Auch Wien darf die Auferstehung der Sonderklasse bezeugen: Jeff Lynne (hier in New York) performte mit ELO in der ausverkauften Stadthalle. - © Getty/Dimitrios Kambouris/WireImage

Konzertkritik

Damals, als alles einfacher war4

  • Jeff Lynnes revitalisiertes Electric Light Orchestra begeisterte in der Wiener Stadthalle.

Angeblich hat vor ein paar Jahren einmal ein Electric Light Orchestra beim Stadtfest von Purkersdorf gespielt. Doch da war Jeff Lynne nicht dabei. Und ein Electric Light Orchestra ohne Jeff Lynne ist ungefähr so echt wie ein Gulasch ohne Paprika. Somit also gab zum Herbstbeginn in der Wiener Stadthalle eine echte Legende ihr Österreich-Debüt... weiter




Konzertkritik

Strahlen in Bescheidenheit

  • Herbert Blomstedt dirigierte die Wiener Philharmoniker.

Ein Stück Heimat brachte Herbert Blomstedt, der ja selbst in den nordischen Weiten Schwedens zuhause ist, in den Musikverein. Franz Berwald stand auf dem Programm, ein Komponist dessen Werk man nur selten zu hören bekommt und dessen heutiges Konzert-Außenseitertum jenes zu seinen Lebzeiten widerspiegelt... weiter





Pop-CD

Effekthascherei9

  • Die Londoner Band Teleman enttäuscht mit ihrem dritten Album.

Die Londoner Band Teleman erfreute ihre Hörer zwei Alben lang mit einer erfrischend-leichtfüßigen und rhythmisch-quicklebendigen Kombination aus Britpop- und New-Wave-Klängen. Auf dem soeben erschienenen dritten Album, "Family Of Aliens", macht das Quartett um Frontmann und Songwriter Thomas Sanders jetzt aber leider große Zugeständnisse an den... weiter




Pop-CD

Die neue Leichtigkeit1

  • Die Villagers erweitern ihr Spektrum um Hooklines und Grooves.

Vor mittlerweile zehn Jahren gründete der irische Singer-Songwriter Conor O’Brien zusammen mit befreundeten Musikern das Bandprojekt Villagers. Mit seiner ein wenig an Conor Oberst erinnernden Stimme und seinem Gespür für feine zwischenmenschliche Töne beeindruckte der feinfühlige Autor vier Alben lang in erster Linie mit anrührend-intimem... weiter




Pop-CD

Pop-Preziosen1

  • Leichtfüßiges von The Goon Sax aus Brisbane.

Vor zwei Jahren veröffentlichten drei Teenager aus Brisbane ein bezauberndes Debütalbum mit unverstellt-offenherzigen Adoleszenzstudien im bittersüßen Indiepop-Soundkleid. Inzwischen hat die Band ihr Instrumentarium um Streicher und Bläser erweitert; erhalten geblieben sind auf dem Zweitling von The Goon Sax aber die wache Neugierde... weiter




Sinnlich seufzend: Musikerin Marissa Nadler. - © Ebru Yildiz

Pop

Am Ende wartet die Hölle2

  • Die US-Songwriterin Marissa Nadler beschäftigt sich auf ihrem Album "For My Crimes" zu zarten Zupfgitarren mit dem Scheitern an der klassischen Zweierbeziehung.

Musikalisch gesehen ist dieses Album gewissermaßen ein Rückschritt. Immerhin war die mittlerweile auf acht Studioalben in nur 14 Jahren angewachsene Diskografie Marissa Nadlers zuletzt von der Tatsache geprägt, dass es nach konsequent auf die Zupfgitarre fokussierten "Anfängen", die sich über ein ganzes Jahrzehnt ziehen sollten... weiter




Spielkarten

Schnapsen, Jolly und Patiencen mit Elvis und Madonna1

  • Der Laurence King Verlag hat ein besonderes Kartenset herausgebracht: mit 54 Musikgrößen in den vier Spielfarben.

