• vom 13.11.2016, 17:30 Uhr

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Von Uwe Schütte

  • Der australische Multiinstrumentalist Oren Ambarchi und sein neuer Streich.



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Oren Ambarchi

Hubris

(Editions Mego)

Für abenteuerlustige Hörer, die sich nicht unbedingt stundenlang Unhörbares reinziehen wollen, ist der australische Multiinstrumentalist Oren Ambarchi ein Segen. Er gleicht insofern dem versatilen Jim O’Rourke, der auch als Gastmusiker auf seinem neuen Album, "Hubris", mitspielt. Des Weiteren an Bord sind Techno-Legende Ricardo Villalobos und SND-Begründer Mark Fell sowie sechs zusätzliche Mitstreiter um Arto Lindsay und Keith Fullerton Whitman. Das großartige Album besteht aus drei durchnummerierten Stücken, wobei "Hubris 2" mit seinen knapp zwei Minuten als Brückenschlag zwischen dem rund 22-minütigen ersten Teil und dem etwas über eine Viertelstunde langen "Hubris 3" fungiert. Die Platte setzt fort, was die Gitarrenekstase-Alben "Sagittarian Domain" (2012) und "Stacte Karaoke" (2014) begonnen haben, nämlich den Motorik-Beat des Krautrock in die Gegenwart zu überführen.

Dies wird auf den drei Platten zur Perfektion gebracht, indem das von Villalobos und Fell bereitete elektronische Klangbett mit den unermüdlich vorangetriebenen Gitarrenattacken Ambarchis zu einem Musikstrom verschmilzt, der sich erbarmungslos ins Ohr bohrt, um dann im Kopf das zu auszulösen, was man auf Englisch etwas unfein, dafür aber sehr treffend als "mindfuck" bezeichnet. Grandios!





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-11-10 17:47:08
Letzte Änderung am 2016-11-11 14:42:03



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