Konzertkritik

Lichtvolle Klangwolken15

  • Das Estonian Festival Orchestra unter Paavo Järvi.

Am Anfang war der Klang. Wie eine vom Licht durchbrochene Klangwolke zog der weiche, intensive Ton des Estonian Festival Orchestra über die Bühne des Konzerthauses. Es braute sich etwas zusammen: Arvo Pärts elegischer "Cantus in Memory of Benjamin Britten". Statt sich in den engmaschigen Harmonien von Pärts Tintinnabuli-Stil zu versenken... weiter





Der Komponist hätte am 24. Jänner seinen 100. Geburtstag gefeiert. - © APAweb/APA, Votova

Klassiche Musik

Gottfried von Einem wäre heute 1001

  • Staatsoper und Theater an der Wien feiern den Komponisten.

Wien. Es brauchte den heutigen 100. Geburtstag eines Gottfried von Einem, damit Staatsopern-Direktor Dominique Meyer und Theater an der Wien-Intendant Roland Geyer erstmals gemeinsam auf dem Podium einer Pressekonferenz Platz nahmen. Präsentiert wurde eine Kooperation, die zwei der wichtigsten Opern von Einems im März in die beiden Häuser bringt... weiter




Neben seiner Tätigkeit als Komponist tritt Furrer auch als Pianist, Dirigent und Professor in Erscheinung. - © APAweb / EVS Musikstiftung / Manu Theobald

Neue Musik

Beat Furrer erhält Ernst von Siemens Preis2

  • Der Komponist "gestaltet seit vielen Jahren die musikalische Gegenwart auf die eindrücklichste Weise".

Wien/München. Beat Furrer, österreichischer Komponist Schweizer Herkunft, erhält den Ernst von Siemens Musikpreis 2018. Die renommierte Auszeichnung "für ein Leben im Dienste der Musik" ist mit 250.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 3. Mai im Münchner Prinzregententheater statt. Insgesamt vergibt die Ernst von Siemens Musikstiftung... weiter




Eröffnete die Resonanzen: Jordi Savall. - © reuters/Clement Rossignol

Konzert

Die flüchtigen Klänge des Humanismus8

  • Stimmungsvolle Resonanzen-Eröffnung mit Jordi Savall im Konzerthaus.

"Die Torheit ist die Mutter der Künste!" - Erasmus von Rotterdam fand nicht immer die blumigsten Worte, wenn er über Musik sprach. Vielleicht ist es gerade dieser unromantische, direkte Stil, welcher der Lehre des Denkers und damit auch der Eröffnung des diesjährigen Resonanzen-Festivals seine Besonderheit verlieh... weiter




Konzert

Fulminantes Beethoven-Finale mit der Fünften6

Am vorletzten Tag des alten Jahres starteten die Wiener Symphoniker unter der Leitung ihres Chefdirigenten Philippe Jordan im Konzerthaus ihren Beethoven-Zyklus mit der Kombination der Zweiten mit der Neunten Symphonie. Dieses Wochenende fand er seinen Abschluss mit einer fulminanten Wiedergabe der Fünften... weiter




Beau im Sakko: Keenlyside sang Evergreens. - © Uwe Arens

Konzertkritik

Stimme schonen mit Charme5

  • Opernstar Simon Keenlyside als Swing-Entertainer im Wiener Konzerthaus.

Man erinnert sich noch mit Schrecken daran: Zu früh aus dem Krankenbett gestiegen, trat Simon Keenlyside im Dezember 2014 in der Titelrolle des "Rigoletto" auf. Seine Stimmkräfte waren leider lange vor diesem Premierenabend der Wiener Staatsoper am Ende: Über die letzten Arienmeter bis zur Pause schleppte sich der Bariton auf den sangestüchtigen... weiter




Konzertkritik

Intensität ohne Netz10

  • Teodor Currentzis dirigierte die Camerata Salzburg.

