• vom 11.05.2018, 13:25 Uhr

Pop/Rock/Jazz

Update: 11.05.2018, 14:15 Uhr

63. Song Contest

Österreich startet auf Platz 5 im Finale




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Von WZ Online, APA, Martin Fichter-Wöß

  • Buchmacher sehen heimischen Vertreter auf Platz 19 im Endklassement.

Österreichs Hoffnung Cesar Sampson startet am Samstag mit dem frühen Startplatz Nr. 5 in das Finale des 63. Eurovision Song Contest in Portugals Hauptstadt Lissabon. - © APAweb/ORF/ROMAN ZACH-KIESLING

Österreichs Hoffnung Cesar Sampson startet am Samstag mit dem frühen Startplatz Nr. 5 in das Finale des 63. Eurovision Song Contest in Portugals Hauptstadt Lissabon. © APAweb/ORF/ROMAN ZACH-KIESLING

Schematische Darstellung des Votings und der Weg ins Finale.

Schematische Darstellung des Votings und der Weg ins Finale.© Grafik: APA Schematische Darstellung des Votings und der Weg ins Finale.© Grafik: APA

Wien/Lissabon. Österreichs Hoffnung Cesar Sampson startet am Samstag mit dem frühen Startplatz Nr. 5 in das Finale des 63. Eurovision Song Contest in Portugals Hauptstadt Lissabon. Diese Entscheidung gaben die Verantwortlichen für die größte TV-Show der Welt in der Nacht bekannt, nachdem zuvor das 2. Halbfinale die letzten zehn Teilnehmer der Endrunde ermittelt hatte.

Ob sie in der 1. oder 2. Hälfte des Finales starten, ziehen die Kandidaten bei der Pressekonferenz im Anschluss an ihr Halbfinale. Die detaillierte Startreihenfolge wird dann aber von Showproduzent Christer Björkman gemeinsam mit dem Supervisor der European Broadcasting Union, Jon Ola Sand, nach dramaturgischen Gesichtspunkten festgelegt. Es gelte eine Abfolge aus Balladen und Powersongs oder auch Sprachen zu finden, so Björkman in einer Videobotschaft: "Das ist beinahe, wie wenn man ein Musical zusammensetzt." Allerdings müsse er auch praktische Gesichtspunkte wie die Umbauzeit bei aufwendig inszenierten Nummern mitbedenken.

In jedem Fall ist die Startnummer 5 für Österreich nicht unbedingt das beste Omen - historisch betrachtet. Bis dato haben erst zwei Lieder mit Startnummer 5 einen ESC-Sieg eingefahren. Spitzenreiter ist hier hingegen die Startnummer 17, mit der schon sieben Teilnehmer jubeln konnten. Allerdings hätte es Cesar Sampson auch schlechter treffen könnten, gibt es doch auch Startplätze, die noch nie zum Sieg führten: Die Nr. 2, Nr. 16, Nr. 25, Nr. 26 und Nr. 27. Das hieße so gesehen nichts Gutes für Eleni Foureira aus Zypern, die mit ihrer Partyhymne "Fuego" heuer zu den Topfavoritinnen gehört - und Startplatz 25 zugewiesen bekam.

Österreich wird im Finale Platz 19 prognostiziert
Eines lässt sich einen Tag vor dem Großen Finale des 63. Eurovision Song Contests in Portugals Hauptstadt Lissabon schon jetzt sagen: Das Teilnehmerfeld der größten TV-Show der Welt präsentierte sich variantenreich wie selten. Von Opernpop bis zu Ethnonummern, eingängigem Radiopop bis politischen Balladen ist und war alles im Angebot. Und ähnlich breit ist das Feld der möglichen Gewinner.

Österreichs Kandidat Cesar Sampson wird von den Wettbüros mit seinem Gospelpopsong "Nobody But You" derzeit klar nicht dazu gezählt. Beim Vergleich von 29 Anbietern kommt der 34-Jährige vor dem Finale derzeit auf Platz 19 - von 26 Kandidaten.

An der Spitze steht hingegen relativ souverän seit einigen Tagen die zypriotische Strandpartynummer "Fuego" von Eleni Foureira, deren Wettquoten sich meist im Bereich von 1:2 (also zwei Euro Gewinn bei einem Einsatz von einem Euro) bewegen. Mit kleinem Abstand folgt die lange als Topfavoritin gehandelte Israelin Netta mit ihrer stimmakrobatischen Nummer "Toy", die sich im Quotenbereich von 1:3 bewegt.

Das Führungstrio komplettiert das französische Duo Madame Monsieur mit seiner berührenden Flüchtlingsballade "Mercy", wobei hier die Quoten mit 1:9 bis 1:14 schon deutlich schlechter stehen. Dieser ruhigere Balladenzug wird auch durch die folgenden Plätze fortgesetzt, stehen doch Litauens Ieva Zasimauskaite mit ihrer "When We're Old", Deutschlands Teilnehmer Michael Schulte mit der seinem toten Vater gewidmeten Nummer "You Let Me Walk Alone" und Irlands Überraschungsaufsteiger Ryan O'Shaughnessy mit "Together" und Quoten im Bereich von 1:15 bis 1:25 relativ gleichauf.

Am anderen Ende des Feldes matchen sich hingegen Serbien, Albanien, Slowenien und Großbritannien um die hintersten Plätze. Hier kann der mutige Zocker bisweilen sogar mit 1.000 Euro Gewinn bei einem Einsatz von einem Euro hoffen - sollte das Wunder tatsächlich eintreten, dass eine dieser Nummern des Sieg einfährt.

EBU beendet nach Zensur Kooperation mit Chinasender

Die European Broadcasting Union (EBU) hat nach der Zensur homosexueller Inhalte die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Sender Mango TV für heuer beendet. Die Fernsehanstalt hatte bei der Übertragung des ersten Halbfinales des laufenden Eurovision Song Contests Regenbogenflaggen verpixelt und den Auftritt des Iren Ryan O'Shaughnessy herausgeschnitten, der zwei männliche Tänzer auf der Bühne hat.

Dies führte auch zum Aufschrei in der lesBiSchwulen Gemeinschaft Chinas. Viele Aktivistengruppen drückten auf dem chinesischen Twitter-Pendant Weibo infolge ihr Bedauern über die Zensur des eigentlich als verhältnismäßig progressiv bekannten Kanals aus. Ob die Zensurschritte auf staatliche Anordnung erfolgten, ist derzeit noch unklar.

Die EBU teilte nun in einem Statement mit, die heurige Zusammenarbeit mit Mango TV zu beenden und dem Sender die Ausstrahlung des 2. Halbfinales nach den Zensurmaßnahmen zu untersagen: "Das steht nicht im Einklang mit den Werten der EBU, zu denen ein weiter Horizont und Inklusion sowie unsere stolze Tradition, Vielfalt durch Musik zu feiern, gehören."





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-05-11 13:26:43
Letzte Änderung am 2018-05-11 14:15:19




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