Konzertkritik

Philharmoniker glänzten mit Kirill Petrenko2

  • Ein Konzert zwischen Kraftentfaltung und Bescheidenheit.

Rudi Stephan zählt womöglich zu den bekanntesten unter den vergessenen Komponisten. Bereits zu seinen Lebzeiten, die nur 28 Jahre andauerten (1887-1915), galt er als großes Talent. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Wiener Philharmoniker präsentierten am Wochenende seine "Musik für Orchester in einem Satz": Das Stück positioniert sich... weiter





Es ist fraglich, ob das schlichte Freund-Feind-Schema der "Weiden" tatsächlich etwas Positives zum politischen Klima beitragen kann. - © Michael Poehn

Uraufführung

"Die Weiden" erleiden Schiffbruch an der Staatsoper74

  • Die neue Oper gegen Rechtspopulismus scheitert an ihrer eigenen Plumpheit.

Wien. Der Vorhang fällt, der Schlusston schwindet, und es kriecht aus der Stille -  ein matter Applaus. Gewiss, er legt ein wenig zu, wenn die Hauptdarsteller an die Rampe treten, und wenn die beiden Opernschöpfer ihr Gesicht zeigen, schieben sich zwei, drei Buhs und Bravos über den dünnen Applausfilm... weiter




Roland Kluttig wird ab Ab 2020/21 neuer Chefdirigent der Grazer Philharmoniker und der Oper Graz. - © APAweb / Erwin Scheriau

Grazer Philharmoniker

Roland Kluttig neuer Chefdirigent an der Oper Graz3

  • Er folgt Oksana Lyniv auch als Chefdirigent der Grazer Philharmoniker.

Graz. Oksana Lyniv, die erst 2017 zur Chefdirigentin der Grazer Philharmoniker und der Oper Graz bestellt worden war, wird ihren Vertrag nicht verlängern. Ihr folgt ab 2020/21 Roland Kluttig, teilten die Bühnen Graz am Freitag mit. Er ist seit 2010 Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg und habe mit Produktionen wie "Lohengrin", "Parsifal"... weiter




Konzertkritik

Grigory Sokolov: Vom Schmerz im Ebenmaß11

Hätte das Konzerthaus nicht am Mittwoch bekanntgegeben, dass es seine Schulden gemeinsam mit der öffentlichen Hand tilgt - man hätte meinen können, das Problem sei bereits am Dienstagabend in Eigenregie aus der Welt geschafft worden. Und zwar auf einen Schlag. Als Grigory Sokolov am Flügel Platz nahm... weiter




Konzertkritik

Das Budapest Festival Orchester begeistert im Musikverein17

Das Budapest Festival Orchestra betritt die Bühne, gefolgt von Iván Fischer. Allesamt die Fliege adrett um den Hals gebunden - und bald steht fest: Es dürfte sich dabei um ein Erfolgsmascherl handeln. Denn während das Budapest Festival Orchestra in Dvořáks "Legende" noch sehr breitflächig und weich einsteigt... weiter




Konzertkritik

Eine Frage der Zeit4

  • Die Deutsche Kammerphilharmonie im Musikverein.

Dass Paavo Järvi mit einem reinen Wiener-Klassik-Programm im Musikverein gastiert, ist erfrischend und hat den einfachen Grund, dass er von Hausherr Thomas Angyan darum gebeten wurde. Der Dirigent erzählte es der "Wiener Zeitung" jüngst in einem Interview. Das Zutrauen, das man ihm in dieser Hinsicht entgegenbringt, bestätigt sich am Donnerstag... weiter




32 Jahre tonangebend: Thomas Angyan. - © APAweb, Georg Hochmuth

Intendantenwechsel

Thronübergabe im Musikverein5

  • Langzeit-Intendant Thomas Angyan lässt seinen Vertrag im Jahr 2020 auslaufen.

