• vom 17.07.2016, 19:11 Uhr

Pop/Rock/Jazz


Pop

Musikalische Kürbisernte




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Von Heimo Mürzl

  • Neue Alben aus dem Hause Pumpkin Records.

Seit fast zwei Jahrzehnten sorgt das Label Pumpkin Records aus Wies in der Weststeiermark für frische Impulse in der österreichischen Musikszene. Der umtriebige Labelchef und leidenschaftliche Kunstvermittler Wolfgang Pollanz kümmert sich nimmermüde um alle Spielarten von Pop- und Rockmusik abseits des Mainstreams. Das Resultat ist ein immer wieder für Entdeckungen gutes Programm, das von schrägem Indierock über experimentelle Klänge bis hin zu eklektizistischem Artpop reicht. Eine Vorliebe für schräge und zugleich feinsinnige Rockmusik ist Pollanz über die Jahre erhalten geblieben.

Die jüngste Veröffentlichung des Labels ist das selbstbetitelte Debüt der Tiger Family, eines losen Verbunds Grazer Musiker um den versponnen-eigenbrötlerischen Patrick Möstl alias Ratrock Tot Sint Jans. David Künstner, Klaus Wohlgemuth und Paul Pfleger vervollständigen das Kollektiv, das mit einem ebenso eigenwilligen wie stimmigen Mix aus sanften Balladen, Folkrock, urbanem Country und Pop-Anklängen überzeugt.


Die "Fab Four" aus der Mur-Metropole lassen den Songs Raum zum Atmen, was ihnen eine geschmeidig-lässige Patina verleiht. Den ausgetretenen musikalischen Pfaden begegnen sie mit Witz und verschrobener Hippie-Attitüde. Wir hören zehn Songs, darunter drei Coverversionen - und ein sehr gelungenes Albumdebüt.

Dem Geist des Post-Punk und Prog-Rock verpflichtet: Die Grazer Band Lambda.

Dem Geist des Post-Punk und Prog-Rock verpflichtet: Die Grazer Band Lambda. Dem Geist des Post-Punk und Prog-Rock verpflichtet: Die Grazer Band Lambda.

Michael Strasser stammt aus Bruck an der Mur und spielt als My Little Tale lustvoll und gekonnt Indie- und US-Gitarrenrock. Das Schöne daran ist, dass sich Strasser nicht mit der Rolle des Kopisten zufrieden gibt, sondern diese Musik mit Authentizität und Lokalkolorit anreichert. Das Minialbum "Of Nothing" besteht aus sechs knackig-zackigen, lässig groovenden und schnörkellos hingerotzten Indierock-Hadern, die an den richtigen Stellen ordentlich anschieben.

Dem Geist des Post-Punk und Prog-Rock verpflichtet fühlt sich die Grazer Band Lambda. Die Ästhetik des Quartetts beruht auf dem Konzept der Verdichtung und Wiederholung und der Verfeinerung desselben. Mächtige Gitarrenriffs, treibende Bassläufe und krachendes Schlagzeug prägen das Album "Im Schatten". Mäandernde Sounds treffen auf schöne Melodiebögen, und der Punk-Attitüde wird mit widerborstigen Texten Reverenz erwiesen. Aufblitzende Momente großen Pop-Appeals sorgen für Unverwechselbarkeit.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-07-15 15:23:03
Letzte Änderung am 2016-07-15 16:13:26



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