• vom 16.07.2018, 13:05 Uhr

Literatur

Update: 16.07.2018, 13:18 Uhr

Kinderbuch

Zwölf Blicke über den Tellerrand








Von Mathias Ziegler

  • Der Verlag Coppenrath lässt in "Kinder unserer Welt" zwölf Buben und Mädchen in ihrer Mutterssprache von sich erzählen.



Was haben die fünfjährige Ritu aus Indien, die siebenjährige Chinesin Lin, der zwölfjährige Moja aus dem Kongo, der neunjährige Franzose Maxime, die sechsjährige Rosa aus Mexiko, die achtjährige Sarah aus den USA, die siebenjährige Türkin Ezra, der neunjährige Ägypter Amir, die sechsjährige Nastja aus Russland, die neunjährige Sofia aus Italien, der achtjährige Schwede Lasse und die sechsjährige Lotte aus Deutschland gemeinsam? Die zwölf Buben und Mädchen sind alle "Kinder unserer Welt". Der Verlag Coppenrath hätte keinen passenderen Titel für sein Lese-/Hörbuch finden können. Jeder und jede von ihnen stellt sich in ein paar kurzen Sätzen in der jeweiligen Landessprache vor.

Dass die Kinder, die das Buch in der Hand halten, dabei nicht allzu viel verstehen, wird gerne in Kauf genommen. Geht es doch vor allem darum, offen zu sein für fremde Sprachen und Kulturen. Und auch einmal damit leben zu können, dass man nicht alles versteht (so wie es ja manchmal auch in der Straßenbahn der Fall ist, wenn gegenüber fremdsprachige Kinder miteinander reden). Außerdem gibt es zu jedem Land eine Doppelseite mit Erklärungen zu Geografie und Kultur, freilich ohne Anspruch auf vollständige Abbildung des jeweiligen Lebensumfelds. (Und an dieser Stelle sei auch angemerkt, dass alle zwölf Kinder frei erfunden sind, was aber egal ist, weil sie eben prototypisch für das jeweilige Land und seine Bewohner stehen). Aber zumindest eine erste Ahnung davon, wie es einem Kind in Peking, Kinshasa, Istanbul oder Kairo geht, bekommt man beim (Vor)Lesen. Insofern ist es ein gelungener Beitrag zur globalen Integration.

Kinder unserer Welt
Verlag Coppenrath; 24 Seiten; ab 5 Jahren; 15,50 Euro





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