Konzertkritik

Eine Frage der Spannung4

  • Matthias Goerne und einige Unruhe bei einem Liederabend an der Staatsoper.

Kaum hatte der Liederabend begonnen, war es auch schon geschehen. Matthias Goerne unterbrach und machte, verärgert und fassungslos, darauf aufmerksam, dass das so nicht ginge: fotografieren mit Blitz, und das beim ersten Lied. Es ließe sich an dieser Stelle ausführlich über die Herkulesaufgabe eines Liederabends heutzutage diskutieren... weiter





Konzertkritik

Beethoven in der Manege7

  • Teodor Currentzis im Wiener Konzerthaus.

Die Dramaturgie wirkte befremdlich. Warum eine Programmierung, die einen Bühnenumbau so kurz vor der Pause notwendig macht für eine gerade einmal fünfminütige Komposition? Jedoch: Nach besagten fünf Minuten war jegliche Verwunderung vergessen. Gespielt vom Orchester MusicAeterna, war Mozarts "Figaro"-Ouvertüre durch den Saal gefegt... weiter




Konzertkritik

Ritter der Extreme7

  • Ivo Pogorelich begeistert im Wiener Konzerthaus.

Tatsächlich ist es Pogorelich, der da bereits vor Konzertbeginn am Klavier sitzt und die Finger über die Tasten gleiten lässt. Pogorelich in Wohlfühlhose und mit Haube. Als überlege er sich gerade, was er mit den Stücken denn heute anstellen könne. Erst zwei Minuten vor Beginn wird er von der Bühne geholt... weiter




Konzertkritik

Kurioses Menü

  • Sakari Oramo dirigierte die Wiener Philharmoniker.

Es ist schon eine seltsame Mischung, die man sich für dieses Konzert überlegt hat. Erst Jean Sibelius’ "Pohjolas Tochter", dann Rued Langgaards sechste Symphonie, ein Komponist der dänischen Moderne, den es noch zu entdecken gilt, und schließlich Edward Elgars Konzert für Violoncello und Orchester. Das ist wie Schweinsbraten mit Vanilleeis... weiter




Konzertkritik

Klangforum: Ein Abend der offenen Grenzen

Die oftmals erbittert verteidigten Grenzen puristischer Neuer Musik - sie fransen aus und werden selbst in den Hochburgen traditionsbewusster Kulturpflege beherzt überschritten. So etwa am Donnerstag durch das Klangforum Wien: Beginnend mit einem Stück aus Bernhard Langs nicht enden wollendem Zyklus "Differenz und Wiederholung" verband sich... weiter




Vom Freejazzer zum Notensetzer: Gavin Bryars. - © Doug MarkeInterview

Oper

"Kreativität braucht Grenzen"

  • Der britische Komponist Gavin Bryars über ein Laien-Orchester mit Brian Eno, die abenteuerliche Zeit mit John Cage, den vermeintlich freien Jazz und seine Kammeroper "Marilyn Forever" im Kasino am Schwarzenbergplatz.

Wien. Am späten Mittwoch ist er in Wien gelandet - und wenig später schon durch die Türen des Kasinos am Schwarzenbergplatz marschiert. Gavin Bryars sitzt dort mit britischem Understatement am Bühnenrand und blätterte still in einer Partitur. Er will die Einstudierung seiner Oper "Marilyn Forever" (Premiere: Samstag) nicht stören... weiter




Leonard Bernsteins Persönlichkeit war vielschichtig - sein Charisma bestritten nicht einmal seine Gegner. - © ap

Sachbuchkritik

Operation missglückt, Patient überlebt1

  • Sven Oliver Müller versucht, in einer Charakterstudie dem Charisma Leonard Bernsteins auf den Grund zu gehen.

