Experimentator: Roman Haubenstock-Ramati. - © Till-Borchardt

Konzertkritik

Dreidimensionale Musik1

  • Das Klangforum Wien zollte dem Komponisten Roman Haubenstock-Ramati Tribut.

Sein Konzert am späten Samstagnachmittag begann das Klangforum Wien mit Alter Musik - zumindest könnte, wer das übliche Repertoire des Neue-Musik-Ensembles kennt, das Klaviertrio von Artur Malawski als solche empfingen. Der nachdenklich-melancholische Duktus des polnischen Komponisten fungierte als optimale Folie... weiter




Konzertkritik

Vergessene Fortsetzung4

  • Das Sequel der "Symphonie fantastique" im Musikverein.

"Dieses Werk muss unmittelbar nach der Phantastischen Symphonie aufgeführt werden, deren Anhang und Schluss es bildet", schrieb Hector Berlioz über "Lélio ou Le Retour à la vie", und genauso geschah es am Wochenende im Musikverein. Die Symphoniker spielten das rare Stück mit der vertrackten Handlung... weiter





Pop-CD

Infizierend1

  • Camera aus Berlin und ihr viertes Album, "Emotional Detox".

Camera nur als Neo-Krautrock einzuordnen, das war nicht ganz gerecht, auch wenn das Schlagwort der "Krautrock-Guerilla" ein genialer Marketingslogan dafür war, dass die Band ihr Equipment unangemeldet an öffentlichen Orten aufgebaut hat, um einfach draufloszuspielen. Denn genau dafür eignet sich Cameras faszinierende Musik: Bereits beim ersten... weiter




"Monsieur Crescendo" Gioachino Rossini. - © ullstein bild/Heritage Images

Musikgeschichte

Abseits der Konventionen6

  • Der italienische Komponist Gioachino Rossini schrieb mit seinem Stil Operngeschichte. Am 13. November jährt sich sein Todestag zum 150. Mal.

"Zu einer Oper, Ciro in Babilonia, hatte ich eine schauderhafte Secunda-Donna. Sie war nicht allein über die Erlaubniß häßlich, auch ihre Stimme war unter aller Würde. Nach der sorgfältigsten Prüfung fand ich, dass sie einen einzigen Ton besaß, das B der eingestrichenen Octave, welcher nicht übel klang... weiter




Pop

Oratorium mit Vögeln und Wein

  • Dead Can Dance und ihre musikalische Annäherung an Dionysos.

Im Jahr 2012 feierte die australische Band Dead Can Dance nach 16-jähriger Veröffentlichungspause ihre Auferstehung mit dem auf Griechisch genau nach dieser betitelten Comebackalbum "Anastasis", tauchte im Anschluss aber gleich wieder ab. Weitere sechs Jahre mussten für den Nachfolger vergehen, der die Wiederkehr in erstaunlicher Nähe zu den... weiter




- © Carly Hyde

Interview

"Umgeben von Brex-Shitters"8

  • Nigel Kennedy über Yehudi Menuhins Tee und Stéphane Grappellis Brandy, die offene Musikwelt und den engherzigen Brexit.

Wien. Die Punk-Frisur, die Pub-Sprüche und eine Geige, die gern auf Hochkultur pfeift: Mit diesem Auftreten ist Nigel Kennedy in den 90er Jahren zu einer Ikone des Crossover geworden. Auf seinem neuen Album und der zugehörigen Tournee huldigt der Brite George Gershwin, am 27. November live im Wiener Konzerthaus... weiter




Pop-CD

Milde Mischung1

  • Das Album "Elastic Days" von J Mascis.

J Mascis, Sänger, Gitarrist und Kopf der US-Band Dinosaur Jr., erweist sich auf seinem dritten Soloalbum, "Elastic Days", einmal mehr als verlässlicher Garant gitarrengetriebener Musik mit tollen Melodien und gelassener Slacker-Attitüde. Der Held des Alternative Rock schüttelt gleich ein Dutzend Songs aus seinem Songwriterärmel... weiter




Tonnenschwere Gesten: Matt Bellamy (links) und seine Mitstreiter von Muse. - © Jeff Forney

Pop

Fantasie trifft Realität4

  • Die britische Band Muse setzt auf ihrem achten Album, "Simulation Theory", auf Synthie-Rock. Inhaltlich regiert weiterhin das große Drama.

Was wir schon immer oder vielleicht gar nie über Muse wissen wollten: Meinen die das wirklich ernst? Diesen inhaltlichen Schwulst, diesen bis zum Gehtnichtmehr aufgeblasenen Prog-Ballast? Ganz so sicher kann man das nicht sagen. Solche Unsicherheit ist aber wiederum dem bewussten Kalkül des britischen Trios geschuldet: Bei öffentlichen Statements... weiter




Konzertkritik

Abend mit Depotwirkung1

  • Igor Levit spielt Werke von Dmitri Schostakowitsch.

Manche Musikerlebnisse offenbare ihre ganze Tragweite erst am Tag danach. Da ist zunächst das unmittelbare Erleben des Konzertendes. Das Nachlassen der konzentrierten Spannung, der Applaus, das Aus- und Aufatmen. Darüber hinaus gibt es aber noch ein Gefühl, das, nachdem es über Nacht langsam eingesickert ist, einem in den nächsten Tagen klar macht... weiter




"Keinen Millimeter nach rechts": Herbert Grönemeyer. - © Ali Kepenek

Pop

Mensch sein, die Welt umarmen4

  • Herbert Grönemeyers Album "Tumult" mit Pathos-Pop über die gespaltene Gesellschaft.

Dass der Mann sein Herz an der richtigen Stelle hat - vom rechten Fleck sollte man in diesem Zusammenhang nicht sprechen -, hat er bereits hinreichend bewiesen. Immer wieder bezog Herbert Grönemeyer innerhalb und außerhalb seines Werks etwa Stellung, wenn der Hut zu brennen, Not am Mann oder große Sorge um die Nation und den Rest der Welt... weiter




2014 gastierten die Backstreet Boys zuletzt in der Stadthalle Wien. 2019 ist es wieder so weit. - © APAweb / Herbert Pfarrhofer

Pop

Backstreet Boys gehen auf Weltournee und kommen nach Wien

  • Die Boyband aus den 90er-Jahren gastiert am 28. Mai in der Stadthalle.

Wien. Gerade erst haben die Spice Girls eine Reunion-Tour angekündigt, nun folgt eine andere Popinstitution der 90er diesem Vorbild: Die Backstreet Boys, früher als Boyband Auslöser hemmungslosen Kreischens bei meist weiblichen Fans, gehen 2019 auf "DNA World Tour", das dazugehörige Album kommt am 25. Jänner. In Wien ist die Band am 28... weiter




Bedrohliche, heterogene Töne: Olga Neuwirth. - © Lukas Beck

Konzertkritik

Erbarmungslose Gemütlichkeit1

  • Der Stummfilm "Die Stadt ohne Juden", mit neuer Musik von Olga Neuwirth.

Im Land herrscht Krisenstimmung: Die Armut greift um sich, die Mittelschicht fühlt sich vom Abstieg bedroht. Wie praktisch, dass man die Schuld dafür einer Minderheit in die Schuhe schieben kann, die der populistische Bundeskanzler auf Druck radikaler Kräfte prompt des Landes verweist. Wir befinden uns in Wien... weiter




Konzertkritik

Ligetis Etüden, nicht nur für die Finger1

Manchen Klavierschüler hat das erzwungene Üben von Etüden ins Schwitzen gebracht. Auch wenn Komponisten wie Liszt oder Chopin die Etüde zur vollwertigen Kunstform erhoben haben, bleibt die ihr innewohnende Schwierigkeit kein bloßes Nebenprodukt der künstlerischen Aussage, sondern ist durchaus beabsichtigtes Ziel... weiter




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