Wien. (irr) Seit 1988 hallt seine sonore Stimme durch die Direktionsräume des Musikvereins. Diese Tage sind gezählt: Thomas Angyan, Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, verlängert seinen Vertrag nicht über das Jahr 2020 hinaus. Es sei an der Zeit, "das Ruder an die nächste Generation weiterzugeben"... weiter




- © Ventre PhotosInterview

Interview

"Für Jetlag gibt es keine Kur"4

  • Dirigent Paavo Järvi über China als dynamischen Klassikmarkt, scheinbar kaputte Plattenspieler und Scherze auf Twitter.

Wien. Am Notenpult ist er genauso zu Hause wie am Flughafen: Paavo Järvi (55) zählt zu den Global Players der Dirigentenzunft. Der Este arbeitet in Fernost und Europa und macht hierzulande vor allem mit der Kammerphilharmonie Bremen Furore. Ab heute, Donnerstag, gastiert er mit ihr im Musikverein. "Wiener Zeitung": Wer Ihnen auf Twitter folgt... weiter




Konzertkritik

Im Geratter der Machtmaschine

  • Gottfried von Einems "Prozess" in einer Modellaufführung, nun auch in Wien.

Dass sich "Jubiläum" vom "Jubel" herleitet, ist im Kunstbetrieb nicht immer nachvollziehbar. Im Grunde hat man es mit einem rechnerischen Ritual zu tun: Jährt sich das Geburts- oder Todesjahr eines kreativen Kopfes in ansprechender Weise, also zum 100. oder 250. Mal, schreitet die Allgemeinheit zur Neusichtung von ausgewählten Werken... weiter




Agata Zubel komponierte und sang selbst ihre "Cleopatra". - © Jakub Pajewski

Konzertkritik

Eine unprätentiöse Tragödin1

  • Johannes Kalitzke dirigierte das Klangforum Wien im Rahmen von Wien modern.

"Die Rede sei die Herrin der Harmonie, nicht ihre Dienerin" - mit diesen Worten hatte Claudio Monteverdi im Vorwort zu seinem fünften Madrigalbuch die zentrale Rolle des gesungenen Wortes festgeschrieben. Dasselbe ließe sich über die Musik von Agata Zubel sagen, die den diesjährigen Kompositionspreis der Erste Bank zuerkannt bekam... weiter




Konzertkritik

Lohengrin trifft Julia3

  • Andreas Schager und Lidia Baich an der Staatsoper.

Das jüngste Solistenkonzert an der Wiener Staatsoper war wohl das bislang ungewöhnlichste der Reihe. Seit Februar 2017, wir erinnern uns an den Opernball desselben Jahres, sind Tenor Andreas Schager und Geigerin Lidia Baich Mann und Frau. Nun gestalteten die beiden ein Programm, in dem sich ihre "Instrumente" mehrmals berührten... weiter




Konzertkritik

Begegnung mit Schubert5

  • Pianistin Mitsuko Uchida brillierte im Musikverein.

Am Dienstag, dem Tag nach Franz Schuberts 190. Todestag, setzte Mitsuko Uchida ihre im Vorjahr begonnene Sonaten-Aufführungsserie fort. Die Beziehung der Musikerin zu Schubert reicht bis in ihre Kindheit zurück. Zu ihm hatte Uchida eher eine Verbindung als zu anderen Komponisten. Mit ihm teilte sie die Einsamkeit... weiter




Liederabend

Ein rasender Träumer auf Reisen3

Es sind die Spannweite seiner Stimme und seiner gestalterischen Mittel, die Florian Boesch als Liedgestalter auszeichnen. Da ist diese volle Tiefe seines kompakt geführten Bassbaritons, die er mitunter kraftvoll zum intensiven, ja eruptiven Wüten verdichtet. Und dann ist da eine beinahe ins Falsett kippende luftige Zartheit in der Höhe... weiter




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Förderpreisgewinner Christoph Fritz mit Moderatorin Verena Scheitz und "vormagazin"-Chefredakteur Christoph Langecker.

Peter Handke bei der Verleihung des 19. Wiener Theaterpreises "Nestroy" im Theater an der Wien. Hier mit dem Preis für sein Lebenswerk. Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher

Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913 "Der Bauerntanz", entstanden um 1568.