Konzertkritik

Vierte Runde Beethoven3

  • Teodor Currentzis setzte seinen Zyklus in Salzburg fort.

Nach der Neunten Symphonie in der Felsenreitschule sind Teodor Currentzis und seinen Musikerinnen und Musiker aus Perm für den Rest ihres Salzburger Beethoven-Zyklus ins intimere Mozarteum umgezogen. Aber auch der große Saal dort birgt seine Tücken, die sich in den Konzerten am vergangenen Freitag und Sonntag mit der Dritten und der Fünften... weiter





Konzertkritik

Universale Emotionen in nationalen Klängen1

Nicht mehr mit den Berliner Philharmonikern, sondern jetzt als Chef des London Symphony Orchestras war Simon Rattle an zwei Abenden zu Gast in Salzburg. Den zentralen Programmpunkt des ersten Konzerts am Montag im Großen Festspielhaus bildete zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein dessen Zweite Symphonie für Klavier und Orchester "The Age of... weiter




Stargast in Grafenegg: Jonas Kaufmann. - © Hargreaves/ Sony

Konzertkritik

Fulminanz trotz Zehenbruchs13

  • Das Grafenegg Festival hat, wie jedes Jahr, mit namhaften Künstlern begonnen.

Grafenegg. (apa) Ein Fest der Stimmen erfreute am Sonntag beim ersten Wochenende des Klassik-Festivals Grafenegg. Von Brahms-Liebesliederwalzern bis zu Wagners "Walküre", alles in edler Besetzung, standen die Zeichen auf Wonnemond. Bei der vormittägigen Matinee hatten Mojca Erdmann, Stefanie Iranyi, Dmitry Korchak und Luca Pisaroni ein vorzügliches... weiter




Herbert Blomstedt in Salzburg. - © Salzburger Festspiele/Marco Borrelli

Konzertkritik

Melancholie als Antwort an die Zukunft5

  • Herbert Blomstedt, der 91-Jährige, dirigierte die Wiener Philharmoniker grandios.

Aus dem finnischen Halbdunkel beobachtete Jan Sibelius Anfang des 20. Jahrhunderts den Gang der neuen musikalischen Dinge - aber das war nicht seins. Also schrieb er die "Vierte", aufs erste Hinhören 40 Minuten Melancholie pur. Herbert Blomstedt hat den Wiener Philharmonikern in Salzburg dieses Werk vorgelegt, das sie zuvor noch nie gespielt hatten... weiter




Konzertkritik

Allen Jubels wert3

  • Maurizio Pollini begeistert mit Chopin in Salzburg.

(r. k.) Maurizio Pollini, Salzburg, Großes Festspielhaus. Wahrscheinlich muss man das Datenvolumen von all den Handy-Fotos, die da verschossen werden, in Terabyte messen. Eh unbrauchbar vermutlich die meisten, aber gesichert maximaler Störeffekt. Das ist eben der Preis für einen "Menschen und Künstler"... weiter




Dirigierte Bruckner: Daniel Barenboim. - © Festspiele/Marco Borrelli

Konzertkritik

Heimat - gefunden und verloren2

  • Das West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim in Salzburg.

Najla Said ist die in den USA aufgewachsene Tochter des Literaten Edward W. Said. Mit ihm zusammen hat Daniel Barenboim 1999 das West-Eastern Divan Orchestra gegründet. "Looking for Palestine" heißt Najla Saids Autobiographie, und so heißt auch das Stück von David Robert Coleman, das Barenboim und das Orchester auf ihrer Tournee Bruckners "Neunter"... weiter




Extrem-Dirigent Teodor Currentzis. - © Salzburger Festspiele/M. Borelli

Konzertkritik

Die "Neunte" - ohne Zweifel grenzgenial20

  • Faszinierende Bruchlandungen: Currentzis interpretiert Beethoven in Salzburg.

