Eindringlich: Plácido Domingo mit Irina Lungu. - © Staatsoper, Pöhn

Opernkritik

Zeitlos berührend24

  • "La traviata" mit Publikumsliebling Placido Domingo in der Wiener Staatsoper.

Eine todkranke Pariser Halbweltdame, entgleist, aber mit edlem Gemüt, verzichtet selbstlos auf die Liebe ihres Lebens. Basierend auf Alexandre Dumas’ Roman "Die Kameliendame", hielt Giuseppe Verdi diese herzzerreißend tragische Liebesgeschichte für die Ewigkeit fest: "La traviata" ist ein zeitloses Seelendrama... weiter





Dirigent Christoph Eschenbach und die Wiener Philharmoniker. - © APAweb, Hans Punz

Konzertkritik

Neu- und Volltönendes

  • Die Philharmoniker unter Christoph Eschenbach.

An Bruckners Erster Symphonie ermisst sich der Wandel, den dieser eigenwillige Komponist im Laufe seiner Entwicklung vollzogen hat. Während er sich in seinen späteren Genrewerken von jeglichem Alteingesessenen lossagt und seinen eigenen Stil entwickelt, steht "die Erste" noch hörbar unter klassischen Einflüssen, etwa eines Beethoven... weiter




Nächste Woche im Musikverein: Nézet-Séguin. - © Jan ReganInterview

Dirigent

Spagat über dem Atlantik6

  • Yannick Nézet-Séguin leitet weltweit drei Orchester. Nun geht er an die Met.

Wien. Es gibt diesen alten Witz über Herbert von Karajan: Steigt der Dirigent in ein Taxi und wird nach dem Fahrtziel gefragt. Sagt der Maestro: "Egal. Mich braucht man überall!" Dermaßen weltumspannend ist die Nachfrage nach Yannick Nézet-Séguin, 1975 in Montreal geboren, zwar noch nicht. Der Dirigent zählt dennoch zu den Global Players seiner... weiter




Konzertkritik

Vom Feuer des Titanen12

  • Start für das "Prometheus-Projekt" im Musikverein.

Wie die Welt wohl aussah, bevor ihr der mythische Prometheus das Feuer brachte? Ein frühes Beethoven-Ballett malt ein düsteres Bild davon: Ohne freie Wissenschaft war sie, ohne Kunst, ohne sittliche, selbstbestimmte Freuden. Gut möglich, dass sich Ludwig van Beethoven, dieser Visionär der Musikgeschichte und Verfechter bürgerlicher Tugenden... weiter




Große Vortragskunst: Waltraud Meier. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Konzertkritik

Charismatische Gestaltungskraft26

  • Waltraud Meier begeisterte mit einem Liederabend an der Staatsoper.

Wenn Waltraud Meier sich an die Arbeit macht, dann mit vollem Einsatz. Kopfüber stürzte sie sich auch in der Wiener Staatsoper in ihr Solistenkonzert. Zunächst Lieder von Johannes Brahms: Die große Vortragskunst von Waltraud Meier, am Mittwoch gehüllt in ein wehendes Kleid voller roter Blumen, trat in jedem einzelnen Stück zutage... weiter




Konzertkritik

In der Ruhe liegt die Kraft2

  • Elisabeth Leonskaja mit Beethovens letzten Sonaten.

Die Abende werden milder, die Garderoben in den Konzerthäusern zunehmend leerer: Hinweise darauf, dass sich die Saison langsam dem Ende zuneigt. Mit Beethovens letzten drei Sonaten findet auch der Klavier-Zyklus im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses ein vorläufiges Aus. Elisabeth Leonskaja, 72, zeigt sich hingegen weit entfernt von jeglichen... weiter




Saison-Vorschau

Klassik/Oper

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Konzert

Klage der Menschheit4

  • Brahms’ Requiem als exzellentes Kammerkonzert.

"Herr, lehre mich, dass es ein Ende mit mir haben muss, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muss." Es ist der markanten Eindringlichkeit des Baritons von Andrè Schuen zu verdanken, dass diese Worte das Publikum des Großen Mozarteum-Saales bis ins Mark erschütterten. Doch nicht alleine ihm, denn Johannes Brahms’ "Ein deutsches Requiem"... weiter




In der russischen und westlichen Geigenschule firm - und auch nicht um schöne Fotos verlegen: Emmanuel Tjeknavorian. - © Uwe Arens

Porträt

Ein Botschafter des Besonderen10

  • Der Geiger Emmanuel Tjeknavorian ist auf dem Sprung zur Weltkarriere.

Wien. Die Geschichte ist fast zu schön, um wahr zu sein. Einem aufstrebenden Künstler wie Emmanuel Tjeknavorian nimmt man sie aber ab. "Als ich unlängst im Taxi sitze", erzählt der 23-Jährige, "sieht der Fahrer meinen Geigenkasten und fängt ein Gespräch an. Am Ende sagt er, er wünscht mir so viel Erfolg... weiter




Konzertkritik

Absolute Meisterschaft3

  • Igor Levit mit den Wiener Symphonikern.

Im Dezember 2011 musizierte Igor Levit erstmals mit den Wiener Symphonikern. Im Münchner Gasteig, anstelle des erkrankten Radu Lupu. Seither war es aus dispositorischen Gründen zu keiner Zusammenarbeit mehr gekommen. Dieser Tage war es nun endlich wieder soweit, abermals mit Beethovens Fünftem Klavierkonzert - einem Werk... weiter




Konzert

Modernität durch Klarheit3

  • Barock-Spezialist John Eliot Gardiner im Musikverein.

Für seine aktuelle Tournee hat John Eliot Gardiner unter den Kantaten Johann Sebastian Bachs vorwiegend solche ausgewählt, deren schmerzlicher Affektausdruck den Komponisten an die Grenze dessen führte, was in der Musiksprache seiner Zeit an expressiver Drastik gerade noch möglich war. Bei dem englischen Barockspezialisten wird diese oft frappante... weiter




Konzert

Zielsicher, unbändig und doch feinfühlig

Prokofjews Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 ist ein Werk, das die pianistische Virtuosität vor Augen führen soll. Daniil Trifonov ist diesmaliger Nutznießer dieser Gelegenheit im Konzerthaus und bleibt dem Publikum nichts schuldig. Zielsicher - auch im Zusammenspiel mit dem Orchester - fliegen seine Hände auf die Tasten nieder... weiter




Ein schönes, aber kaum glaubwürdiges Liebespaar: Elina Garan a und Roberto Alagna als Samson und Dalila. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Staatsoper

Gefrorene Leidenschaft17

  • Eine vor allem szenisch durchwachsene "Samson et Dalila"-Premiere an der Staatsoper.

Das lodernde Feuer des Herzens im Widerstreit mit der kühlen Pflicht des Verstandes; persönliches Glück im Konflikt mit dem Schicksal des eigenen Volkes; irdische gegen himmlische Freuden; strahlendes göttliches Heldentum, das über den zutiefst menschlichen Makel stolpert - es sind ebenso alte wie zeitlose Themen... weiter




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Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.