Dirigent R my Ballot (in der Mitte) und die Musikerinnen und Musiker des Klangkollektivs Wien. - © Klangkollektiv Wien

Klangkollektiv Wien

Der Klang der Überzeugung15

  • Das Klangkollektiv Wien steht vor seinem Gründungskonzert im Wiener Konzerthaus.

Wien. Wenn sich demnächst im Konzerthaus das Klangkollektiv Wien erstmals dem Publikum präsentiert, verbreitet das den Hauch des Besonderen. Nicht, weil Wien damit ein neues Orchester bekommt - da hat es etliche gegeben. Die meisten davon waren, nun: Zweijahresfliegen. Manche haben auch geringfügig länger überlebt... weiter





Konzertkritik

Keine Liebesgrüße3

  • Die St. Petersburger Philharmonie im Musikverein.

Es waren keine Liebesgrüße, und sie kamen auch nicht aus Moskau. Die Klänge, die von den St. Petersburger Philharmonikern aus Russland zu uns hereinwehten, ähnelten eher einem Kniff in die Wange und einem freundlichen Faustschlag an die Schulter. Denn Prokofjews zweites Konzert für Klavier und Orchester wird von Yefim Bronfman eher harsch... weiter




- © reuters

Nachruf

Die letzte Diva10

  • Der Tod der spanischen Sopranistin Montserrat Caballé steht für das Ende einer Epoche.

Barcelona/Wien. Unvermindert große Trauer herrscht über den Tod von Montserrat Caballé. Die spanische Sopranistin ist am 6. Oktober in ihrer Geburtsstadt Barcelona im Alter von 85 Jahren gestorben. Caballé war weit über den Bereich der klassischen Musik hinaus ein Begriff. Dass sie und Freddy Mercury gemeinsam bei der Eröffnung der Olympischen... weiter




Literatur

Freundliche Gegner4

  • Zwei Großkritiker - Joachim Kaiser und Marcel Reich-Ranicki - stritten 1995 über die Oper.

Was ist in einer Oper wichtiger, die Komposition oder der Text? Diese altehrwürdige Frage war Gegenstand eines Streitgesprächs, das am 23. Juni 1995 im Rahmen der Richard-Strauss-Tage in Garmisch stattfand. Vor laufender Fernsehkamera trafen dabei zwei Granden des Feuilletons aufeinander: Joachim Kaiser, Doyen der Musikkritik... weiter




Konzertkritik

Geschönte Spielwiese2

  • Symphoniker unter Stéphane Denève im Musikverein.

Wie das Dirigat des französischen Dirigenten Stéphane Denève gestaltete sich das Programm, in dem vorwiegend Werke des 20. Jahrhunderts standen, betont energisch. Im Hinblick auf die musikalische Interpretation gab es zweierlei: Einerseits viel betonter Kitsch und Pomp. Andererseits konnte man auch ruhige Momente belauschen... weiter




Tschaikowski Symphonieorchester

Tschaikowsky mit Rarität5

  • Klavierkonzert in G-Dur im Wiener Musikverein.

Spricht man von Tschaikowskys Klavierkonzert, meint man im Allgemeinen sein b-Moll-Konzert. Der Komponist hat aber zwei weitere Klavierkonzerte geschrieben. Das zweite in G-Dur war nun im Wiener Musikverein zu hören. Mit Interpreten, die mit diesem selten zu hörenden Werk wohlvertraut sind: das Tschaikowsky Symphonieorchester Moskau und... weiter




Konzertkritik

Imposante Naturgewalt zum Auftakt16

Er holt die Partitur nur zu speziellen Ereignissen hervor; dirigiert den Giganten nur aus gutem Grund, erklärte er im Vorfeld. Diesen Anlass, Mahlers Symphonie Nr. 3 in d-Moll aufzuführen, hat Teodor Currentzis aktuell gefunden. Er hat den knapp zweistündigen Klangkosmos für sein Antrittskonzert als Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters... weiter




Jonas Kaufmann begeisterte sein Publikum. - © apa/Georg Hochmuth

Konzertkritik

Romantik auf Knopfdruck26

  • Jonas Kaufmann begeisterte das Publikum im Konzerthaus routiniert.

