• vom 17.09.2016, 10:00 Uhr

Pop/Rock/Jazz


Pop-CD

Sturm Graz




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Von Andreas Rauschal

  • Jede Menge Hall: Das dritte Album von Hella Comet.



Bei aller gegenwärtigen Neigung zum Lokalkolorit, zum Dialektgesang und teils zum Austropop-Zitat darf nicht übersehen werden, dass auch der gegenteilige Arbeitszugang, also die Ausrichtung am internationalen Vorbild, unter heimischen Acts fröhliche Urständ feiert. Exemplarisch beweisen etwa Hella Comet auf ihrem dritten Album, "Locust Valley", dass sie ihren Master in Sonic Youth gemacht haben und Frontfrau Lea Sonnek am Bass sehr überzeugend die Kim Gordon aus der Steiermark geben kann.

Information

Hella Comet

Locust Valley

(Noise Appeal/Hoanzl)

Wobei der zwischen Post-Punk und Post-Rock, Shoegazing und Noisepop sozialisierte Sound der Band auch vor so manch anderem Act den Hut zieht, sofern dieser vor allem aus den USA stammt und dort ab den späten 80er Jahren auf aufgedrehte Gitarren setzte. Die Ergebnisse jedenfalls bauen zwischen wuchtigen Soundwänden, glühenden Feedbacks, grummelndem Bass, jeder Menge Hall und einem Hang zum Popappeal mittels Melodie auf Dringlichkeit (Sturm Graz!) - und überzeugen dabei ebenso wie in Momenten des gleichfalls wichtigen Tagtraums. Mit "Conk Out" wird es am Ende gar noch kontemplativ. Hört, hört!





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2016-09-15 18:02:14
Letzte Änderung am 2016-09-15 18:24:12




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