Bei Konzerten mit Teodor Currentzis wird meist ausschließlich über Teodor Currentzis geschrieben - ein bemerkenswerter Umstand für einen Dirigenten, der immer wieder die Darstellung des künstlerischen Werks als oberste Priorität seiner Arbeit betont. Nach einem gelungenen Auftritt mit der Camerata Salzburg im Wiener Konzerthaus sei es ihm also... weiter




Der heimliche Star des Abends: Luca Pisaroni. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Mit breitem Pinsel dünn aufgetragen14

  • "Don Giovanni" unter Dirigent Sascha Goetzel an der Staatsoper.

Dass in einem schiefen Bühnenbild allerhand schiefgehen kann, ist zwar eine recht plumpe Metapher, traf für die 48. Staatsopern-Aufführung von Mozarts "Don Giovanni" in Jean-Louis Martinotys solider, mit einigen einfallsreichen Details gespickten Inszenierung aber leider zu. Annette Dasch benötigte bei ihrem Staatsoperndebüt etwas Anlaufzeit... weiter




Konzertkritik

Die Hexen hexten11

  • Gustavo Dudamel dirigierte die die Philharmoniker.

Gustav und Gustavo: Manchmal kann ein einzelner Buchstabe einen großen Unterschied bedeuten. Während Gustav Mahler selbst als akribischer und detailversessener Dirigent seiner Werke bekannt war, manövrierte Gustavo Dudamel im Musikverein über weite Strecken großflächig durch das Adagio von dessen Zehnter Symphonie... weiter




Konzerthaus

Von Lieb und Leid in Liedes-Briefen12

"Es war, als hätt’ der Himmel die Erde still geküsst" - anders ist der zarte, obertonreiche Stimmklang, mit dem Michael Schade den Liederabend "Licht und Liebe" im Mozartsaal des Konzerthauses begann, kaum zu beschreiben. Schon nach dem ersten Lied hätte der Zuhörer beseelt und erfüllt nach Hause gehen können... weiter




Edel-Tosca Angela Gheorghiu.

Opernkritik

600 Mal Tyrannenmord10

  • Jubiläum für Margarethe Wallmanns "Tosca"-Regie an der Staatsoper.

Wer enorme Weiten bestaunen will, muss nicht unbedingt in den Himmel sehen. Es reicht ein Blick ins Archiv der Staatsoper. Seit 60 Jahren zeigt das Haus Giacomo Puccinis "Tosca" in der Regie von Margarethe Wallmann, am Freitag zum 600. Mal. Das sind nicht nur imposante Zahlen, es ist auch ein Wunder an Beharrlichkeit. Seit der Premiere am 3... weiter




Eine passionierte Elvira: Venera Gimadieva. - © Staatsoper/Ashley Taylor

Opernkritik

Das Mittelmaß des Wahnsinns12

  • "I puritani" an der Wiener Staatsoper mit reichlich Rollendebüts.

Wie sehr hängt doch alles an der Treue eines Herzens: In Vincenzo Bellinis "I puritani", dem italienisierten Revolutionsdrama über die englischen Inseln, ist das nachdrücklich zu erleben. Seit Jahresbeginn zeigt die Wiener Staatsoper das Stück wieder, in der aktuellen Besetzung bietet es vor allem der Hausdebütantin Venera Gimadieva viel... weiter




Aus der Feder Ludwig van Beethovens: Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131. - © afp/Pawel Mazur

Interview

"Klassische Musik ist ein Fake"46

  • Der deutsche Autor Berthold Seliger über E-Musik, Unterhaltungskultur, Geschmack sowie Streamings als Weg aus der "Klassik-Misere".

Die klassische Musik steckt in einer Krise. Die Absatzmärkte von Tonträgern sinken, es gibt ein Nachwuchsproblem bei Konzertbesuchern und selbst die vielen Stars der Branche und der Trend zum "Unterhaltungshörer" helfen nicht, gegen sinkende Verkäufe anzukämpfen. Die klassische Musik sei im Ritual erstarrt... weiter




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