• vom 13.03.2018, 11:32 Uhr

Pop/Rock/Jazz

Update: 13.03.2018, 11:41 Uhr

Frankreich

Umstrittenes Comeback




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Von WZ Online, APA, AFP

  • Bertrand Cantat verzichtet auf Festivalauftritte und betont sein "Recht auf Rehabilitation".

Protest gegen einen Auftritt von Bertrand Cantat in Montpellier.

Protest gegen einen Auftritt von Bertrand Cantat in Montpellier.© APAweb/AFP Protest gegen einen Auftritt von Bertrand Cantat in Montpellier.© APAweb/AFP

Paris. Sein Comeback sorgt für Kontroversen: Nach wochenlangen Protesten hat der wegen Totschlags verurteilte französische Sänger Bertrand Cantat alle Auftritte bei Musikfestivals in diesem Sommer abgesagt. Er erklärte am Montagabend auf Facebook, er wolle den Organisatoren "Druck jeglicher Art" ersparen.

Der 54-Jährige ist seit Anfang März erstmals wieder auf Tournee - fast 15 Jahre nach dem Totschlag an seiner Freundin, der Schauspielerin Marie Trintignant. Cantat betonte, er habe wie jeder andere ein "Recht auf Rehabilitation". Der frühere Sänger der Kultband Noir Désir fügte hinzu: "Ich habe meine Strafe abgesessen. Ich habe keine Privilegien genossen."

Information

Cantat hatte seine Freundin 2003 bei einem Streit in einem Hotel in
Litauen erschlagen. Wegen Totschlags wurde er zu acht Jahren Haft
verurteilt, 2007 nach gut vier Jahren aber aufgrund guter Führung
freigelassen.

 Proteste bis in die Politik

Vor der Festival-Absage hatte sich erstmals Marie Trintignants Mutter Nadine Trintignant geäußert. Sie nannte Cantats Comeback in einem Fernsehinterview "beschämend, unanständig und ekelerregend". Zuvor gab es bereits Proteste bis in die Politik. An seinen Konzertterminen im Frühjahr hält der Musiker nach Angaben seines Managements fest. Darunter sind auch zwei Auftritte im Pariser Olympia Ende Mai.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-03-13 11:34:06
Letzte Änderung am 2018-03-13 11:41:41



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