Autor von Krimis, Drehbüchern, Theaterstücken und Lyrik: Friedrich Ani. - © dpa/picturedesk.com/Uwe Zucchi

Literatur

Ohne Schockmomente1

  • Der deutsche Schriftsteller Friedrich Ani legt mit seinem neuen Roman ein kleines Meisterwerk vor.

Friedrich Ani, Jg. 1959, wohnhaft in München, über dessen Bücher wir an dieser Stelle schon einige Male berichtet haben, ist vor allem als Krimiautor bekannt geworden, was seinen spezifischen Talenten aber nur bedingt gerecht wird. Ani konnte schon immer mehr; er hat Drehbücher, Hörspiele und Theaterstücke geschrieben... weiter





Schreiben als rettender Anker: Merethe Lindstrøm. - © Johannes Jansson

Literatur

Genetischer Code für Unruhe2

  • Die norwegische Schriftstellerin Merethe Lindstrøm betreibt eine Selbsterkundung von beklemmender Radikalität.

Eigentlich, so dachte man, sind die Finnen die Schwermutsnation im europäischen Norden. Bei Finnland denkt unsereiner sogleich an einsame Wälder und dunkel-kalte Winter, an die traurigkeitsdurchflorten Filme von Aki Kaurismäki, an melancholische Tangoklänge - kein Wunder, dass in diesem Land nicht einmal die Sprache ein Futur kennt... weiter




Michel Houellebecq: "Muss man wirklich so deutlich werden?" - Antwort: "Offenbar ja" - © Thierry Ehrmann

Literatur

Auf den Spuren von Thomas Bernhard44

  • Michel Houellebecq hat mit "Serotonin" einen großen Roman über die Liebe im 21. Jahrhundert geschrieben.

Wenn Michel Houellebecq ein Buch "Serotonin" nennt, glaubt man zu wissen, was einen erwartet. Doch schnell stellt man fest: weit gefehlt. Denn die erste Überraschung ist der Stil. Houellebecq schreibt in seinem neuen Roman Sätze, die endlos, chaotisch, erschütternd wirken - und die vermuten lassen, er habe zwischen seinem letzten Roman... weiter




Autobiographie

Von Willi zu Kurti7

  • Willi Resetarits erzählt bewährt schwungvoll aus seinem Leben.

Die Ehrungen und medialen Auftritte zum 70. Geburtstag von Willi Resetarits Ende Dezember 2018 waren - vorsichtig ausgedrückt - kaum überschaubar, aber das ist nur würdig und recht. Das Ganze gipfelte Anfang Jänner in zwei jeweils vierstündigen Konzerten in der Wiener Stadthalle (F), in denen das Moderatoren-Genie und musikalische Chamäleon W. R... weiter




Kein guter Briefeschreiber: Elias Canetti. - © ullstein bild - B. Friedrich

Literatur

Stets per "Sie"2

  • Ein Band mit Briefen von Elias Canetti verrät nicht viel von dem Nobelpreisträger, da die Korrespondenz fast immer belanglos verläuft.

Er, einer der größten Autoren des 20. Jahrhunderts, sagt es selber: "Ich bin, wie die meisten Schriftsteller, ein schlechter Briefschreiber." Leider stimmt das. So-viel Mühen Elias Canetti an sein schmales Werk auch gewendet hat, das Verfassen von Briefen war für ihn eine rein utilitaristische Tätigkeit... weiter




Literatur

Die Manns und der Bodensee2

  • Ein Buch geht den vielen Spuren der Dichter-Familie Mann an diversen Ufern des Sees nach.

Man schrieb das Jahr 1905. Ein hanseatischer Patriziersohn und Weltliterat heiratete in eine hoch angesehene Münchner Familie ein: Thomas Mann ehelichte Katia Pringsheim. Die Hochzeitsreise des Paares führte an den Bodensee. Es war die erste Begegnung des großen Erzählers mit dem "Schwäbischen Meer"... weiter




Literatur

Lebensläufe, die in die Erde sickern1

  • Andrea Winklers aktueller Roman "Die Frau auf meiner Schulter"

"Verlassen Sie für einen Nachmittag Ihr Zimmer, Ihren Garten, wenn Sie auch ganz daran gewöhnt sind, alles Leben von dort zu schöpfen, wo Sie sind. Was für eine unerhörte Quelle, solche Genügsamkeit, solcher Verzicht! Und doch - wie schön ist es, von anderswo daran erinnert zu werden, wie alles schweben kann... weiter




Alexa Hennig von Lange, Jahrgang 1973, zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen ihrer Generation. - © ullstein bild - Schleyer

Literatur

Ehegeschichten und Coming-of-Age-Dramen

  • Die deutsche Schriftstellerin Alexa Hennig von Lange und ihr Familienroman "Kampfsterne".

Dass das Ganze um das Jahr 1985 spielt, merkt man daran, dass Smartphones noch Science-Fiction waren und natürlich auch, weil auf Seite 62 davon die Rede ist, dass Boris Becker neulich in Wimbledon triumphierte. Die Achtziger Jahre also, verschrien als das langweiligste Jahrzehnt der Bundesrepublik Deutschland... weiter




Der Bahnhof von Regenstauf. Hier fand am 1.5.1906 das Zugsunglück statt. - © Ludwig

Literatur

". . . und prüfte mein Herz"

  • Wie Thomas Mann ein Eisenbahnunglück psychisch und literarisch verarbeitete.

Am 3. Mai 1906 berichtete die Wiener "Neue Freie Presse" von einem Eisenbahnunglück, das sich am späten Abend des 1. Mai in Regenstauf nahe Regensburg ereignet hatte: "Der D-Zug München Berlin, der München um 6 Uhr 23 Minuten abends verläßt, stieß gestern um ½ 10 Uhr abends auf dem Bahnhofe Regenstauf (. . ... weiter




Frauenfeindlicher sexueller Sadismus und weibliche Unterwerfung charakterisieren laut Bonelli das Zeitgeistphänomen "Shades of Grey". - © Universal Pictures

Sachbuch

Flüchtiger Eros, beständige Agape16

  • Warum alle gewinnen, wenn Männer männlich sind und Frauen weiblich, beschreibt der Wiener Psychiater Raphael M. Bonelli in seinen neuen Couchgeschichten.

Wien. Mann und Frau verlieben sich. Mann und Frau genießen ihre Emotionalität und haben sexuelles Interesse aneinander. Mann und Frau entfremden, betrügen, belügen und trennen sich schließlich. Aus ist der Traum von der schönen, romantischen Liebe, die vielleicht auch das Potenzial gehabt hätte, sich gegenseitig dauerhaft positiv zu befruchten... weiter




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