• vom 18.04.2017, 10:48 Uhr

Pop/Rock/Jazz

Update: 18.04.2017, 10:50 Uhr

Unterlagen

Ermittlungen zu Tod von Popstar Prince dauern an




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Von WZ ONline, APA, AFP

  • Sänger häufte vor seinem Tod größere Mengen Schmerzmittel an, so die ersten Teilergebnisse der Untersuchung.

Chicago. Ein Jahr nach dem Tod von Pop-Legende Prince haben die US-Behörden Teilergebnisse ihrer Ermittlungen vorgelegt: In seinem Anwesen Paisley Park hatte der Musiker demnach größere Mengen starker verschreibungspflichtiger Schmerzmittel gelagert. Die Rezepte dafür waren nicht auf Prince selbst ausgestellt, sondern auf einen Freund.

Dies geht aus Ermittlungsunterlagen hervor, die ein Gericht am Montag im US-Staat Minnesota veröffentlichte. Die Erkenntnisse lassen Rückschlüsse auf den Umgang von Prince mit Medikamenten vor seinem Tod am 21. April vergangenen Jahres zu. Als Todesursache war damals eine versehentliche Überdosis des stark wirksamen Schmerzmittels Fentanyl festgestellt worden.

Mehrere Behälter mit Schmerzmitteln gefunden

Im Schlafzimmer von Prince fanden die Ermittler mehrere Behälter mit Schmerzmitteln. Die Etiketten stammten zum Teil von frei verkäuflichen, schwächeren Präparaten. In den Behältern fanden sich dann aber sehr starke rezeptpflichtige Mittel - etwa das opiathaltige Medikament Acetaminophen-Hydrocodone.

Die Ermittler stießen zudem auf Briefumschläge, in denen Schmerzpillen versteckt waren. Eine größere Menge Tabletten fanden sie auch in einem Koffer mit dem Namensschild "Peter Bravestrong" - ein Deckname, den Prince häufiger benutzte.

Regelmäßige Entziehungskuren

Die vorgelegten Gerichtsunterlagen enthalten auch Aussagen von Prince-Arzt Michael Todd Schulenberg. Dieser gab demnach zu, dem Sänger Schmerzmittelrezepte auf einen anderen Namen ausgestellt zu haben, um dessen Anonymität zu wahren.

Die Unterlagen dokumentieren zudem die Aussagen von sechs Zeugen; sie besagen, dass Prince regelmäßig Entziehungskuren durchlaufen habe, um seine Medikamentensucht zu besiegen.

Im Zusammenhang mit dem Tod des Stars hat die Justiz bisher niemanden angeklagt. Die Ermittlungen dauern an.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-04-18 10:49:57
Letzte ─nderung am 2017-04-18 10:50:54




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