• vom 27.01.2019, 08:00 Uhr

Pop/Rock/Jazz


Pop-CD

Steve Masons Spätzünder mit großem Finale




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Von Gerald Schmickl

  • Das Album "About The Light" bietet beste britische Traditionsware.



Für den schottischen Singer/Songwriter und ehemaligen Mastermind der (2004 aufgelösten) Beta Band hört sich sein viertes (Solo-)Album wie sein erstes regelrechtes an, wie er selbst in Interviews und Pressetexten verkündet. Woran das liegen mag?

Information

Steve Mason
About The Light
(Domino Records)

Wahrscheinlich daran, dass Steve Mason erstmals seine Live-Band von Anfang an mit in den Produktionsprozess eingebunden hat, und ein Großteil der zehn neuen Songs kollektiv entwickelt und eingespielt wurde. Tatsächlich hört sich das Album wie aus einem Guss an, und es dringt - durchaus dem Albumtitel entsprechend - erstaunlich viel Licht in die Songs des bis dato eher zum Spinnerten oder Depressiven neigenden Musikers.

So transparent, geradlinig melodisch und offenherzig (von seinem nunmehr in Brighton zentrierten Leben) erzählend hat man Steve Mason jedenfalls bisher noch nie gehört. Das mag auch an der sicher leitenden Hand von Produzent Stephen Street (Smiths, Morrissey, Blur) liegen, der den Live-Charakter der Songs in den Vordergrund rückt und die dank Bläsersätzen und Gospel-Frauenchören üppig angereicherten Sounds kraftvoll einsetzt. So entstehen musikalisch bis ins kleinste Detail sorgfältig ausgepinselte (Tafel-)Bilder.

Wie auf "About The Light" generell nur bestabgehangene britische Traditionsware geboten wird: Blues, Beat, Pub- oder solider
Progrock - all das haben Mason und die famose Begleitband spielerisch intus und amalgamieren daraus flotte, abwechslungsreiche Marschmusik im besten Sinne. Die ersten drei Tracks ragen besonders hervor, wobei "Rocket" (Nr. 2, mit Melodica!) ein Spätzünder mit großem Finale ist!





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2019-01-25 13:20:37
Letzte Änderung am 2019-01-25 14:19:14




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