"Vergiftet sind meine Lieder" beginnt Jonas Kaufmann mit Franz Liszts Vertonung von Heinrich-Heine-Texten. Ein Lied, in dem sich die Verzweiflung über eine enttäuschte Liebe in den dissonanten Harmonien prächtig widerspiegelt. Verzweiflung, die Jonas Kaufmann sängerisch, rein technisch gesehen, einwandfrei vermittelt... weiter




Konzertkritik

Strahlen in Bescheidenheit1

  • Herbert Blomstedt dirigierte die Wiener Philharmoniker.

Ein Stück Heimat brachte Herbert Blomstedt, der ja selbst in den nordischen Weiten Schwedens zuhause ist, in den Musikverein. Franz Berwald stand auf dem Programm, ein Komponist dessen Werk man nur selten zu hören bekommt und dessen heutiges Konzert-Außenseitertum jenes zu seinen Lebzeiten widerspiegelt... weiter




Auf dem Karriere-Katapult: Daniil Trifonov im Jahr 2011 beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Der Russe gilt heute als Nonplusultra unter den Jungpianisten. - © epa/picturedesk

Klassik-Wettbewerbe

Die Frischzellenkur aus der Arena4

  • Sind Klassik-Wettbewerbe wichtige Sprungbretter - oder Sportveranstaltungen ohne künstlerischen Wert? Die Nachwuchsmusiker kommen jedenfalls nicht darum herum. In Wien startet nun wieder der Fritz-Kreisler-Bewerb für Geiger.

Ein Sieg kann eine Karriere beflügeln. Ein Eklat aber noch mehr. 38 Jahre ist es her, da gingen die Wogen beim Chopin-Wettbewerb in Warschau hoch. Ein Jungpianist aus Kroatien zog die Blicke auf sich. Ivo Pogorelich hieß er und spaltete die Preisrichter. Der Exzentriker bekam vier Mal die Bestnote, genauso oft aber die tiefste und flog damit noch... weiter




Osterfestspiele Salzburg

Nikolaus Bachler soll neuer Intendant werden2

  • Sein Antritt in Salzburg ist offenbar bereits im Sommer 2020.

Salzburg. Die Nachfolge für die Intendanz der Osterfestspiele Salzburg scheint gefallen: Der Aufsichtsrat hat sich am Mittwoch einstimmig für Nikolaus Bachler, den Intendanten der Bayerischen Staatsoper in München, ausgesprochen. Das erfuhr die APA aus Aufsichtsratskreisen. Bachler soll damit auf Peter Ruzicka folgen... weiter




Konzertkritik

Wo die Natur mit Dampf überwältigen will1

Nicht weniger als den Schöpfungsprozess wollte Mahler mit seiner Dritten Symphonie klanglich abbilden. Dass das Ergebnis dabei nicht bescheiden ausfallen kann, versteht sich. Dass das Vorhaben jemanden wie Nelsons reizt - auch klar. Denn Nelsons sieht sich gerne als Mann der Extreme. Als jemand, der an die Grenzen geht und gerne auch darüber hinaus... weiter




Konzertkritik

Trio in Rage1

  • Kavakos, Ma und Ax mit Kammermusik von Brahms.

Das Spannende an Brahms H-Dur-Trio ist, dass es zugleich sein frühestes und sein spätestes Klaviertrio ist. Wie das? - Brahms selbst war seiner Frühwerke relativ rasch überdrüssig. Das veranlasste ihn dazu, dieses opus 8 später noch einmal herauszuholen und grundlegend zu überarbeiten. Straffung und Verdichtung zählen zu den Hauptmerkmalen seiner... weiter




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Der Deutsche gab am Pult im Goldenen Saal des Musikvereins den Kapellmeister Deluxe.

Förderpreisgewinner Christoph Fritz mit Moderatorin Verena Scheitz und "vormagazin"-Chefredakteur Christoph Langecker. Peter Handke bei der Verleihung des 19. Wiener Theaterpreises "Nestroy" im Theater an der Wien. Hier mit dem Preis für sein Lebenswerk.

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