Teodor Currentzis ist nicht zuletzt deshalb Senkrechtstarter in der Szene, weil der Außenseiter mit seinen Ensembles "musicAeterna" (im Grundstock nach wie vor von der Oper im sibirischen Perm) das Unorthodoxe zum Markenzeichen erklärt hat. Keine Currentzis-Interpretation, die nicht Potenzial zum Polarisieren in sich trüge... weiter




Konzertkritik

Schumann ganz nahe

  • Bariton Matthias Goerne bei den Salzburger Festspielen.

Im Eichendorff-Liederkreis op. 39 fasst Robert Schumann die Motive der Romantik wie für ein tönendes Lexikon zusammen. Ein jedes Lieder ist gleichsam Spiegel für die Befindlichkeit einer Epoche, die sich im Individuum niederschlägt. Oder ist es genau umgekehrt, geht es um den Menschen als Solitär, der gleichwohl Abbild des Seelenbildes seiner Zeit... weiter




Konzertkritik

Dem Kirchenraum weit entwachsen6

Eigentlich verwunderlich: Warum wird Franz Schuberts geistlicher Schwanengesang, die Messe Es-Dur D 950, gar so selten gespielt? Sie ist neben Mozarts c-Moll-Messe und der Missa solemnis von Beethoven ein herausstechendes Beispiel für Musik, die Kirchenraum und Liturgie weit hinter sich lässt. Und sie ist ein Solitär ihrer Gattung im 19... weiter




Gefeiert: Trifonov als uneitler Pianist. - © Salzburger Festspiele/Borrelli

Konzertkritiken

Gourmet-Sonaten und Sacre-Eintopf

  • Kontrastreiche Konzerte: Daniil Trifonov und Martin Grubinger in Salzburg.

Auch bei Edel-Festspielen läuft nicht alles glatt. Als der Meisterpianist Grigori Sokolov am Mittwoch seinen Zugang zu Joseph Haydn in Salzburg präsentierte, suchte sich auch der Platzregen überraschende Bahnen: Listig durchs Dach gesickert, ergoss er sich über einigen Publikumsköpfen im Großen Festspielhaus... weiter




Gläserne Unheilsrufe: Sopran Christiane Karg. - © Gisela Schenker

Konzertkritik

Der Abgrund unter der Blumenwiese2

  • Christiane Karg mit Liedern von Tod und Verzweiflung in Salzburg.

Um das Publikum zu erschrecken, muss man nicht unbedingt auf die Pauke hauen. Es kann auch eine plötzliche Todesstille ins Mark fahren. "Warum", tönt der Sopran von Christiane Karg, "singt denn mit so kläglichem Laut / die Lerche in der Luft? / Warum steigt denn aus dem Balsamkraut / hervor ein Leichen . . ... weiter




Werken spanischer Komponisten widmete Rolando Villazón seinen Liederabend. - © apa/hkt/Neumayr/Leo

Konzertkritik

Spanischzüngige Liederfürsten6

  • Rolando Villazóns Liederabend bei den Salzburger Festspielen.

Lässt ein Sänger die "Deutschen Volkslieder" von Brahms in Madrid, Buenos Aires oder Lima hören, könnte es leicht sein, dass das Verständnis seitens der Zuhörer an Grenzen kommt. Nicht viel anders geht es uns mit dem Spanischen "aus der alten und der neuen Welt", dem Rolando Villazón seinen Festspiel-Liederabend widmete... weiter




Arcadien als Single-Börse: Kobie van Rensburg inszeniert eine Oper Händels für die Gegenwart.

Opernkritik

Händel im virtuellen Raum

  • Regisseur Kobie van Rensburg und Dirigentin Michi Gaigg zeigen "Atalanta" auf Schloss Greinburg.

Zur Hochzeit des englischen Thronfolgers Friedrich Ludwig von Hannover mit Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg komponierte Georg Friedrich Händel ein Werk, dessen Handlung dem Paar huldigte: "Atalanta". Es lässt sich ein thematischer Bogen spannen zum Schloss Greinburg im Strudengau, wo diese Oper heuer gespielt wird: Die heutigen Besitzer stammen... weiter




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