• vom 11.07.2017, 15:55 Uhr

Literatur

Update: 24.07.2017, 10:45 Uhr

Kinderbuch

(Fast) alleine im Wald








Von Mathias Ziegler

  • Ulrike Möltgen & Kilian Leypold: "Wolfsbrot" - eine Nachkriegsgeschichte über Angst und Mut in Bildern.



Ein Bub macht sich kurz nach Kriegsende alleine auf den Weg in die Schule, der ihn durch den dunklen Wald führt, im Gepäck ein Wurstbrot, das er vor und nach der Schule aufessen will. Doch am Ende bleibt er hungrig, denn im Wald begegnet er erst einem Soldaten, dem er die Hälfte abgibt, und dann einem Wolf. Und als der Bub schon sein letztes Stündlein schlagen hört, schnappt sich der Wolf das Brot und verschwindet, ohne ihm ein Leid zu tun.

Viel mehr Inhalt hat Ulrike Möltgens und Kilian Leypolds Nachkriegserzählung, in der ein Kind trotz seiner Ängste über sich hinauswächst, nicht. Sie lebt vor allem von den Bildern, die düster und erhaben aufs Papier gemalt wurden. Dunkle Schnipsel werfen unruhige Schatten, fahles Licht macht den unheimlichen Wald nicht wirklich hell. Und man bekommt schon beim Hinschauen Angst - bis zur beruhigenden Auflösung am Schluss, die sogar eine kleine Pointe bereithält.

Ulrike Möltgen & Kilian Leypold: Wolfsbrot
Verlag Kunstanstifter; 32 Seiten; ab 7 Jahren; 24,70 Euro





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