• vom 20.08.2018, 16:58 Uhr

Klassik/Oper


Konzertkritik

Fulminanz trotz Zehenbruchs




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Von Ewald Baringer

  • Das Grafenegg Festival hat, wie jedes Jahr, mit namhaften Künstlern begonnen.

Stargast in Grafenegg: Jonas Kaufmann.

Stargast in Grafenegg: Jonas Kaufmann.© Hargreaves/ Sony Stargast in Grafenegg: Jonas Kaufmann.© Hargreaves/ Sony

Grafenegg. (apa) Ein Fest der Stimmen erfreute am Sonntag beim ersten Wochenende des Klassik-Festivals Grafenegg. Von Brahms-Liebesliederwalzern bis zu Wagners "Walküre", alles in edler Besetzung, standen die Zeichen auf Wonnemond.

Bei der vormittägigen Matinee hatten Mojca Erdmann, Stefanie Iranyi, Dmitry Korchak und Luca Pisaroni ein vorzügliches Solistenquartett für allerlei amouröse Verwicklungen im Dreivierteltakt geboten. Helmut Deutsch und Saskia Giorgini sorgten am Steinway für das verlässliche pianistische Fundament. Beglückender Abschluss: Schuberts Streichquintett C-Dur D 956 in einer formidablen Interpretation von philharmonischer Güte mit dem Steude Quartett und Cellist Sebastian Bru.


Am Abend überzeugte das Gstaad Festival Orchestra unter der Leitung seines Chefdirigenten Jaap van Zweden mit dem Vorspiel zum ersten Akt der "Meistersinger von Nürnberg", Wagners Konzertfassung von Vorspiel und Liebestod aus der Oper "Tristan und Isolde" sowie dem Walkürenritt, ehe nach der Pause der erste Akt der "Walküre" konzertant erklang.

Davor erklomm Intendant Rudolf Buchbinder die Freiluftbühne - die Befürchtung einer Absage erwies sich aber als unbegründet. Jonas Kaufmann, so lautete die Erklärung, würde trotz eines Zehenbruchs vor drei Tagen auftreten. Gemeinsam mit Martina Serafin als Sieglinde und Falk Struckmann als Hunding gelang eine fesselnde Wiedergabe.

Auch die kommenden Grafenegg-Termine versprechen Interessantes: Am heutigen Dienstag findet das "Ink still wet"-Abschlusskonzert mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und Kompositionen der Teilnehmer des Workshops von Composer in Residence Ryan Wigglesworth statt. Am Donnerstag musiziert Festivalleiter Buchbinder mit dem European Union Youth Orchestra, tags darauf der dänische Geiger Nikolaj Szeps-Znaider mit den Bamberger Symphonikern. Ein Bernstein-Abend mit Patricia Petibon und Elisabeth Kulman folgt am Samstag.




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Konzertkritik, Grafenegg

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Dokument erstellt am 2018-08-20 17:08:44


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