin Doris Fleischmann: "Alles, was bleibt oder Ein Haus in Wien" lautet der Titel, in dem leise Wehmut anklingt. Mehrere (fiktive) Existenzen werden präsentiert - die Bewohner besagten Hauses, das (real) im Bezirk Margarethen verortet ist: Es handelt sich um das gut hundert Jahre... weiter




Paternoster der Fa. Freissler, Bj. 1910, im Haus der Industrie, Wien Innere Stadt. Christian Tauß

Kulturgeschichte

Wo sogar Ehen gestiftet wurden4

  • Der Wiener Stadtforscher Peter Payer hat eine eindrucksvolle Kulturgeschichte der Aufzüge vorgelegt.

In Karl Kraus’ epischer Abrechnung mit dem Ersten Weltkrieg, "Die letzten Tagen der Menschheit", deren Epilog 1917 im Schweizer Kanton Glarus entstand, spielt das "Sirk-Eck" eine wichtige Rolle. Gegenüber der Hofoper (heute: Staatsoper) defilierten die modebewussten Wienerinnen mit Hüten, die in Ascot Furore gemacht hätten und betörten die... weiter




Setzt auf philosophische Märchen für Erwachsene: Barbara Frischmuth. - © Christian Jungwirth

Literatur

Überwindung der Grenzlinien3

  • Barbara Frischmuths phantasievolle Kindergeschichte ohne Altersgrenze entstand unter dem Eindruck des jugoslawischen Bürgerkriegs.

Zum ersten Mal erschien Barbara Frischmuths "Machtnix"-Geschichte im Jahr 1993. Die Autorin hat das Buch unter dem Eindruck des jugoslawischen Bürgerkriegs geschrieben. Die Neuauflage ist noch nach einem Vierteljahrhundert aktuell, was heißt, dass das Buch Qualität beweist und im Angesicht der größten Kritikerin, der Zeit, mühelos besteht... weiter




Roman

Eine Frau in einer Männerdomäne1

  • Petra Durst-Benning beschreibt in "Die Fotografin" die deutsche ländliche Gesellschaft kurz nach der Jahrhundertwende.

Minna Reventlow hat es nie gegeben - sie kann aber als prototypische Figur für eine starke Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts herhalten. Denn Petra Durst-Benning lässt die Pastorentochter ihre Leidenschaft für die Fotografie in einer Zeit ausleben, in der das Metier von Männern dominiert wurde. Unbeeindruckt von gesellschaftlichen Widerständen... weiter




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