• vom 20.11.2016, 10:00 Uhr

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Verboten gut




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Von Gerald Schmickl

  • "Unsongs": Der Norweger Moddi spielt zensurierte Lieder.



Was für ein ambitioniertes Projekt! Der norwegische Sänger und Musiker Pål Moddi Knutsen, besser bekannt unter seinem Kurznamen Moddi, hat sich auf seinem neuen Album ausschließlich Songs angenommen, die verboten, zensuriert oder sonstwie unterdrückt wurden. Ausgangspunkt war das Lied "Eli Geva" seiner Landsfrau Brigitte Grimstad, das von einem israelischen Offizier selbigen Namens handelt, der sich weigerte, seine Truppen 1982 im Libanon eimarschieren zu lassen (was ihm den Job kostete). Als Grimstad das Lied live in Israel aufführen wollte, wurde sie vom dortigen norwegischen Botschafter davor gewarnt. Sie ließ es bleiben - ganz und für immer.

Information

Moddi

Unsongs

(Propeller)

Moddi tritt am Samstag, 26. 11., beim Blue Bird Festival in Wien auf.

Moddi hat nun seine eigene Version von "Eli Geva" aufgenommen, genauso wie u.a. von Pussy Riot’s "Punk Prayer" - in einer ganz ruhigen, stimmungsvoll balladenhaften Weise. Sein bubenhaftes Organ und das unüberhörbar skandinavisch getönte Englisch verleihen allen zwölf Nummern einen warmherzigen nördlichen Charme. Besonders schön geraten ist "Army Dreamer" von Kate Bush (das 1980 von der BBC zensuriert worden war), sowie die allermeisten Lieder der anderen, weniger bekannten Interpreten aus unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-11-18 16:14:05
Letzte Änderung am 2016-11-18 16:37:54



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