• vom 01.01.2018, 13:33 Uhr

Klassik/Oper

Update: 01.01.2018, 13:42 Uhr

Musik

Thielemann dirigiert Neujahrskonzert 2019




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Von WZ Online, APA

  • Der Deutsche mit viel Philharmoniker-Erfahrung gibt nächstes Jahr sein Debüt am Neujahrspult.

Die Karriere des am 1. April 1959 geborenen Dirigenten Christian Thielemann begann an der Deutschen Oper Berlin. - © APAweb / Gindl Barbara

Die Karriere des am 1. April 1959 geborenen Dirigenten Christian Thielemann begann an der Deutschen Oper Berlin. © APAweb / Gindl Barbara

Wien. Mit Christian Thielemann steht 2019 wieder ein Debütant am Pult des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker. Freilich ein sehr erfahrener: Mit dem 58-jährigen Deutschen haben die Philharmoniker bereits viel musiziert. Der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden und künstlerische Leiter der Salzburger Osterfestspiele ist auch dem heimischen Publikum wohlbekannt.



"Das, was im Opernbereich seit Anbeginn perfekt funktioniert hat, nämlich das tiefe musikalische Einverständnis und Vertrauen, hat in der Folge auch im symphonischen Bereich große Früchte getragen", so Orchester-Vorstand Daniel Froschauer in einer Aussendung am Neujahrstag. Gemeinsam spielte man etwa einen umjubelten Beethoven-Zyklus ein, arbeitete mit dem gefeierten Wagner-Dirigenten an der Staatsoper sowie in den philharmonischen Abokonzerten regelmäßig zusammen. Seine Neujahrsreife und Walzertauglichkeit wird der als strenger Handwerker und minutiös arbeitender Spezialist für das große Repertoire geltende Thielemann dennoch erst unter Beweis stellen müssen.

Durchbruch mit Wagners "Tristan"

Die Karriere des am 1. April 1959 geborenen Dirigenten begann an der Deutschen Oper Berlin, wo er später, von 1997 bis 2004, auch als Generalmusikdirektor tätig sein sollte. 1985 wurde er Erster Kapellmeister an der Rheinoper und trat 1988 als jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands in Nürnberg an, wo ihm mit Wagners "Tristan" der endgültige Durchbruch gelang. Erfolg macht aber keineswegs handzahm, als künstlerische wie politische Person sorgte Thielemann immer wieder für Aufsehen: Der Rausschmiss am Nürnberger Theater 1992 (und der Sieg des Dirigenten im folgenden Rechtsstreit) ist dafür ebenso ein Beispiel wie die Aufregung um Thielemanns Verteidigung der Musik von Hans Pfitzner trotz dessen Verstrickung mit dem NS-Regime.

2004 kündigte Thielemann sein Engagement an der Deutschen Oper Berlin. Da seine Forderungen nach Erhöhung des Orchesteretats abgelehnt wurden, verließ der gebürtige Berliner das Haus nach sieben Jahren als musikalischer Leiter und wurde bereits im selben Jahr Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker. Auch hier zeigte der Star Ecken und Kanten, legte sich 2009 mit der Stadt hinsichtlich der Kompetenzen seiner Position an und lehnte schlussendlich eine Vertragsverlängerung ab. Seit 2012 ist er Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden mit einem Vertrag bis 2024, seit 2013 verantwortet er gemeinsam mit diesem Orchester die Salzburger Osterfestspiele.

Dem österreichischen Publikum ist Thielemann über die Jahre ein gern gesehener Gast geworden, seine Auftritte im Musikverein waren ebenso von Begeisterung gekrönt wie seine mehrfache Verpflichtung für Wagner-Opern aber auch Verdi oder Mozart an der Staatsoper. Bei den heurigen Osterfestspielen wird Thielemann Giacomo Puccinis "Tosca" nach Salzburg bringen.





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Dokument erstellt am 2018-01-01 13:36:49
Letzte Änderung am 2018-01-01 13:42:34


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