Psychothriller

In der Sekte

  • Helen Callaghan schildert in "Lügen. Nichts als Lügen" die fatale Abhängigkeit von einem selbsternannten Guru.

Als Sophia die erhängte Leiche ihrer Mutter findet und daneben ihren schwerverletzten Vater, ist ihr sofort klar: Das kann kein Suizid mit Mordversuch gewesen sein. Doch was wirklich hinter der Tat steht, zieht ihr den Boden unter den Füßen weg. Denn Sophia findet Tagebücher, die ihre Mutter für sie geschrieben hat und offenbar veröffentlichen... weiter





Literatur

Brillanter Geist1

  • Ein Brevier des ausschweifenden "Notierers" Joseph Joubert.

"Die Notiz ist besser als das Buch", befand Joseph Joubert (1754-1824) und ließ sein schweifendes Denken in 205 Notizbücher einfließen: Es sind Beobachtungen, Aperçus und Mikro-Essays über Kunst, Religion, Ethik, Politik - und über das komplexe Verhältnis von Sprache und Denken. Die erste Publikation der Notate in Buchform besorgte Chateaubriand... weiter




Literatur

Tyrannei und Schweigen2

  • Natascha Wodins autobiografischer Bericht "Irgendwo in diesem Dunkel".

Für "Sie kam aus Mariupol" erhielt Natascha Wodin 2017, sehr zurecht, den Preis der Leipziger Buchmesse. Nicht nur erforschte Wodin darin die Leidensbiografie ihrer Mutter, sie zeigte zugleich am Schicksal der osteuropäischen Zwangsarbeiter ein weithin unbekanntes Kapitel in der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts... weiter




Dermatologe und Autor mit ironieversetzter Fabuliergabe: Andreas Schindl. - © Martina Hackenberg/WZ

Literatur

Reizvolles Scheitern einer Utopie1

  • Der österreichische Autor Andreas Schindl erinnert mit seinem Romandebüt "Paurs Traum" an das wahnhafte Individualprojekt eines Advokaten und Freimaurers.

Andreas Schindls Debütroman handelt von der Vision eines Advokaten und Freimaurers in der theresianischen Epoche, der eine "ideale Stadt" konzipiert. Das Sujet und dessen Urheber und Betreiber sind keine Erfindung des Wiener Dermatologen und Fachbuchautors, denn der Hofadvokat Leopold Paur lebte tatsächlich unter der Herrschaft der Erzherzogin und... weiter




Literatur

Gut- und Wutbürger2

  • Der österreichische Autor Vladimir Vertlib ergründet die Polarisierung der Gesellschaft mit großer Sensibilität und Ironie.

Viktor Levin, Protagonist von Vladimir Vertlibs neuem Roman, ist ein hilfsbereiter Mensch. Als 2015 die großen Flüchtlingsströme nach Europa drängen, kümmert er sich in Freilassing mit anderen freiwilligen Helfern um die Gestrandeten - auch deshalb, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben: Viktor ist russischer Jude und als Flüchtlingskind mit... weiter




Literatur

Und morgen verschwindest du

  • Jérôme Leroys Roman noir "Die Verdunkelten" führt in eine apokalyptische Welt von morgen.

Nach der Pariser Anschlagsserie im Jänner 2015 griff in der französischen Gesellschaft ein seltsames Phänomen um sich: Tausende Menschen, angefangen von der Mutter kleiner Kinder bis zum Unternehmer, verließen ganz unvermittelt ihre Familien und ihr Heim und verschwanden spurlos. Man nannte sie in Geheimdienst- und Regierungskreisen "die... weiter




Kathrin Gerlof

Was noch lebt

  • Kathrin Gerlofs Roman über den Alltag in der ostdeutschen Provinz.

"Wenn das Dorf schläft, schleichen all seine Hunde über die Höfe und durch die Gärten. Ihre Schnauzen spüren dicht am Boden nach Lebendigem. Das Lebendige ist draußen. Drinnen schläft, was noch lebt." So atmosphärisch dicht beginnt der fünfte Roman der gebürtigen Ostdeutschen Kathrin Gerlof, die in Berlin lebt... weiter




Genießt in Frankreich fast Kultstatus: Frédéric Beigbeder. - © afp

Literatur

Vorzimmer zum Sarg

  • Der französische "Skandal"-Autor Frédéric Beigbeder setzt sich schwungvoll - und etwas selbstverliebt - mit dem Windmühlenkampf gegen unsere Endlichkeit auseinander.

In Frankreich genießt der Schriftsteller Frédéric Beigbeder seit der Veröffentlichung seines Erfolgsromans "39,90" (2001) über die verlogene Scheinwelt in der Werbeindustrie beinahe den Status eines Popstars. Seitdem darf sich der inzwischen 53-Jährige über eine Dauerpräsenz in den französischen Medien freuen - ob als vermeintlicher... weiter




Literatur

Sturz aus dem Bücherhimmel

  • Marjana Gaponenkos verschrobener, partiell skurriler, bewusst unzeitgemäßer Bibliothekarsroman über den Untergang eines Bücherkatalogisierers durch Vernarrtheit, Liebe und Blindheit.

Ein merkwürdiges Buch: "Der Dorfgescheite" von Marjana Gaponenko. Nicht geschrieben mit dem Rücken zur Welt, wie beispielsweise Philipp Weiss’ tausend Seiten umfassender Monster-Roman ("Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen"; Präsentation bei der BUCH WIEN am 8. 11., 16.15 Uhr, Der-Standard-Bühne, Messe Wien; Anm.)... weiter




Den Finger auf die Unausweichlichkeit: Daniel Wisser. - © J. Zinner

Literatur

Wie das Tabu in die Sprache kommt10

  • Der aus Klagenfurt gebürtige Autor und Musiker Daniel Wisser hat mit "Königin der Berge" einen berührenden und unterhaltsamen Roman zum Thema Sterbehilfe vorgelegt, mit dem er für den Österreichischen Buchpreis nominiert ist. Eine Begegnung.

Als Mitglied des Ersten Wiener Heimorgelorchesters hat der Mann schon oft genug bewiesen, dass ihm der Schalk im Nacken sitzt. Erst zu Beginn dieses Jahres etwa sorgte der standesgemäß auf die Sprache als hier sehr gerne zentrales Rohmaterial verweisende Albumtitel "Die Letten werden die Esten sein" (nach vorangegangenen Hits wie... weiter




zurück zu Literatur


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Gefangen in der virtuellen Realität
  2. reisewörter
  3. Verlorene Seelen auf der Suche
Meistkommentiert
  1. Grundton Melancholie
  2. Österreichischer Buchpreis für Daniel Wisser
  3. Unmündige Anklage

Werbung