• vom 27.04.2018, 19:30 Uhr

Pop/Rock/Jazz


Pop

Gegensätze ziehen sich an




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Von Andreas Rauschal

  • Album-Premiere: Venetian Snares und Daniel Lanois am Donaufestival.

Daniel Lanois (l.) und Aaron Funk alias Venetian Snares. - © Sebastien Leblanc

Daniel Lanois (l.) und Aaron Funk alias Venetian Snares. © Sebastien Leblanc

Daniel Lanois kann machen, was er will: So viele Alben auch immer er unter eigenem Namen herausbringt, bekannt ist der 66-jährige Kanadier vor allem als Produzent. Als solcher hat er mit seiner Arbeit an "Oh Mercy" 1989 Bob Dylan kurz aus der Krise geholfen oder seinen kommerziellen Zenit mit "The Joshua Tree" und "Achtung Baby" von U2 bereits in den Jahren 1987 und 1991 erreicht. Geschätzt wird Lanois für seinen atmosphärischen, flächigen Sound (man höre nur "Le Noise" von Neil Young!).

Information

Donaufestival
Von 27. April bis 6. Mai in Krems
Line-up und Tickets: https://www.donaufestival.at/de

Venetian Snares und Daniel Lanois: https://venetiansnares.bandcamp.com/album/venetian-snares-x-daniel-lanois

Sein Landsmann Aaron Funk wiederum arbeitet unter dem Projektnamen Venetian Snares strikt im Underground und hat dort das sehr, sehr hektisch rappelnde Breakcore-Genre erneuert.

Der zur Manie neigende Soundtüftler ist außerdem für ziemlich witzige Albumtitel bekannt ("Winnipeg Is A Frozen Shithole" wurde 2005 seiner Heimat gewidmet). Damit ist auch die mitunter gegebene Schwere seiner Musik kontrastiert. Gemeinsam als Venetian Snares x Daniel Lanois erscheint am 4. Mai nun ein Album, das bereits ersten offiziell im Netz kursierenden Hörproben zufolge erklärt, dass sich Gegensätze nicht von ungefähr anziehen. Das Duo selbst spricht davon, "Hunger auf das Unbekannte zu haben".

Aus Beatgewittern

Daniel Lanois konzentriert sich auf sein Spiel auf der Pedal-Steel-Gitarre, die stoisch im Raum verharrt, betrübt aufheult oder dräuende Crescendos aufzieht, während Aaron Funk nach gut gehäckselten Clicks & Cuts schweren Donner aus Beatgewittern niedergehen lässt.

Ästhetisch passt das also bestens zum Donaufestival in Krems, wo das Duo am Eröffnungswochenende am Sonntag (29. April) ab 18.30 Uhr die ehemalige Minoritenkirche bespielt - einen Klangraum ganz im Zeichen der Atmosphäre.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-27 16:15:29
Letzte Änderung am 2018-04-27 16:23:59



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