• vom 17.05.2018, 11:30 Uhr

Klassik/Oper

Update: 17.05.2018, 12:32 Uhr

Konzertkritik

Absolute Meisterschaft




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Von Marion Eigl

  • Igor Levit mit den Wiener Symphonikern.

Im Dezember 2011 musizierte Igor Levit erstmals mit den Wiener Symphonikern. Im Münchner Gasteig, anstelle des erkrankten Radu Lupu. Seither war es aus dispositorischen Gründen zu keiner Zusammenarbeit mehr gekommen. Dieser Tage war es nun endlich wieder soweit, abermals mit Beethovens Fünftem Klavierkonzert - einem Werk, in dem Levit seine absolute Meisterschaft ausspielen kann. Seine klanglichen Möglichkeiten sind unglaublich mannigfaltig, vor allem im Diskant produziert er atemberaubend schöne Töne. Durch die völlige Durchdringung der Komposition bringt Levit auch deren Dramaturgie schlüssig zu Tage. Die Souveränität dieses Musikers besticht: Mit 31 Jahren ist Igor Levit ein fertiger Pianist.

Die Wiener Symphoniker hielten gut mit und präsentierten in der zweiten Konzerthälfte eine erstklassig gespielte (exzellent die Soli von Konzertmeister Florian Zwiauer) Fünfte Symphonie von Dmitri Schostakowitsch. Mit diesem Werk rehabilitierte sich der russische Komponist, nachdem er durch das in der Prawda erschienene vernichtende Urteil über seine Oper "Lady Macbeth von Mzensk" beim Regime in Ungnade gefallen war. Natürlich trügt die scheinbare Anpassung an das stalinistische System. Von wegen jubilierendes Finale: Wehmut und Erbarmungslosigkeit durchziehen die vier Sätze.

Information

Konzert
Wiener Symphoniker
Wiener Musikverein

Manfred Honeck war der Symphonie am Mittwoch im Wiener Musikverein ein wunderbarer Dirigent. Voller Empathie, mit konzentrierter Vehemenz und stringenter Klarheit spornte er das Orchester zu einer beachtenswerten Leistung an.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-17 11:18:49
Letzte Änderung am 2018-05-17 12:32:36


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