Konzertkritik

Corazón ist Trumpf9

  • Fulminant: Juan Diego Flórez mit lateinamerikanischen Schlagern im Konzerthaus.

(irr) Die Galakonzerte der Opernstars genießen einen zwiespältigen Ruf - zu Recht. Begleitet von einem Orchester, das so unbekannt ist wie leicht verfügbar, setzt es meist ein - freundlich gesagt - kunterbuntes Programm. Der Erfolg ist dennoch bombensicher. Immerhin hat der Fan für die Sängerhoheit tief ins Börserl gegriffen... weiter





Festival

Wien Modern: Neue Töne zwischen Kasino und Café1

Wien. Mehr als 100 Veranstaltungen bietet das Festival Wien Modern heuer. Generalthema ist "Sicherheit", wobei nicht auf die sichere Bank gesetzt wird. Das Eröffnungskonzert am 28. Oktober im Wiener Konzerthaus bestreiten die Wiener Philharmoniker ohne Dirigent. Zum Auftakt widmen sie sich erstmals Musik von John Cage... weiter




Konzertkritik

Fast schon Kitsch4

  • Das RSO spielte im Musikverein Poulenc und Korngold.

Da hatte man etwas zu verarbeiten nach diesem Konzert des RSO im Musikverein: Nicht nur, was das Hörerlebnis angeht, hatte das Programm nämlich mit Prokofiev, Poulenc und Korngold Vielfältiges zu bieten. Auch fürs Auge war diesmal so einiges dabei: Khatia Buniatishvili war gemeinsam mit ihrer Schwester Gvantsa Buniatishvili angereist... weiter




"Winterreise": Angelika Kirchschlager, Julius Drake. - © Staatsoper/M. Pöhn

Liederabend

Angestrengte Dringlichkeit7

  • Angelika Kirchschlager mit Schuberts "Winterreise" in der Wiener Staatsoper.

Sie ist die unangefochtene Königsdisziplin des Liedgesanges: Schuberts "Winterreise". Und sie ist nicht nur technisch eine Herausforderung, sondern mindestens ebenso Charaktersache. Die 24-teilige Reise nach Gedichten von Wilhelm Müller führt durch existenzielle, schwermütige, wütende wie irrationale Seelenlandschaften... weiter




Dirigent R my Ballot (in der Mitte) und die Musikerinnen und Musiker des Klangkollektivs Wien. - © Klangkollektiv Wien

Klangkollektiv Wien

Der Klang der Überzeugung13

  • Das Klangkollektiv Wien steht vor seinem Gründungskonzert im Wiener Konzerthaus.

Wien. Wenn sich demnächst im Konzerthaus das Klangkollektiv Wien erstmals dem Publikum präsentiert, verbreitet das den Hauch des Besonderen. Nicht, weil Wien damit ein neues Orchester bekommt - da hat es etliche gegeben. Die meisten davon waren, nun: Zweijahresfliegen. Manche haben auch geringfügig länger überlebt... weiter




Konzertkritik

Keine Liebesgrüße3

  • Die St. Petersburger Philharmonie im Musikverein.

Es waren keine Liebesgrüße, und sie kamen auch nicht aus Moskau. Die Klänge, die von den St. Petersburger Philharmonikern aus Russland zu uns hereinwehten, ähnelten eher einem Kniff in die Wange und einem freundlichen Faustschlag an die Schulter. Denn Prokofjews zweites Konzert für Klavier und Orchester wird von Yefim Bronfman eher harsch... weiter




- © reuters

Nachruf

Die letzte Diva10

  • Der Tod der spanischen Sopranistin Montserrat Caballé steht für das Ende einer Epoche.

Barcelona/Wien. Unvermindert große Trauer herrscht über den Tod von Montserrat Caballé. Die spanische Sopranistin ist am 6. Oktober in ihrer Geburtsstadt Barcelona im Alter von 85 Jahren gestorben. Caballé war weit über den Bereich der klassischen Musik hinaus ein Begriff. Dass sie und Freddy Mercury gemeinsam bei der Eröffnung der Olympischen... weiter




Literatur

Freundliche Gegner4

  • Zwei Großkritiker - Joachim Kaiser und Marcel Reich-Ranicki - stritten 1995 über die Oper.

Was ist in einer Oper wichtiger, die Komposition oder der Text? Diese altehrwürdige Frage war Gegenstand eines Streitgesprächs, das am 23. Juni 1995 im Rahmen der Richard-Strauss-Tage in Garmisch stattfand. Vor laufender Fernsehkamera trafen dabei zwei Granden des Feuilletons aufeinander: Joachim Kaiser, Doyen der Musikkritik... weiter




Konzertkritik

Geschönte Spielwiese2

  • Symphoniker unter Stéphane Denève im Musikverein.

Wie das Dirigat des französischen Dirigenten Stéphane Denève gestaltete sich das Programm, in dem vorwiegend Werke des 20. Jahrhunderts standen, betont energisch. Im Hinblick auf die musikalische Interpretation gab es zweierlei: Einerseits viel betonter Kitsch und Pomp. Andererseits konnte man auch ruhige Momente belauschen... weiter




Tschaikowski Symphonieorchester

Tschaikowsky mit Rarität5

  • Klavierkonzert in G-Dur im Wiener Musikverein.

Spricht man von Tschaikowskys Klavierkonzert, meint man im Allgemeinen sein b-Moll-Konzert. Der Komponist hat aber zwei weitere Klavierkonzerte geschrieben. Das zweite in G-Dur war nun im Wiener Musikverein zu hören. Mit Interpreten, die mit diesem selten zu hörenden Werk wohlvertraut sind: das Tschaikowsky Symphonieorchester Moskau und... weiter




Konzertkritik

Imposante Naturgewalt zum Auftakt13

Er holt die Partitur nur zu speziellen Ereignissen hervor; dirigiert den Giganten nur aus gutem Grund, erklärte er im Vorfeld. Diesen Anlass, Mahlers Symphonie Nr. 3 in d-Moll aufzuführen, hat Teodor Currentzis aktuell gefunden. Er hat den knapp zweistündigen Klangkosmos für sein Antrittskonzert als Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters... weiter




Jonas Kaufmann begeisterte sein Publikum. - © apa/Georg Hochmuth

Konzertkritik

Romantik auf Knopfdruck25

  • Jonas Kaufmann begeisterte das Publikum im Konzerthaus routiniert.

"Vergiftet sind meine Lieder" beginnt Jonas Kaufmann mit Franz Liszts Vertonung von Heinrich-Heine-Texten. Ein Lied, in dem sich die Verzweiflung über eine enttäuschte Liebe in den dissonanten Harmonien prächtig widerspiegelt. Verzweiflung, die Jonas Kaufmann sängerisch, rein technisch gesehen, einwandfrei vermittelt... weiter




Konzertkritik

Strahlen in Bescheidenheit1

  • Herbert Blomstedt dirigierte die Wiener Philharmoniker.

Ein Stück Heimat brachte Herbert Blomstedt, der ja selbst in den nordischen Weiten Schwedens zuhause ist, in den Musikverein. Franz Berwald stand auf dem Programm, ein Komponist dessen Werk man nur selten zu hören bekommt und dessen heutiges Konzert-Außenseitertum jenes zu seinen Lebzeiten widerspiegelt... weiter




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"Der Bauerntanz", entstanden um 1568.

Ignaz Kirchner als "Samiel", 2007, während der Fotoprobe von "Der Freischuetz" in Salzburg.  Das Tutu ist das Spezifikum der Ballerina, die elfengleich über die Bühne schwebt.

Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt. Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta.