• vom 22.10.2017, 17:00 Uhr

Pop/Rock/Jazz


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Von Andreas Walker

  • "Killer Brilliance", das unbequeme Album von White Wine.



Jüngeren politischen Entwicklungen ist zumindest zugutezuhalten, dass sie vermehrt künstlerischen Protest hervorrufen. Der Protest von White Wine indes sticht ins Mark, denn es geht ums Töten: um das Töten von Hoffnungen, von Aufrichtigkeit und Wahrheit, um das Töten aus niederen Motiven wie Ehrgeiz und Neid. Wir alle sind Mörder: "Killer Brilliance".

Information

White Wine

Killer Brilliance

(Altin Village & Mine)

Live am 31. Oktober im Wiener Rhiz.

Joe Haeges Musik war immer schon unbequem. Bei der in Leipzig residierenden Band laufen nun die Songraffinessen von 31Knots und die angstbeladene Szenerie von Tu Fawning zusammen - beides Bands, bei denen Haege federführend war. Das Ergebnis auf dem neuen Album von White Wine ist ein makabres Theater, dem insbesondere auch das entfremdete Fagottspiel Fritz Brückners und das Schlagzeug Christian Kührs den zwielichtigen Charme einer Freakshow verleihen. Unversehens driftet das bunt Karnevaleske ins Bodenlose. Wie es "I’d Run" auf den Punkt bringt: "Release the devil . . . and run like hell!"





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2017-10-19 17:05:09
Letzte Änderung am 2017-10-19 17:21:02



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