• vom 22.01.2018, 16:36 Uhr

Klassik/Oper

Update: 22.01.2018, 16:53 Uhr

Konzert

Fulminantes Beethoven-Finale mit der Fünften




  • Artikel
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Oliver Schneider


    Am vorletzten Tag des alten Jahres starteten die Wiener Symphoniker unter der Leitung ihres Chefdirigenten Philippe Jordan im Konzerthaus ihren Beethoven-Zyklus mit der Kombination der Zweiten mit der Neunten Symphonie. Dieses Wochenende fand er seinen Abschluss mit einer fulminanten Wiedergabe der Fünften.

    Jordan und die blendend disponierten Musikerinnen und Musiker wollten den Kopfsatz als Aufforderung verstanden wissen, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Was ihnen gelang. So strahlend hat man das finale C-Dur selten gehört. Und in auch dem vorangehenden c-Moll Scherzo ließ Jordans Lesart spüren, dass das Licht nicht mehr fern ist. Im ersten Teil erklangen noch die Achte und die Vierte, die zu Unrecht im Schatten ihrer ungeraden Schwestern stehen. Jordan und die Symphoniker gaben sie trotz ihres unbeschwerten, leichteren Charakters mit der gebotenen Sorgfalt und Klarheit in allen Stimmen. Besonders ausgefeilt gelang dies im intermezzohaften, zweigliedrigen Allegretto scherzando, das Beethoven anstelle eines langsamen Satzes komponierte. Im besten Sinne kammermusikalisch kam das historisierende Trio mit seinen solistischen Einsprengseln daher.

    Information

    Konzert
    Wiener Symphoniker
    Philippe Jordan (Dirigat)
    Wiener Konzerthaus

    In der Vierten schließlich spitzte Jordan die dynamischen Kontraste im Kopfsatz mit seiner schwermütigen Einleitung so zu, dass auch die dunklen Facetten der 1806 entstandenen Symphonie hervortraten. Standing Ovations gab es wohl nicht nur für diesen Kraft spendenden Vormittag, sondern für eine gesteigerte Leistung in den letzten Wochen.





    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-01-22 16:41:10
    Letzte nderung am 2018-01-22 16:53:01



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. DJ Avicii starb im Oman
    2. Margarethe "Guggi" Löwinger gestorben
    3. fleißig
    4. Höchststrafe für "Kronen Zeitung"
    5. Eine Frage der Spannung
    Meistkommentiert
    1. "Bin seit Jahren HIV-positiv"
    2. Höchststrafe für "Kronen Zeitung"
    3. Forsche Mitteilungen
    4. Helene Fischer fand Auftritt der Rapper "beschämend"
    5. Eine Frage der Spannung

    Werbung




    Das Siegerfoto mit dem Titel "Venezuela Krise", es zeigt einen 28-jährigen Mann mit brennendem Oberkörper während heftiger Proteste gegen Präsident Nicolas Maduro in Caracas im Mai 2017. 

    Romy Schneider wurde am 23. September 1938 als Rosemarie Magdalena Albach in Wien geboren. Die Schauspielerei ist ihr in die Wiege gelegt geworden: Ihre Eltern und sogar ihr Ururgroßvater waren Schauspieler. Ihren Künstlernamen verwendete sie kurz nach ihrer ersten Filmrolle in den 1950ern. August Sander, Putzfrau, 1928

    Die Schauspielerin Tiffany Haddish posiert auf dem roten Teppich. Bille August.


    Werbung


    Werbung