• vom 05.05.2016, 17:12 Uhr

Klassik/Oper


Nachruf

Komponistin Ursula Mamlok gestorben




  • Artikel
  • Lesenswert (4)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Edwin Baumgartner


    Ursula Mamlok galt als eine der führenden Komponistinnen der USA.

    Ursula Mamlok galt als eine der führenden Komponistinnen der USA.© ursulamamlok.com Ursula Mamlok galt als eine der führenden Komponistinnen der USA.© ursulamamlok.com

    Berlin. Die Komponistin Ursula Mamlok ist am Mittwoch in ihrer Geburtsstadt Berlin gestorben, wo sie erst seit 2006 wieder lebte. Mamlok gilt als US-amerikanische Komponistin. Diese Fakten deuten ein Schicksal an: Mamlok, am 1. Februar 1923 geboren, hieß noch Lewy, als sie mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten fliehen musste.

    Zuerst fand ihre Familie Aufnahme in Ecuador. Nachdem sie - im Alter von erst 17 Jahren - ein Stipendium an der Mannes School of Music in New York erhalten hatte, übersiedelte sie in die USA. Sie studierte bei dem ebenfalls emigrierten Österreicher Ernst Krenek und beim von Arnold Schönberg beeinflussten US-Avantgardisten Roger Sessions Komposition.


    Ursula Mamlok orientiert sich in ihren frühen Werken an Paul Hindemiths neu definierter Tonalität. Erst unter dem Einfluss ihres Lehrers Ralph Shapey findet sie zu sich selbst. Etwa ab Mitte der 1960er Jahre schreibt sie eine Musik, die mit komplexen Rhythmen und dissonantem Kontrapunkt ein eigenes ganz und gar modernes Gesicht zeigt. Damit wird Ursula Mamlok zu einer der führenden Vertreterinnen der US-amerikanischen Avantgarde-Musik.




    Schlagwörter

    Nachruf, Ursula Mamlok

    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2016-05-05 17:17:09


    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Netflix kann auch Kino-Magie
    2. "Die Weiden" erleiden Schiffbruch an der Staatsoper
    3. William Shatners Weihnachts-CD, eine bizarre Bescherung
    4. Warum Fake News oft auf fruchtbaren Boden fallen
    5. ORF teilt TV-Sender gesellschaftlichen Gruppen zu
    Meistkommentiert
    1. Gefährliche Predigten
    2. "Kurz bringt die Rechtsextremen in den Mainstream"
    3. "Die Weißwurst muss dir freundlich gesinnt sein"
    4. "Die Weiden" erleiden Schiffbruch an der Staatsoper
    5. Karger "Don Carlos" in der Kammeroper

    Werbung




    Förderpreisgewinner Christoph Fritz mit Moderatorin Verena Scheitz und "vormagazin"-Chefredakteur Christoph Langecker.

    Peter Handke bei der Verleihung des 19. Wiener Theaterpreises "Nestroy" im Theater an der Wien. Hier mit dem Preis für sein Lebenswerk. Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher

    Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913 "Der Bauerntanz", entstanden um 1568.


    Werbung