• vom 02.01.2017, 19:01 Uhr

Klassik/Oper

Update: 02.01.2017, 22:13 Uhr

Ballett-Kritik

Frisch, fröhlich, italienisch




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Von Verena Franke


    Asphalt, Stein oder spiegelglattes Parkett - selbst diese schwierigen Bedingungen hat das Wiener Staatsballett heuer mit Leichtigkeit und scheinbarer Freude vertanzt. Ein offensichtliches Markenzeichen für Renato Zanellas Choreografien: Hier dominiert italienische Eleganz gepaart mit traditionellen Walzerschritten und Beinschwüngen. Zanella, früherer Direktor des Balletts der Staatsoper, ließ fünf Solistenpaare mit "Hereinspaziert" aus der Operette "Der Schätzmeister" von Carl Michael Ziehrer durch die Hermesvilla im ehemaligen kaiserlichen Jagdgebiet Lainzer Tiergarten walzen - im Sinne der leichten Muse. Die sommerliche Aufzeichnung mit Liudmila Konovalova, Robert Gabdullin, Ketevan Papava, Eno Peci, Nina Poláková, Denys Cherevychko, Franziska Wallner-Hollinek, Mihail Sosnovschi und Alice Firenze mit Davide Dato fließt unisono durch die prunkvollen Räume, die geschmackvollen Kostüme von Christof Cremer überladen nicht das TV-Bild, sondern ergänzen die Location und so die perfekte Österreich-Werbung.

    Und damit nicht nur die Fernsehkonsumenten das Ballett erleben können, sondern auch die Konzertbesucher, stand bei "Auf zum Tanze" von Johann Strauß Sohn Tuchfühlung und Kuschelkurs mit dem Publikum auf dem Programm: Sechs Studierende der letzten beiden Klassen der Ballett-Akademie tollten durch die Gänge des Zuschauerraums, gejagt von Tänzer Christoph Wenzel. Mit putzigem Geplänkel präsentiert Zanella talentierten Nachwuchs, der mit dem knarrenden Parkett erst Freundschaft schließen muss.

    Information

    Neujahrskonzert
    Wiener Staatsballett

    Tanz





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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2017-01-02 15:53:02
    Letzte Änderung am 2017-01-02 22:13:17


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    Das Tutu ist das Spezifikum der Ballerina, die elfengleich über die Bühne schwebt.

    Bille August.


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