• vom 14.09.2014, 11:00 Uhr

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Sadier, Laetitia: Something Shines




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Von Uwe Schütte




    Ein nostalgischer Sound hat den Vorteil, nie wirklich außer Mode zu kommen. Und er liefert ein Gegengewicht zum musikalischen Leerlauf des Immergleich-Neuen. Zu ihrer glorreichen Zeit, Mitte der 1990er Jahre nämlich, waren Stereolab mit ihrem Farfisa-Retro-Orgel-Sound eine Postrockband wie keine andere. Das lag insbesondere an den englisch-französischen Vocals ihrer Sängerin Laetitia Sadier, die die Stereolab-Fahne auch als Solo-Künstlerin weiterträgt.

    Ihr neues Album "Something Shines" ist klar von der Klangästhetik und dem pulsierenden Rhythmus des Pop und Krautrock aus den 60er Jahren geprägt. Aber die Platte bedient sich ebenso bei allem, was seitdem passiert ist, und wird so nie zu billiger Imitation des Stereolab-Sounds. Fortgeführt wird allerdings die eindeutig politische, wenngleich geschickt verpackte Stoßrichtung der Texte. Die französischen Zitate aus Guy Debords situationistischer Kampfschrift "La société du Spectacle" etwa dürfte nicht jeder gleich erkennen. Dass "Something Shines" ein tolles Album ist, lässt sich hingegen schon beim ersten Anhören feststellen.


    Laetitia Sadier: Something Shines. (Drag City)




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2014-09-11 21:05:09
    Letzte Änderung am 2014-09-12 13:52:33




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