Betörender Bariton: Matthias Goerne. - © Wiener Staatsoper/Pöhn

Konzertkritik

Eine Frage der Spannung16

  • Matthias Goerne und einige Unruhe bei einem Liederabend an der Staatsoper.

Kaum hatte der Liederabend begonnen, war es auch schon geschehen. Matthias Goerne unterbrach und machte, verärgert und fassungslos, darauf aufmerksam, dass das so nicht ginge: fotografieren mit Blitz, und das beim ersten Lied. Es ließe sich an dieser Stelle ausführlich über die Herkulesaufgabe eines Liederabends heutzutage diskutieren... weiter





Konzertkritik

Beethoven in der Manege8

  • Teodor Currentzis im Wiener Konzerthaus.

Die Dramaturgie wirkte befremdlich. Warum eine Programmierung, die einen Bühnenumbau so kurz vor der Pause notwendig macht für eine gerade einmal fünfminütige Komposition? Jedoch: Nach besagten fünf Minuten war jegliche Verwunderung vergessen. Gespielt vom Orchester MusicAeterna, war Mozarts "Figaro"-Ouvertüre durch den Saal gefegt... weiter




Konzertkritik

Ritter der Extreme9

  • Ivo Pogorelich begeistert im Wiener Konzerthaus.

Tatsächlich ist es Pogorelich, der da bereits vor Konzertbeginn am Klavier sitzt und die Finger über die Tasten gleiten lässt. Pogorelich in Wohlfühlhose und mit Haube. Als überlege er sich gerade, was er mit den Stücken denn heute anstellen könne. Erst zwei Minuten vor Beginn wird er von der Bühne geholt... weiter




Konzertkritik

Kurioses Menü

  • Sakari Oramo dirigierte die Wiener Philharmoniker.

Es ist schon eine seltsame Mischung, die man sich für dieses Konzert überlegt hat. Erst Jean Sibelius’ "Pohjolas Tochter", dann Rued Langgaards sechste Symphonie, ein Komponist der dänischen Moderne, den es noch zu entdecken gilt, und schließlich Edward Elgars Konzert für Violoncello und Orchester. Das ist wie Schweinsbraten mit Vanilleeis... weiter




Konzertkritik

Klangforum: Ein Abend der offenen Grenzen

Die oftmals erbittert verteidigten Grenzen puristischer Neuer Musik - sie fransen aus und werden selbst in den Hochburgen traditionsbewusster Kulturpflege beherzt überschritten. So etwa am Donnerstag durch das Klangforum Wien: Beginnend mit einem Stück aus Bernhard Langs nicht enden wollendem Zyklus "Differenz und Wiederholung" verband sich... weiter




Vom Freejazzer zum Notensetzer: Gavin Bryars. - © Doug MarkeInterview

Oper

"Kreativität braucht Grenzen"

  • Der britische Komponist Gavin Bryars über ein Laien-Orchester mit Brian Eno, die abenteuerliche Zeit mit John Cage, den vermeintlich freien Jazz und seine Kammeroper "Marilyn Forever" im Kasino am Schwarzenbergplatz.

Wien. Am späten Mittwoch ist er in Wien gelandet - und wenig später schon durch die Türen des Kasinos am Schwarzenbergplatz marschiert. Gavin Bryars sitzt dort mit britischem Understatement am Bühnenrand und blätterte still in einer Partitur. Er will die Einstudierung seiner Oper "Marilyn Forever" (Premiere: Samstag) nicht stören... weiter




Leonard Bernsteins Persönlichkeit war vielschichtig - sein Charisma bestritten nicht einmal seine Gegner. - © ap

Leonard Bernstein - Der Charismatiker

Operation missglückt, Patient überlebt1

  • Sven Oliver Müller versucht, in einer Charakterstudie dem Charisma Leonard Bernsteins auf den Grund zu gehen.

Wieviel weiß ein Pathologe über einen Menschen, nachdem er dessen Leichnam seziert hat? Anders gefragt: Wieviel bringt Sven Oliver Müllers Biografie "Leonard Bernstein - Der Charismatiker", vorgelegt zur 100. Wiederkehr von Leonard Bernsteins Geburtstag in diesem Jahr, an neuen Erkenntnissen über den Komponisten und Dirigenten... weiter




Konzertkritik

Lodernde Nachtschatten3

  • Liederabend von Elina Garanča im Musikverein.

Ihr Weg zum Ton ist ein sehr direkter. Auf Umwege oder üppige Verzierungen verzichtet sie. Das klangliche Umgarnen ist ihre Sache nicht. Die Stimmführung von Elina Garanča ist dabei geradlinig. Ihr warm abgerundeter Mezzosopran ist mit einem zarten Vibrato durchzogen, das Garanča bei Bedarf in feinen Nuancen zu intensivieren versteht... weiter




Konzertkritik

Forsche Mitteilungen1

  • Andres Orozco-Estrada dirigierte die Philharmoniker.

Der neue Chefdirigent der Wiener Symphoniker ein großes Mitteilungsbedürfnis. Musikalisch versteht sich. Ganze zweieinhalb Stunden dauert das Programm, mit dem die Wiener Philharmoniker unter dem Dirigat Andrés Orozco-Estradas statt unter dem des erkrankten Zubin Mehta auch andere Länder Europas bereisen... weiter




Konzertkritik

Weiche Wogen und ein mysteriöses Feuerwerk

Beinahe glaubt man sich auf einem Schiff. Mirga Grazinyte-Tyla steuert das City of Birmingham Symphony Orchestra durch den Abend, einmal mehr, einmal weniger wendig. Richard Wagners Vorspiel zu "Tristan und Isolde" dirigiert sie weich, ihre Hände zeichnen die Wellen, die Musiker geben Breite, das Tempo ist sehr gemäßigt... weiter




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Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt.

Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.