Björk und David Bowie als Joker sind alleine schon eine Ansage. Die beiden Ausnahmemusiker nehmen offenbar eine Sonderstellung ein bei Zeichner Rik Lee und Musik-PR-Beraterin Charlie Harris, die nun ein ganz besonderes Kartenset zusammengestellt haben: 54 Musiker wurden in funkigen Illustrationen als Herz As (Stevie Wonder)... weiter




Der junge Meister: Prince im Jahr 1983. - © Warner/Allen Beaulieu

Pop

Frauen, die Baby heißen6

  • Posthum erscheint von Prince das Album "Piano & A Microphone 1983". Der Titel ist Programm.

Durchaus für Gänsehaut sorgt allein schon die Tatsache, dass sich hier gewissermaßen ein Kreis schließt. Immerhin trug die letzte Konzertreise von Prince den Titel "Piano And A Microphone Tour" und ließ den Popstar sich an zwanzig ausgewählten Terminen solo am Klavier - und ohne Setlist - noch einmal für die Herausforderung abseits der bei ihm... weiter




Auf dem Karriere-Katapult: Daniil Trifonov im Jahr 2011 beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Der Russe gilt heute als Nonplusultra unter den Jungpianisten. - © epa/picturedesk

Klassik-Wettbewerbe

Die Frischzellenkur aus der Arena2

  • Sind Klassik-Wettbewerbe wichtige Sprungbretter - oder Sportveranstaltungen ohne künstlerischen Wert? Die Nachwuchsmusiker kommen jedenfalls nicht darum herum. In Wien startet nun wieder der Fritz-Kreisler-Bewerb für Geiger.

Ein Sieg kann eine Karriere beflügeln. Ein Eklat aber noch mehr. 38 Jahre ist es her, da gingen die Wogen beim Chopin-Wettbewerb in Warschau hoch. Ein Jungpianist aus Kroatien zog die Blicke auf sich. Ivo Pogorelich hieß er und spaltete die Preisrichter. Der Exzentriker bekam vier Mal die Bestnote, genauso oft aber die tiefste und flog damit noch... weiter




Pop-CD

Unruhe

  • Das neue Album von Mamaleek aus San Francisco.

Angeblich hätten Mamaleek nun den Sprung aus der Anonymität ins Rampenlicht gewagt und seien zum ersten Mal live aufgetreten. Das neue Album der Brüder aus der Bay Area San Franciscos markiert somit eine Wende. Vom Black Metal der Vorgängeralben ist wenig übrig. Manch einer mag das extrovertierte Geschrei von "Via Dolorosa"... weiter




Pop-CD

Verzweiflung

  • Musik über den Verfall: Neues von Bosse-de-Nage.

Vom ersten Ton an herrscht Verzweiflung. Nach dem Meisterwerk "All Fours" thematisieren Bosse-de-Nage auf ihrem neuen Album facettenreich den Verfall. Der erste Song - "The Trench" - springt denn auch gleich in einen Schützengraben, dessen tägliche Instandhaltungen und Erweiterungen zu einem Sinnbild menschlicher, sisyphoshafter Existenz werden... weiter




Pop-CD

Wärmende Klangdecke1

  • The Chills aus Neuseeland und ihr Gitarrenpop, der zum treuen Alltagsbegleiter taugt.

Die in Dunedin gegründeten Chills sorgten in den 1980er und 1990er Jahren zusammen mit Bands wie den Sneaky Feelings, den Tall Dwarfs, den Verlaines und The Clean (alle Genannten veröffentlichten ihre Alben beim legendären neuseeländischen Label Flying Nun Records) dafür, dass der sogenannte Dunedin Sound neuseeländischen Gitarrenpop beliebt und... weiter




Böse ist gut: der Wiener Musiker Sir Tralala. - © Monkey

Pop

Der universell Umtriebige1

  • David Hebenstreit alias Sir Tralala legt sein drittes Album vor. Auf "Echt gute böse Lieder" setzt es räudigen Bluesrock auf Wienerisch.

Der uralte Wanderer, den er gleich im ersten Titel seiner neuen, bisher stimmigsten und in sich geschlossensten Platte gibt, ist er in der österreichischen Poplandschaft auf gewisse Weise tatsächlich: In dem Sinn nämlich, dass er seit ewig und überall dabeigewesen zu sein scheint. Auf mehr als dreißig Alben hat der knapp 40-jährige... weiter




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Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.

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