Wieviel weiß ein Pathologe über einen Menschen, nachdem er dessen Leichnam seziert hat? Anders gefragt: Wieviel bringt Sven Oliver Müllers Biografie "Leonard Bernstein - Der Charismatiker", vorgelegt zur 100. Wiederkehr von Leonard Bernsteins Geburtstag in diesem Jahr, an neuen Erkenntnissen über den Komponisten und Dirigenten... weiter




Konzertkritik

Lodernde Nachtschatten3

  • Liederabend von Elina Garanča im Musikverein.

Ihr Weg zum Ton ist ein sehr direkter. Auf Umwege oder üppige Verzierungen verzichtet sie. Das klangliche Umgarnen ist ihre Sache nicht. Die Stimmführung von Elina Garanča ist dabei geradlinig. Ihr warm abgerundeter Mezzosopran ist mit einem zarten Vibrato durchzogen, das Garanča bei Bedarf in feinen Nuancen zu intensivieren versteht... weiter




Konzertkritik

Forsche Mitteilungen

  • Andres Orozco-Estrada dirigierte die Philharmoniker.

Der neue Chefdirigent der Wiener Symphoniker ein großes Mitteilungsbedürfnis. Musikalisch versteht sich. Ganze zweieinhalb Stunden dauert das Programm, mit dem die Wiener Philharmoniker unter dem Dirigat Andrés Orozco-Estradas statt unter dem des erkrankten Zubin Mehta auch andere Länder Europas bereisen... weiter




Konzertkritik

Weiche Wogen und ein mysteriöses Feuerwerk

Beinahe glaubt man sich auf einem Schiff. Mirga Grazinyte-Tyla steuert das City of Birmingham Symphony Orchestra durch den Abend, einmal mehr, einmal weniger wendig. Richard Wagners Vorspiel zu "Tristan und Isolde" dirigiert sie weich, ihre Hände zeichnen die Wellen, die Musiker geben Breite, das Tempo ist sehr gemäßigt... weiter




Unverkennbar: Konieczny als Göttervater. - © Wiener Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Goldrichtig begonnen9

  • "Der Ring des Nibelungen" an der Wiener Staatsoper.

Glücklich, wer nur solche Probleme hat: Am Mittwochabend sind ausreichend Menschen gekommen, um die volle Kapazität der Staatsoper auszureizen - aber ausnahmsweise waren nicht genug Programmhefte zur Hand. "Sie wissen schon, wie viel Leute da reingehen?", pflaumt ein glückloser Interessent den Billeteur an... weiter




Konzertkritik

Ein Familienfest3

  • Die Symphoniker begrüßten den "Frühling in Wien".

Tanzmusik schwirrt in der Luft, Blumen ranken sich an den Wänden, ORF-Kameras filmen von den Seiten, zuletzt wogt der "Donauwalzer" im Goldenen Musikvereinssaal. Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker? Mitnichten: Am Wochenende fand der "Frühling in Wien" statt - das traditionelle, stets am Ende der Karzeit abgehaltene Gute-Laune-Event der... weiter




"Energie investieren": Orozco-Estrada. - © Symphoniker/Sigmund

Chefdirigent

Symphoniker gewinnen Orozco-Estrada4

  • Der gebürtige Kolumbianer wird nächster Chefdirigent.

Wien. (irr) Die Symphoniker haben Andrés Orozco-Estrada zu ihrem nächsten Chefdirigenten gekürt, und der Jubel darüber ist einhellig: Musikverein, Konzerthaus und die Bregenzer Festspiele gratulieren zu einer "großartigen Wahl". Die Worte kommen nicht von ungefähr: Orozco-Estrada, 1977 in Medellín geboren und in Wien ausgebildet... weiter




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Romy Schneider wurde am 23. September 1938 als Rosemarie Magdalena Albach in Wien geboren. Die Schauspielerei ist ihr in die Wiege gelegt geworden: Ihre Eltern und sogar ihr Ururgroßvater waren Schauspieler. Ihren Künstlernamen verwendete sie kurz nach ihrer ersten Filmrolle in den 1950ern. August Sander, Putzfrau, 1928

Die Schauspielerin Tiffany Haddish posiert auf dem roten Teppich. Bille August.


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