• vom 17.05.2017, 17:07 Uhr

Klassik/Oper

Update: 18.05.2017, 13:13 Uhr

Toronto Symphony Orchestra

Kanadas Klangmagier




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Von Katharina Wappel

  • Das Toronto Symphony Orchestra im Konzerthaus.

1983 war das Toronto Symphony Orchestra zuletzt in Wien. Das Publikum heißt es umso herzlicher willkommen. Den Einstieg absolviert man mit einem kurzen aber intensiven Andenken an Pierre Boulez: "Le Soleil des eaux", exzellent interpretiert vom Toronto Symphony Orchestra, von der Wiener Singakademie und der Sopranistin Carla Huhtanen. Dirigent Peter Oundjian organisiert gekonnt das Zusammenspiel, das dank der Präzision den komplexen Strukturen standhält und dem Zuhörer die Bilder suggeriert, etwa den Fluss La Sorgue.

Danach eine 180-Grad-Wendung hin zur Wohlfühl-Romantik mit Johannes Brahms‘ D-Dur-Violinkonzert. Wieder zeigt sich das Orchester gut austariert, Maxim Vengerov geht forsch ans Werk, ohne dabei abzuheben. Die Augen stets geschlossen, legt er gleichzeitig viel Feingefühl an den Tag, bleibt ganz nah an der Musik und in Verbindung mit dem Gesamtklang.

Nach der Pause fahren die Kanadier in Béla Bartóks Konzert für Orchester erneut mit einer Klangwucht auf, die von zarten Piani bis zu exzessiven Momenten reicht. Die paarweise geführten Instrumente erheben sich aus dem Gesamtklang zum Tanz, dessen Präzision eine reine Freude ist. Wie Solisten treten die Instrumentengruppen hervor, um kurz darauf dem nächsten Paar Platz zu machen. Im Finale fügt sich alles ins Ensemble ein, um noch einmal gehörig Dramatik aufzubauen. Begeisterung im Publikum. Bleibt zu hoffen, dass die nächste Einladung nicht weitere 34 Jahre auf sich warten lässt.

Konzert
Toronto Symphony Orchestra
Peter Oundjian (Dirigent)
Maxim Vengerov (Violine)
Konzerthaus





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-05-17 17:12:12
Letzte Änderung am 2017-05-18 13:13:17



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