Literatur

Ein Chor Heimatloser3

  • Mauritius-Roman: "Die Stille von Chagos" von Shenaz Patel.

Shenaz Patel wurde 1966 auf Mauritius geboren, dort, wohin die Bewohner der benachbarten Chagos-Inseln ab Mitte der 1960er Jahre zwangsumgesiedelt worden waren. Die Briten, zu deren Territorium die Inseln (zuvor eine französische Kolonie) immer noch gehören, hatten den Archipel im Indischen Ozean für 50 Jahre an die USA verpachtet... weiter





Ritter Witiko gilt als Stammvater der böhmischen Witigonen in Krumau. - © Ceský Krumlov

Literatur

Experiment in Entschleunigung17

  • Adalbert Stifter hat vor 150 Jahren den Roman "Witiko" verfasst: ein antirevolutionäres Sittenbild.

"Ihr Fließen ist sehr langsam." So beschreibt Adalbert Stifter gleich in einem der ersten Absätze seines Romans "Witiko" die Moldau auf ihrem Weg durch den Böhmerwald. Diese Worte könnten aber auch als Motto für das gesamte Buch stehen. Stromschnellen sucht man hier vergebens, viel eher wälzt sich die Handlung des Romans dahin wie ein breiter... weiter




Literatur

Wiederentdecktes Wunderkind

  • William James Sidis (1898-1944) galt zu seiner Zeit als intelligentester Mensch. Der deutsche Autor Klaus Cäsar Zehrer hat ihm einen profunden Lebensroman gewidmet.

1912 notiert Robert F. Scott am Südpol: "Mir graut vor dem Rückweg", die "Titanic" kollidiert im Nordatlantik mit einem Eisberg, und in New Hampshire setzt William James Sidis, der von der amerikanischen Presse als Wunderkind gefeiert wird, einen verzweifelten Notruf ab. Er, Billy, der mit Abstand jüngste Student an der Eliteuniversität Harvard... weiter




Carlo Goldoni, porträtiert von Alessandro Longhi. Foto: Wikimedia

Literarisches Buch

Die Wirklichkeit als Lehrmeisterin

  • Der Eindruck lässt sich nicht länger zurückweisen: Das Theater geht vor die Hunde (und Hündinnen). Keine Anregung des Geistes, keine Aufregung der Sinne geht mehr von ihm aus. Stattdessen dummdreiste Maskeraden, szenische Lausbübereien und Scherzartikel aus der untersten Klamottenlade, garniert mit Fäkalsprüchen und Obszönitäten.

Dem zunehmend angewiderten Publikum werden gegen Geld zur Schau gestellte juvenile Gärungsprozesse vorgesetzt, willkürliche Wörtlichkeiten statt geformte Sprache, Abziehbilder von Figuren statt Menschengestalten mit erkennbarem Geschichts- und Charakterprofil. Erfolggehetzte Theaterleiter ohne Skrupel suchen ihr Heil in aktionistischen Hochämtern... weiter




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