• vom 02.07.2017, 15:00 Uhr

Pop/Rock/Jazz


Pop-CD

Steirische Klanglandschaften




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Von Heimo Mürzl

  • Von Post- und Noiserock bis zu Pop-Appeal: Sound-Experimente dreier Grazer Bands.



Seit mehr als zehn Jahren bereits bereichern Fragments Of An Empire die österreichische Musikszene. Die klassische Postrock- und Progressive-Rock-Ästhetik wird vom Grazer Kollektiv kunstvoll erweitert, die instrumentale Soundtapete mit subtilen musikalischen Farbtupfern versehen.

Information

Fragments Of An Empire: Exil (Pumpkin
Records)

Hidden By The Grapes: Graben (Wohnzimmer
Records)

Muscle Tomcat Machine: Furrow
(Rock Is Hell Records)

Das vierte Album, "Exil", zeigt eine entschlossen-stringente Weiterentwicklung: Die Band greift nicht nur auf die genretypischen Formeln - wie mäandernde Klanglandschaften zwischen meditativer Ruhe und wilden Soundstürmen - zurück, sondern flirtet auch mit orientalischen, klassischen und experimentellen Klängen. Die permanente Verschiebung der Koordinaten macht den speziellen Reiz dieser Musik aus, und monolithische Songs wie "Aphelious" oder "Solaris" überzeugen mit einem Sound, der zunehmend anschwillt, ehe er mit rockigen Riffs und Lärm-Mantras explodiert.

Auch das Trio Hidden By The Grapes feierte im Vorjahr sein zehnjähriges Bestehen und veröffentlicht sein viertes Studioalbum. "Graben" überrascht mit einer Neuorientierung in Richtung Alternative Rock. Während bisher ein nie zur musikalischen Gefallsucht tendierender, heftig heruntergebretterter Noiserock das Markenzeichen der drei Steirer war, ersetzt nun ein gereifter Sound mit mehr Pop-Appeal die Abrissbirne.

Die Nähe zu Dinosaur Jr., Nirvana und Sonic Youth ist unüberhörbar, und Songs wie "Out Of My Hands" oder "Deviated Light" haben zweifelsohne US-College-Radio-Format.

Produziert wurde das Album von Bernd Heinrauch, der zusammen mit Manfred Engelmayr (Bulbul) und David Reumüller (Reflector) als Muscle Tomcat Machine firmiert. Das Debüt des Trios "Furrow" besticht mit einer ausgeklügelten Mischung aus Sound & Song, die sich als ebenso spannende wie kurzweilige Reise durch imaginierte Filme erweist. Atmosphärische Klangcollagen treffen auf verhaltene Noise- und Postrock-Elemente und dezente elektronische Ausschmückungen auf experimentelle Soundscapes. Die unkonventionelle Instrumentierung mit Piano, Schlagzeug und E-Gitarre sorgt für einen besonderen Reiz.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-06-29 17:54:08
Letzte Änderung am 2017-06-29 18:17:08



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